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Stadtentwicklung

Hamburger Studentenwohnheim gewinnt „Immobilien-Oscar“

Das Wohnheim für Studierende „Woodie“ in Hamburg-Wilhelmsburg wurde mit dem Mipim Award in Cannes geehrt. In der Kategorie „Best Residential Development“ setzte sich das Hamburger Holzmodulgebäude gegen Wohnprojekte aus Kopenhagen, London und Amsterdam durch.

Große Auszeichnung für das Hamburger Immobilienprojekt: Mit dem Slogan „Yes we woodie“ präsentierten die Entwickler Primus Developments und Senectus bei dem diesjährigen Mipim Award in Cannes an der französischen Mittelmeerküste das Studentenwohnheim Woodie Hamburg und überzeugten Besucher und Jury gleichermaßen., Der Mipim Award ist für die Immobilienwirtschaft das, was der Oscar für die Filmwelt bedeutet.

MIPIM AWARD
Der „Immobilien-Oscar“ wird in elf unterschiedlichen Kategorien vergeben. Insgesamt 44 Projekte aus 21 Ländern haben es 2019 in die Endrunde geschafft. In der Kategorie „Best Residential Development“ setzte sich das Hamburger Studentenwohnheim „Woodie“ gegen Wohnprojekte aus Kopenhagen, London und Amsterdam durch.

Das im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg gebaute Wohnheim für Studierende unterscheidet sich durch seine Bauart grundlegend von anderen Immobilien: Das siebengeschossige Hybrid-Gebäude wurde aus 371 Vollholzmodulen errichtet, die wie Legosteine aufeinander gestapelt sind. Diese je 20 Quadratmeter großen Module sind 371 Apartments für die Studierenden. Bett, Nasszelle, Spiegel, Einbauschrank, Klapptisch und sogar eine kleine Küchenzeile wurden aus den Hölzern nachhaltig bewirtschafteter Wälder aus der Steiermark gefertigt.

Die Bauzeit von nur neun Monaten für die rund 13.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche betrug durch die Serienproduktion und dem hohen Grad der Vorfertigung nur die Hälfte einer herkömmlichen Bauweise. Das Holzmodulgebäude wurde vom Berliner Architekturbüro Sauerbruch-Hutton geplant und von Kaufmann Bausysteme aus Österreich gebaut. Unterstützung erhielten die Bauherren um Primus Developments und Senectus von dem international renommierten Klimafolgenforscher Prof. Hans Joachim Schellnhuber des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung, der betont: „Wie wir bauen, entscheidet über die Zukunft unseres Planeten. Das Bauen mit Holz ist dabei das einzig Richtige!“

CO2-Verbrauch einer Immobilie reduzieren

„Es ist unser Ziel zu zeigen, dass sich der CO2-Footprint einer Immobilie erheblich reduzieren lässt, wenn wir die Art des Bauens ändern und wir so unseren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten können“, so Achim Nagel von Primus Developments „Durch den Vorfertigungsgrad von über 80 Prozent lässt sich die Bauzeit drastisch reduzieren“, ergänzt Torsten Rieckmann von Senectus. Die Errichtung des Gebäudes ist Joint-Venture beider Unternehmen. Woodie läute einen Paradigmenwechsel in der Art des Bauens ein. Ihm komme eine besondere Bedeutung vor dem Hintergrund des Klimawandels zu. So zeige das Programm „Woodie Wood Cycle“, dass aus 2.500 Setzlingen in 40 Jahren so viel Holz nachwächst wie beim Studentenwohnheim auf 13.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche verbaut wurde und dabei langfristig CO2 in Gebäuden gespeichert wird, heißt es in der Pressemitteilung.

Hamburger Gemeinschaftsstand auf der Immobilienmesse in Cannes

Präsentiert wurde das Modell des Studentenwohnheims auf dem Hamburger Gemeinschaftsstand auf der Mipim, Messe für Wohn-, Gewerbeimmobilien und Betriebsansiedlung in Cannes. 26 Partner aus der Immobilienwirtschaft zeigten vom 12. bis 15. März 2019 ihre aktuellen Projekte und innovativen Dienstleistungen. „Der Hamburg-Stand ist zur Plattform für Stadtentwicklung und Zukunftsthemen geworden.“, sagte Dr. Rolf Strittmatter, Geschäftsführer von Hamburg Invest.

Für den Senat reiste Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt zur Messe, um die Hamburger Stadtentwicklungsprojekte zu präsentieren, Gespräche mit Investoren zu führen und sich mit den Vertretern anderer großer europäischer Städte über Stadtentwicklung auszutauschen: „Hamburg erfreut sich größter Beliebtheit – bei neuen Bürgerinnen und Bürgern, Besuchern und Investoren gleichermaßen. Und die Lebensqualität in unserer Stadt in puncto Arbeiten, Wohnen und Freizeit wächst weiter: Mit den großen Stadtentwicklungsprojekten, die als Modell- und Innovationsstadtteile Maßstäbe setzen, aber auch mit der behutsamen und zugleich konsequenten Innenentwicklung und der Konversion ehemaliger Gewerbeflächen“. Im Mittelpunkt des Vortrags der Senatorin standen die vier großen Stadtentwicklungsprojekte Science City Bahrenfeld, Oberbillwerder, Grasbrook und Hafencity.

Der Geschäftsführer der Hafencity Hamburg GmbH Prof. Jürgen Bruns-Berentelg stellte neben der Information über den Projektfortschritt und zu den letzten verfügbaren Grundstücken in der HafenCity – den gesamten neue innerstädtische Transformationsraum aus Hafencity, Billebogen und Grasbrook, vor.

(Redaktion)


 


 

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