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Studie

Frauen ernähren sich gesünder

Mehr als die Hälfte der Männer unter 30 sehen sich beim Thema Ernährung in der Kategorie „Sorglos-Esser“ am besten eingeordnet. Auch die Gruppe der „Fast Food-Fans“ hat eine große Anhängerschaft. Gesunde Kost? Fehlanzeige, bei den Kerlen zumindest. Frauen achten viel mehr darauf, was auf den Tisch kommt.

Für eine repräsentative Studie des Reformhaus wurden 2000 Bundesbürger befragt. Auch ein Drittel aller Frauen ordnet sich den Sorglos-Essern zu. Immerhin jedoch gaben 23 Prozent der weiblichen Befragten an, sich ausgewogen zu ernähren. Bei den Männern waren es lediglich 8 Prozent.

Die vom Nürnberger Meinungsforschungsinstitut GfK durchgeführten Interviews unterstreichen auch, dass Männer die größeren Fast-Food-Fans sind. 23 Prozent zählen sich selbst zu dieser Sorte Genussmensch, bei den Frauen sind es nur halb so viele.

„Veggie“ bei jungen Frauen auf Vormarsch

Rainer Plum, Vorstand des Reformhaus, dem führenden Fachgeschäft für ganzheitliche Gesundheit: „Bei jungen Leuten dominiert heute ein mobiler Lebensstil. Der Alltag beschleunigt sich, Familien essen immer weniger gemeinsam.“ Hektisch eingenommene Mahlzeiten, zu viel des Guten und dann auch noch zu fettig, das kann in letzter Konsequenz sogar gesundheitsgefährdend sein.

Dem gegenüber stehen aber auch vermeintlich gesunde Trends wie „Veggie“ und „Vegan“. Da wird der Fruchtsaft schnell zum Smoothie, gekühlt, in kleinen Fläschchen, und steht für eine alternative ganzheitliche Ernährungsweise, die mehr und mehr Freunde findet.

Gesunde Ernährung auf den Lehrplan

„Wir beraten immer mehr junge Leute zu vegetarischem und veganem Essen. Eltern fragen in unseren Reformhäusern nach, ob es gesundheitlich unbedenklich ist, wenn sich ihre Kinder alternativ ernähren“, so Plum. Immer wieder neue Schlagzeilen über Lebensmittelskandale, insbesondere beim Fleisch, spielen Verfechtern einer fleischlosen Ernährung in die Karten. Acht Prozent der Frauen unter 30 haben Fleisch ganz von ihrer Speisekarte gestrichen. Ein Prozent der jungen Frauen versteht sich als Tier- und Klimaschützer und ernährt sich vegan.

Männer liegen also bei Fast Food vorn, beim Fleischverzicht allerdings machen in der befragten Altersklasse nur drei Prozent mit. Und vegane Männer, die also gänzlich auf tierische Produkte verzichten, waren gar nicht in der Umfrage vertreten. Wie diese Quoten hin zu einer ausgewogenen Ernährung mit Qualität, Nachhaltigkeit und selbstverständlich auch Genuss verbessert werden können, weiß Rainer Plum. „Was zu einer ausgewogenen Ernährung gehört, kann gar nicht früh genug geprägt werden“, so der Reformhaus-Vorstand, der deshalb gesunde Ernährung auf den Lehrplan der Schulen fordert - und das Thema auf diese Weise wieder zum Gespräch in den Familien wird.

(Florian Weis)


 


 

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