Weitere Artikel
Stationärer Einzelhandel

Hamburger Innenstadt behauptet sich gegenüber dem Onlinehandel

In der Hamburger Innenstadt ist die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte innerhalb der vergangenen drei Jahre deutlich gestiegen. Das ist ein Kernergebnis des aktuellen Handelskammer-City-Monitors „Hamburger Innenstadt – Einzelhandelsstandort Nr. 1 im Norden“.

Wer in der Hamburger Innenstadt unterwegs ist, erlebt ein pulsierendes Straßengeschehen. Hanseaten, Tagesausflügler und ausländische Touristen sind in großen Scharen unterwegs, bummeln durch die vielfältigen Geschäftsstraßen und Einkaufspassagen, genießen den Tag in Restaurant und Cafés. Mönckebergstraße und Spitalerstraße, Neuer Wall Jungfernstieg gehören zu den bekanntesten und meist genutzten Einkaufsstraßen Deutschlands – auch in Zeiten des wachsenden Internethandels.

Nach dem aktuellen City-Monitor, den Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz Anfang Juni 2014 der Öffentlichkeit vorstellte, erhöhte sich die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte um fünf Prozent, sie stieg von 973 auf 1.017.
„Die Innenstadt prägt maßgeblich das Bild einer Region. Sie ist daher ein wichtiger Faktor im Wettbewerb der Metropolregionen“, betonte Schmidt-Trenz. Da der Einzelhandel entscheidend für die Attraktivität der City sei, habe die Handelskammer schon 2010 alle dortigen Einzelhandelsgeschäfte erfasst. Heute könne man den tiefgreifenden Wandel, den der Trend zum Onlinehandel mit sich bringt, bewerten und Konsequenzen ableiten.

Die innenstadttypischen Angebotssortimente umfassen vor allem Bekleidung, Schuhe, Uhren und Schmuck sowie Wohnmöbel und Wohnaccessoires. Eine große Bedeutung hat dem Monitor zufolge auch der Lebensmitteleinzelhandel, zu dem Bäckereien und Fleischereien zählen. Positiv sei, so Schmidt-Trenz, dass die Zahl der Geschäfte nicht gesunken, sondern vielmehr gestiegen sei. Besonders deutlich werde das in der Bekleidungsbranche (Kleidung und Schuhe). Obwohl gerade dort der Onlinehandel hohe Umsatzanteile hat, stieg die Zahl der Geschäfte von 295 auf 316, also um sieben Prozent. Zugenommen habe auch die Verkaufsfläche in der Innenstadt, nämlich von 305.000 auf 321.000 Quadratmeter.

Laut dem Monitor erwirtschaftet der Einzelhandel im Hamburger Zentrum einen Umsatz von rund 1,9 Milliarden Euro pro Jahr. Die Innenstadt sei „damit der vielfältigste und zugleich der ökonomisch bedeutendste Einzelhandelsplatz im Norden Deutschlands“. Die Innenstadt erbringt 17 Prozent des Einzelhandelsumsatzes von ganz Hamburg. Im deutschlandweiten Metropolen-Vergleich belegt die Hansestadt Platz drei hinter München (Innenstadt repräsentiert 30 Prozent von gesamten Einzelhandelsumsatz) und Köln (23 Prozent). Das sei vor allem darin begründet, dass es in Hamburg ebenso wie Berlin (13 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes generiert die Innenstadt) außerhalb der Innendstadt viele Bezirks- und Stadtteilzentren mit einem umfangreichen Einzelhandelsangebot gebe.

„Die Hamburger Innenstadt ist also nach wie vor stark gefragt. Die Nachfrage kommt insbesondere von international agierenden Unternehmen und von Markenartikelherstellern“, bilanzierte Schmidt-Trenz.

(Redaktion)


 


 

stationärer Einzelhandel
Metropolregion Hamburg
Handelskammer-City-Monitor
Einzelhandelsgeschäfte
Onlinehandel
E-Commerce
Einkaufsstraßen Deutschlands
„Hamburger Innenstadt – Einzelhandelsstandort Nr. 1 im Norden“

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "stationärer Einzelhandel" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: