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Serie PR- und Pressearbeit

Teil 7: Schon mal mit Pressetexten abgeblitzt?

Wenn Pressemitteilungen nicht veröffentlicht werden, liegt der Grund häufig in formalen Fehlern. So muss eine Pressemitteilung nach bestimmten Regeln aufgebaut sein, die es dem Redakteur erleichtern, die Kernbotschaft schnell zu erfassen und ohne große Bearbeitung redaktionell zu nutzen. Auch der richtige Zeitpunkt spielt eine große Rolle. Manche Medien haben einen großen zeitlichen Vorlauf bis zum Erscheinen. Bis dahin kann sich mancher Termin schon von alleine erledigt haben.

Aber auch eine tadellose Pressemitteilung kann auf der Strecke bleiben. Die Gründe dafür sind oft banal: Eine Presseinformation kann schlicht in der Flut der Informationen ungelesen untergegangen sein.

Schätzungsweise die Hälfte aller Pressemitteilung wird ungelesen gelöscht oder höchstens überflogen. Zu diesem Ergebnis kommen verschiedene Umfragen in der Medienbranche. Diese Erhebungen sind meistens nicht repräsentativ. Sie entsprechen aber den Erfahrungen vieler Praktiker, einschließlich unserer eigenen. So binden zum Beispiel Sonderhefte, die neben den regulären Ausgaben laufen, oder große Events zusätzlich personelle Kapazitäten. Außerdem können Großereignisse Platz in der Zeitung oder im Magazin verdrängen und dadurch die Prioritäten im redaktionellen Teil verändern. Das bedeutet: Ein Thema, das an anderen Tagen vielleicht noch mitgekommen wäre, fällt dann schlicht raus.

Manchmal legen Redakteure Pressemitteilungen vorsorglich beiseite, wenn sie Ideen von einem größeren Thema haben, wozu Ihre Information schon mal passen könnte. Oder das Thema wurde erst kürzlich behandelt und der zuständige Redakteur winkt ab.

Bei überregionalen Medien können Sie mit netten erklärenden Worten eine zweite Aussendung starten. Bei regionalen Medien können Sie in der Redaktion nach angemessener Zeit gleich telefonisch und sachlich gestimmt nachfragen, welchen Grund es für die Nichtberücksichtigung gebe. Fragen Sie offen, welcher Aspekt denn eventuell interessanter sei und nehmen Sie Anregung für einen neuen Versuch auf. Ganz wichtig: Nachhaken ist erlaubt, Druck ausüben nicht.

(Brigitte Muschiol)


 


 

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