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Serie Business-Diplomatie / Folge 24

Respekt ist der Schlüssel zur Business-Diplomatie

Für die meisten Menschen zählen Anerkennung, Respekt und Toleranz zu den wichtigsten Werten. Ohne sie würde die Welt im Chaos versinken. Respekt ist das gesellschaftliche Schmiermittel, das für ein reibungsloses Miteinander im Privaten wie im Beruflichen sorgt.

Der französische Soziologe Pierre Bourdieu spricht in diesem Zusammenhang vom symbolischen Kapital, das dem sozialen, kulturellen und ökonomischen Kapital übergeordnet ist. Das symbolische Kapital verleiht Prestige, Reputation, Ehrenzeichen, Privilegien und Positionen und bestimmt damit den Grad des Respektes. Wer wem warum (keinen) Respekt zollt, hängt meist davon ab, in welchen Kontexten sich der Mensch gerade bewegt und ob er sich gerade in einer öffentlich oder einer privaten Sphäre befindet.

Wer erkennt, dass Respekt die richtige Einstellung und Haltung zu seinen Mitmenschen ist, liegt business-diplomatisch gesehen weit vorne.

Wir lernen ständig, wer oder was unseren Respekt verdient

Wir lernen im Laufe unseres Lebens, wer oder was unseren Respekt verdient. Ein Vorgesetzter z. B. kann zwar Gehorsam einfordern, Respekt bekommt er aber erst dann, wenn er auch als Vorbild taugt. Wir verfügen da über sehr feine Antennen, die wir im Laufe unseres Lebens immer wieder neu ausrichten sollten.

Prof. Niels Van Quaquebeke von der Kühne Logistics University Hamburg hat einmal gesagt: „Psychologen unterscheiden zwei Arten von Respekt: Es gibt den respektvollen Umgang miteinander im Sinne von Achtung. Die einzige Bedingung dafür ist, dass man einander als gleichwertigen Menschen betrachtet. Die andere Art von Respekt bringt man einem Menschen für eine Meisterschaft, eine besondere Leistung entgegen.“

Der richtige Umgang

Beobachten Sie sich beim nächsten Businessmeeting einfach einmal genauer:

  • Wie begrüßen Sie Ihre Geschäftspartner und Kollegen. Geben Sie einander die Hand, treten Sie in Augenkontakt?
  • Sind Sie pünktlich erschienen?
  • Setzen Sie die Zauberwörter „Bitte“, „Danke“ und „Entschuldigung“ ein? Legen Sie Wert auf Stil und Etikette?
  • Hören Sie zu und lassen Sie die anderen ausreden?
  • Wie offen und respektvoll ist Ihre Körpersprache?
  • Wie verhalten Sie sich jemanden im Gespräch gegenüber, der in einer schwächeren Position ist? Sind Sie ein Fairplayer oder neigen Sie zur Rechthaberei?

Auch der Umgang mit Eigentum sagt viel darüber aus, ob wir den nötigen Respekt haben. Dazu gehören auch das Eigentum der Gemeinschaft und das Eigentum des Unternehmens.

Die 24 Geheimnisse der Business-Diplomatie sind nun gelüftet. Wenn Sie als Führungskraft oder Manager Ihr Verhalten nach den Regeln der Business-Diplomatie ausrichten, wird in Ihrem Unternehmen Folgendes passieren:

  1. Aus Gegnerschaft wird ein konstruktives Miteinander.
  2. Ihre Erfahrung ist gefragt. Das sehen selbst hartnäckige ältere und unerfahrene jüngere Kollegen ein.
  3. Sie werden in shwierigen Situationen um Rat gefragt.
  4. Ihr Ansehen als Experte und Fachmann auf dem Gebiet der diplomatischen Verhandlungstaktik ist gefestigt.
  5. Das jeweils andere Geschlecht schätzt Ihre Kompetenz in Angelegenheiten, bei denen Emotionen oder soziale Aspekte eine wichtige, wenn nicht sogar eine entscheidende, Rolle spielen.
  6. Sie sind ein gefragter Verhandlungspartner.
  7. Sie werden die Karriereleiter weiter nach oben klettern.

Am Ende der Reihe möchte ich Ihnen noch ein Zitat des Autoren Stefan Rogal mit auf den Weg geben: „Wir lernen nur von denen, die wir respektieren. Wir respektieren nur die, von denen wir lernen.“

(Wulf Hinnerk-Vauk)


 


 

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