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Licht am Ende des Tunnels

Stimmung in der Hamburger Wirtschaft

Nach dem weltweit kräftigen konjunkturellen Einbruch hat sich die Stimmung in der Hamburger Wirtschaft im 2. Quartal 2009 leicht verbessert. „Wir sehen wieder ein schwaches Licht am Ende des Tunnels“, kommentierte Präses Frank Horch die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage unter 1.600 Firmen. Zwar beurteilten die von der Handelskammer befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage etwas schlechter als im Vorquartal, doch die Bewertung der zukünftigen Entwicklung falle weniger düster aus als noch vor drei Monaten. Die Investitions- und Personalplanungen der Hamburger Unternehmen seien allerdings weiterhin ausgesprochen restriktiv.

Der Geschäftsklimaindikator, ein Mittelwert aus den Beurteilungen der aktuellen Lage und der zukünftigen Entwicklung, ist im 2. Quartal gegenüber der letzten Umfrage von 72,3 auf 78,6 Testpunkte angestiegen. Dies ist im wesentlichem darauf zurückzuführen, dass die Unternehmen wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft schauen: Das Übergewicht negativer Antworten ist von -35,6 im letzten Quartal auf jetzt -21,3 Punkte zurückgegangen. In der Vorleistungsgüterbranche dominieren bereits die positiven Einschätzungen. Ähnliches gilt für die Exporterwartungen der Hamburger Wirtschaft und hier insbesondere für das verarbeitende Gewerbe. 22,7 v.H. der Industrieunternehmen rechnen mit einer Zunahme. Bei den Exporteuren von Dienstleistungen überwiegen jedoch weiterhin die negativen Stimmen.

Mit der gegenwärtigen Geschäftslage sind die befragten Firmen insgesamt noch etwas unzufriedener als vor drei Monaten. 16,5 v.H. Unternehmen bezeichnen ihre derzeitige Situation als „gut“, 37,9 v.H. dagegen als „schlecht“. Damit hat sich der Saldo gegenüber April von -18,7 auf -21,4 verschlechtert. Unterdurchschnittlich ist die aktuelle Lage besonders bei Vorleistungs- und Investitionsgüterherstellern, im Baugewerbe und bei der Verkehrswirtschaft. Ungeachtet der Weltwirtschaftskrise hält aber immerhin fast die Hälfte der Firmen (45,6 v.H.) die eigene geschäftliche Situation aktuell für „befriedigend“ bzw. „saisonüblich“. Positive Einschätzungen kommen vom Einzelhandel (ohne Kfz) und aus der Gastronomie. 

Globale Nachfragerückgänge und Überkapazitäten in bestimmten Branchen haben auch die Investitionsbereitschaft verringert. Mehr als jedes dritte Unternehmen (36,7 v.H.) will die entsprechenden Ausgaben zurückfahren. Hingegen gehen 11,6 v.H. davon aus, dass die eigenen Investitionen im weiteren Verlauf des Jahres steigen werden (aktueller Saldo: -25,1; 1. Quartal: -23,6). Ähnlich zurückhaltend sind die Personalplanungen im 2. Quartal. Fast zwei Drittel der befragten Firmen (63,1 v.H.) erwarten zwar, dass die Zahl ihrer Beschäftigten in etwa gleich bleibt. Doch nur 7,4 v.H. wollen zusätzliche Beschäftigte einstellen, während 29,4 v.H. von einer Verringerung des Personalbestandes ausgehen (aktueller Saldo: -22,0; vorheriges Quartal: -24,8). 

HANDELSKAMMER HAMBURG

(Redaktion)


 


 

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