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Straßenbau

Preisgekrönt: Baustellen-Software aus Hamburger Landesbetrieb

„Roads“ heißt eine neue Software, die Experten künftig bei der Koordinierung der Baumaßnahmen im Hamburger Straßennetz unterstützen soll. Das Tool wurde jetzt mit dem Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr auszeichnet.

Baustellen sind unvermeidlich, für Autofahrer trotzdem ärgerlich und für die Arbeiter im Straßenbau nicht ungefährlich. Allein im Hamburger Straßennetz gibt es nach Informationen des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Verkehr (LSBG) pro Jahr bis 30.000 Baustellen. Um diese besser planen und koordinieren zu können, haben Mitarbeiter des LSBG das Softwaretool Roads (Roadwork Administration and Decision System) entwickelt.

Als Vorreiter im Bereich der digitalen Baustellenkoordinierung gewann Roads den Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr in der Kategorie „Innovation“, den der LSBG-Geschäftsführer Dr. Stefan Klotz am 22. September 2017 in der Bauhausstadt Dessau entgegennahm. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Bundesvereinigung für Straßenbau- und Verkehrsingenieure e.V. (BSVI) ausgelobt. Neben der Kategorie „Innovation“ wurden auch Preise in den Kategorien „Baukunst“ sowie „Verkehr im Dialog“ verliehen.

Koordinierung von Baustellen früher möglich

„Mit Roads planen wir viele mittel- bis langfristige Baumaßnahmen und haben den genauen Überblick über mögliche Auswirkungen auf den Straßenverkehr“, so Klotz in einer Presseinformation. Das Tool helfe dabei, die Behinderungen für den Verkehrsfluss so gering wie möglich zu halten.

Roads ermögliche die Koordinierung von Baumaßnahmen zu einem früheren Zeitpunkt als bislang, heißt es auf der LSBG-Webseite. „Durch eine farbliche Darstellung der zeitlichen Dimension der Baumaßnahmen in der Karte sehen die Verantwortlichen auf einen Blick mögliche Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Baumaßnahmen.“ Die Weiterentwicklung der Software werde den benachbarten Bundesländern ermöglichen, ebenfalls an dieser Koordinierung über Roads teilzunehmen.

Bewerbung um Weltkongressausrichtung 2021

Die Software ist international einmalig und gehört zum Themenfeld der „Intelligent Transport Systems“ (ITS). Hamburg hat am 15. März 2017 in Brüssel die deutsche Bewerbung um die Ausrichtung des Weltkongresses im Jahr 2021 zum Thema „Intelligente Verkehrssysteme und Services“ bei der europäischen ITS-Organisation ERTICO eingereicht. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur beabsichtigt die Stadt laut Mitteilung, den weltweit größten Kongress in diesem Themenfeld in der 1,8-Millionen-Einwohner-Metropole zu veranstalten. Die Entscheidung, ob Hamburg den Kongress im Jahr 2021 ausrichten darf, wird von einem internationalen Entscheidungskomitee im Oktober dieses Jahres in Montreal (Kanada) bekannt gegeben.

(Redaktion / Wirtschaftsbehörde)


 


 

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