Sie sind hier: Startseite Hamburg Leben Kultur & Freizeit
Weitere Artikel
Opera rara

Simone Young dirigiert Giuseppe Verdis »Attila«

Verdis »Attila« entstand während seiner ‘Galeerenjahre’ und wurde 1846 am venezianischen Teatro La Fenice uraufgeführt. Die Oper um den als ‚Geißel Gottes’ bezeichneten Hunnenkönig spielt vor dem Hintergrund der französischen Ereignisse im Jahr 452, kurz bevor Attila von Papst Leo I. zum Abzug aus Italien veranlasst wird. Die burgundische Prinzessin Odabella erwirbt sich Attilas Vertrauen, um ihren Vater zu rächen, der von dem Hunnenkönig grausam ermordet wurde.

In der Reihe »Opera rara« lässt die Dirigentin und Opernchefin Simone Young Verdis von leidenschaftlichem Patriotismus geprägtes Jugendwerk zum ersten Mal in einer konzertanten Aufführung in Hamburg erklingen. »Ich bin eine Anhängerin dieser frühen Verdi-Werke und habe schon einige davon dirigiert«, sagt Simone Young. »Wenn man ‚Attila’ mit den späteren Opern vergleicht, ist es sicher kein perfekt gebautes Stück, aber es hat wirklich große Momente. Vor allem die Instrumentation ist bemerkenswert.«

Für die Titelpartie konnte Simone Young den italienischen Bass Roberto Scandiuzzi gewinnen. Der aus Treviso stammende Sänger feierte in Hamburg bereits einen großen Erfolg mit seiner Interpretation des Jacopo Fiesco (»Simon Boccanegra«). Zu seinem Repertoire gehören nicht nur die Basspartien des italienischen und französischen Fachs, sondern auch der russischen Oper. Sein Hamburg-Debüt hingegen gibt Franco Vassallo, der die Partie des Ezio übernimmt.

Der junge Italiener ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und singt unter anderem regelmäßig an der Metropolitan Opera New York und der Wiener Staatsoper sowie in Zürich, Mailand und Philadelphia. Zu seinen großen Erfolgen zählen Partien wie Marcello (»La Bohème«), Rodrigo (»Don Carlo«) und Renato (»Un Ballo in Maschera«). Als Odabella kehrt Michèle Crider an die Staatsoper Hamburg zurück. Die amerikanische Sopranistin gastiert an allen großen Opernhäusern der Welt und war in Hamburg unter anderem als Leonora (»Il Trovatore«), »Santuzza (»Cavalleria rusticana«), Amelia (»Un Ballo in Maschera«) und Madama Butterfly zu erleben. Der slowakische Tenor Miroslav Dvorsky ist ebenfalls häufiger Gast in Hamburg, nun fügt er seinem breiten Repertoire eine weitere Partie hinzu und singt zum ersten Mal die Partie des Foresto. An der Staatsoper Hamburg war er bisher als Alfredo (»La Traviata»), Laca (»Jenufa«) und Gabriele Adorno zu hören. In weiteren Rollen: Jun-Sang Han (Uldino) und Alexander Tsymbalyuk (Leone). Die Einstudierung des Chores übernimmt Florian Csizmadia.
 

Premiere A:   31. Mai 2009, 18.00 Uhr
Premiere B:   6. Juni 2009, 19.30 Uhr
Aufführungen:  13. und 19. Juni 2009, 19.30 Uhr

Hamburgische Staatsoper GmbH

(Redaktion)


 


 

Opera rara
Hamburg
Oper
Simone Young
Verdi
Konzert
Jugendwerk
Aufführung

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Opera rara" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: