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Stiftungsgründungen: Hamburg bleibt bundesweit an der Spitze

Im Jahr 2013 wurden in Hamburg 35 neue Stiftungen mit einem Gesamtvermögen von etwa 33 Millionen Euro gegründet. Damit verzeichnet die Hansestadt im bundesweiten Städtevergleich die meisten Stiftungen, gefolgt von München und Berlin. Das gab die Hamburger Justizbehörde Ende Januar 2014 bekannt.

Die Hansestadt kann sich erneut auf die Fahnen schreiben, Deutschlands Stiftungshauptstadt zu sein. Laut der Justizbehörde gibt es in Hamburg insgesamt 1.302 Stiftungen, die über ein Gesamtvermögen von etwa 7,8 Milliarden Euro verfügen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen München mit 871 Stiftungen und Berlin mit 819 Stiftungen.

Das Spektrum der Förderzwecke ist bei den Hamburger Stiftungen breit gefächert. Dabei haben Jugendarbeit und Sozialwesen mit je 17 Prozent die größten Anteile. Kunst, Kultur und Denkmalschutz sowie Wissenschaft und Forschung sind mit je 15 Prozent vertreten. Die restlichen Anteile entfallen auf Umwelt- und Naturschutz (12 Prozent), Religion (9 Prozent), Gesundheitswesen (9 Prozent) und Bildung (6 Prozent).

Das Engagement für das Gemeinwohl und das Stiftungswesen haben in der Hansestadt eine lange Tradition. So wurde Hamburgs erste Stiftung – das Hospital zum Heiligen Geist – bereits im Jahr 1227 in der damaligen Hamburger Neustadt gegründet. Neben den großen Namen unserer Zeit wie Körber-Stiftung und Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, gibt es zunehmend viele kleinere Stiftungen.

Immer mehr Menschen entscheiden sich, ihr Vermögen in eine eigene Stiftung zu geben. „Stiftungen machen unsere Stadt lebenswerter. Hinter jeder Stiftung stehen Menschen, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzen. Sie unterstützen hilfsbedürftige Menschen, fördern ambitionierte Projekte oder schieben gesellschaftliche Entwicklung an,“ sagt Justizsenatorin Jana Schiedek.

In Hamburg erfolgt die rechtliche Anerkennung der Stiftungen zentral in der Behörde für Justiz und Gleichstellung. Das Referat Stiftungsangelegenheiten berät Stifterinnen und Stifter. Das Verfahren zur Anerkennung einer gemeinnützigen Stiftung ist gebührenfrei.

(Redaktion)


 


 

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