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Sicherheit und Gesundheitsschutz

Arbeitsschutz in Kleinbetrieben bedarf der Verbesserung

Anlässlich des Welttages für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit am 28. April 2016 hat das Amt für Arbeitsschutz der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg in einer Sonderaktion kleine und mittlere Unternehmen besichtigt, um die dortigen Arbeitsbedingungen zu überprüfen.

Im Mittelpunkt der Aktion stand laut dem Amt für Arbeitsschutz neben der Kontrolle vor allem die Aufklärung von kleinen und mittleren Betrieben über ihre Verpflichtungen im Arbeitsschutz. So sei erfasst worden, ob die Basisanforderungen des Arbeitsschutzes organisatorisch und inhaltlich erfüllt würden. Eine klare Regelung der Verantwortlichkeiten im Betrieb und die systematische Beurteilung der mit der Arbeit verbundenen Gefährdungen bilde die Grundlage für die Minimierung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Das gelte auch für die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz und die damit verbundenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Hier wollte die Aktion an das Motto „Stress am Arbeitsplatz: eine gemeinsame Herausforderung“ anknüpfen, unter das die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) der UNO den diesjährigen Welttag gestellt hatte.

Wie das Amt für Arbeitsschutz mitteilte wurden insgesamt 220 Betriebe überprüft, darunter Druckereien, Chemische Reinigungen, IT-Service-Dienstleister, Steinmetze, Tankstellen sowie kleine Lagerei- und Speditionsbetriebe. In keinem Betrieb habe es gravierende Mängel gegeben, die Sofortmaßnahmen wie etwa eine Stilllegung von Maschinen nötig gemacht hätten. Jedoch müssten einige Unternehmen mit Folgebesichtigungen rechnen, um nötige Verbesserungen nachzuweisen.

60 Prozent der Betriebsbesuche fanden laut dem Amt für Arbeitsschutz in Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Beschäftigten und ungefähr ein Viertel in Betrieben mit 10 bis 19 Beschäftigten statt. 27 Prozent der besichtigten Betriebe habe bislang keine geeignete Arbeitsschutzorganisation. Andererseits erfüllten 37 Prozent der Unternehmen die gesetzlichen Anforderungen. Die übrigen Betriebe hätten die Arbeitsschutzanforderungen teilweise umgesetzt.

Als erfreulich bewerten die Prüfer, dass in zwei Drittel der Betriebe die Mitarbeiter zum Arbeits- und Gesundheitsschutz nachweislich unterwiesen würden, wenngleich ungefähr die Hälfte der Unternehmen noch keine systematische Beurteilung der Gefährdungen an den Arbeitsplätzen vorgenommen habe. Hier bestätigten sich die Erfahrungen des Amtes, wonach in Klein- und Kleinstbetrieben der Arbeits- und Gesundheitsschutz durchaus ein Thema sei, aber häufig die Systematik für eine nachhaltige Verbesserung fehle, hieß es.

Zum Abschluss jeder Besichtigung erhielten die Verantwortlichen der Unternehmen schriftliche Informationen, welche Maßnahmen sie umsetzen müssen, um für mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz ihrer Beschäftigten zu sorgen. Konkrete Hinweise für Verbesserungspotenzial und mögliche Hilfsmittel, mit denen sich Betriebe in Bezug auf den Arbeitsschutz selbst überprüfen können, seien zudem mündlich erläutert worden.

So gibt es weitere Informationen etwa unter www.gda-orgacheck.de. Der GDA-Orgacheck wurde im Rahmen des Arbeitsprogramms „Organisation“ der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) entwickelt und wird unterstützt von der „Offensive Mittelstand – Gut für Deutschland“ und der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“.

(Redaktion)


 


 

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