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Sport- und Freizeiteinrichtungen

Neuer Glanz für Hamburgs Schwimmoper

Hamburgs bekanntestes Schwimmbad, die Alster-Schwimmhalle, wird ab 2020 umfassend saniert, modernisiert und wettkampfgerecht ausgebaut. Die veranschlagten Kosten liegen bei 60 Millionen Euro. Die Wiedereröffnung mit erneuertem und erweitertem Angebot ist für 2024 geplant.

Die Alster-Schwimmhalle in Hamburg-Hohenfelde soll im Zuge einer notwendigen baulichen Sanierung in etwa vierjähriger Bauphase auch umfassend erweitert und modernisiert werden. Das gaben die Hamburger Umweltbehörde und die Bäderland Hamburg GmbH, Betreiber der öffentlichen Schwimmbäder in Hamburg, bekannt.

„Trotz der vergleichsweise langen baubedingten Schließung ist die sehr erfreuliche Nachricht, dass entgegen eines Bundestrends in Hamburg Bäder gebaut, modernisiert und erweitert werden. Dabei ist es uns ein besonders Anliegen, die außergewöhnliche Architektur behutsam zu ergänzen und die prägenden Gestaltungselemente zu erhalten“, so Umweltsenator Jens Kerstan.

1973 wurde die Alster-Schwimmhalle – wegen ihrer besonderen Architektur auch Schwimmoper genannt – errichtet. Sie ist die größte und wichtigste Badanlage für das Gesundheits- und Fitnessschwimmen unterschiedlichster Bevölkerungsgruppen in der Hansestadt.

„Der besonderen Bedeutung der Alster-Schwimmhalle entsprechend werden in den nächsten Jahren außergewöhnlich umfangreiche Arbeiten aufgenommen, um dieses Wahrzeichen des Freizeit-und Wettkampfsports in Hamburg zu erhalten und ihr Angebot zukünftig deutlich zu erweitern“, sagt Dirk Schumaier, Geschäftsführer Bäderland Hamburg GmbH. „Wir kommen mit diesem Investitionsprojekt in ganz besonderem Maße unserem Auftrag der bedarfsgerechten Weiterentwicklung und des wirtschaftlichen Betriebs von wasserbezogenen Sport- und Freizeiteinrichtungen in Hamburg nach.“

Erweiterung der Schwimmbecken und Wasserfläche

Laut den vorgestellten Plänen soll das charakteristische 50-Meter-Becken der Schwimmhalle erhalten bleiben, ebenso das doppelte Lehrbecken für Schulschwimmen und Schwimmunterricht. Darüber hinaus sollen ein 25-Meter-Warmwasserbecken, ein separates Sprungbecken und ein Kursbecken mit Hubboden-Ausstattung entstehen. Insgesamt werde die neue Alster-Schwimmhalle über fünf Wasserbecken verfügen und sich die Wasserfläche von rund 1.400 Quadratmeter auf mehr als 2.000 Quadratmeter erweitern.

Das bisherige Fitnessangebot im Trockenbereich soll auf rund 1.100 Quadratmeter Fläche für Gerätetraining ausgebaut werden; zusätzlich ist ein umfangreiches Kursangebot im Bereich von Wasserfitness, Schwimmen-Lernen, Schwimmtechniken und Entspannung vorgesehen. Das neue Angebot soll mit einer attraktiven Sportsauna und einer im Bäderangebot ganz neuen Aktivbad-Komponente ergänzt werden – darunter sind mehrere kleinere Warmwasserbecken zur Entspannung und Entmüdung nach sportlicher Belastung zu verstehen.

Künftig weiterhin Wasserfitnessangebot für jedermann

Die bereits 2007 vorgenommene Umstellung des Angebotskonzeptes der Halle von einem Freizeitbad hin zu einem sportlich fokussierten Schwimmbad habe sich in den vergangenen Jahren bereits als erfolgreich erwiesen und solle daher grundsätzlich nicht verändert werden, heißt es in der Pressemitteilung. Die Alster-Schwimmhalle stehe auch künftig für „ein profiliertes Wasserfitnessangebot für jedermann“. Nach der Modernisierung sollen die Hamburger in dem ihnen vertrauten Gebäude ein insgesamt attraktives neues Angebot vorfinden. Für die Modernisierung wurden 60 Millionen Euro im Haushalt eingestellt.

Active City – wettkampfgerechter Ausbau

Die neue Alster-Schwimmhalle soll wettkampfgerecht ausgestattet werden. Es ist vorgesehen, dass Tribünen dann je nach Wettkampftypus bedarfsgerecht temporär installiert werden können. Das Modernisierungsprojekt zählt somit als ein wesentlicher Baustein des Senatsprogramms „Active City“.

Voraussichtlicher Umbau von 2020 bis 2024

Ende 2020 soll mit der Entkernung und dem Abbruch von Teilbereichen und dann mit der Sanierung des Altbestandes und dem Neubau von Angebotsbereichen begonnen werden. Die Halle wird während der gesamten Modernisierungsphase für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen sein.

Laut Umwelthörde und Bäderland stellt der Erhalt der markanten Dachschale besondere Anforderung an die Modernisierung, denn eine fachgerechte Betonsanierung müsse die Standsicherheit des Gebäudes auch in den nächsten Jahrzehnten gewährleisten. Hierzu wurde das Stuttgarter Büro „Schlaich Bergermann Partner“ mit herangezogen, deren Mitarbeiter die Hallendachkonstruktion seinerzeit konzipiert hatte. Ebenso sind bei der Sanierung die besonderen Belange des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. In einem umfangreichen Abstimmungsprozess zwischen Bäderland, Architektenbüro und dem Denkmalschutzamt seien gemeinsam die Grundlagen der anstehenden Modernisierung erarbeitet worden.

Das sagt Denkmalschutzamt über die Alsterschwimmhalle: „Seit seiner Erbauung besitzt der unverwechselbare, architektonisch anspruchsvolle und qualitätvolle, bau- und stadtgeschichtlich bedeutende Baukörper eine große städtebauliche Präsenz und leistet einen wesentlichen Beitrag zu den charakteristischen Eigenheiten des Stadtbildes“.

Badegäste können während der vierjährigen Schließzeit in andere Hallen- und Freizeitbäder ausweichen, etwa in das dann fertiggestellte Familienbad Ohlsdorf, das ab Frühjahr 2019 mit einem neuen 50-Meter-Becken in Betrieb gehen soll, so die Bäderland-Empfehlung. Der voraussichtlicheWiedereröffnungstermin der modernisierten Alster-Schwimmhalle soll für 2024 zu erwarten sein.

(Redaktion)


 


 

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