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Steuerersparnis

Cash-GmbH als Steuersparmodell gesetzlich abgeschafft

Schenkungs- oder Erbschaftssteuern zu sparen, war bis vor kurzem mit der „Cash-GmbH“ möglich. Der Gesetzgeber hat im zweiten Anlauf im Juni 2013 gesetzliche Regelungen getroffen, die dieses Sparmodell deutlich erschweren.

Das Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz steht immer wieder zur Diskussion. weil es Möglichkeiten bietet, durch langfristige Planungen Steuern zu sparen. Ein häufig genutztes Modell für die steueroptimierte Gestaltung von Vermögensübertragungen war bisher die Cash-GmbH.

Das Modell „Cash-GmbH“

Hierzu wurde eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gegründet, die in der Bilanz kraft Rechtsform ausschließlich Betriebsvermögen ausweist. Anschließend wurde Geldvermögen auf die neue Gesellschaft übertragen und die Anteile an der GmbH verschenkt. Aufgrund gesetzlicher Regelungen waren darauf keine Schenkungssteuern zu zahlen, wenn der Beschenkte die Anteile mehr als fünf bzw. sieben Jahren fortführte.

Die neuen Regelungen

Sofern das Netto-Finanzvermögen 20 Prozent des Unternehmenswertes übersteigt, wird es steuerlich zu „schädlichem Verwaltungsvermögen“ qualifiziert. Als Netto-Finanzvermögen gelten hierbei sämtliche Geldvermögen und Forderungen, nicht jedoch Anlage- und Vorratsvermögen. Davon abgezogen werden Rückstellungen und Verbindlichkeiten, also die Schulden des Unternehmens. Eine vollständige Steuerbefreiung erfolgt nur noch, wenn das schädliche Verwaltungsvermögen weniger als 10 Prozent beträgt. Überschreitet das Verwaltungsvermögen zum Zeitpunkt der Schenkung oder Erbschaft 10 bzw. 50 Prozent des Unternehmenswertes, versagt das Finanzamt die bisherige 85-prozentige bzw. vollständige Steuerbefreiung.

Die gesetzliche Grundlage

Bundestag und Bundesrat haben die Änderungen im Juni beschlossen und im Gesetz zur Umsetzung der Amtshilferichtlinie sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften (AmtshilfeRLUmsG) festgeschrieben. Die Veröffentlichung erfolgte am 29. Juni 2013 im Bundesgesetzblatt. Übertragungen ab diesem Datum unterliegen den neuen gesetzlichen Regelungen.

(Redaktion)


 


 

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