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„Hausmüllhochburg Hamburg“

Hamburg produziert laut einer Studie pro Einwohner jährlich 279 Kilogramm Müll. Damit liegt die Hansestadt sowohl beim Vergleich der Bundesländer/Stadtstaaten und als auch der Städte/Landkreise laut dem Preis- und Produktvergleichsportal billiger.de im roten Bereich.

In welchen Städten die Deutschen den meisten Müll produzieren und wo am wenigsten, das schaute sich das Vergleichsportal billiger.de in einer Studie näher an (Stand 1. August 2017). Dazu wurden 200 deutsche Städte sowie alle 16 Bundesländer für das Jahr 2015 unter die Lupe genommen. Über das Jahr 2015 hinaus hätten bundesweit noch keine aktuelleren Zahlen vorgelegen.

Zwei Fragen standen im Mittelpunkt der Studie: Wo sind Deutschlands Müllhochburgen? Wo sind Deutschlands Bürger mit Abfall besonders sparsam und umweltschonend, produzieren also wenig nicht recycelbaren Müll?

Unterschied Haushaltsabfall und Hausmüll

Statistisch gesehen produziere jeder Deutsche, so das Internetportal, jährlich bis zu einer halben Tonne Müll. Genau genommen beträgt dieser Haushaltsabfall durchschnittlich 455 Kilogramm (kg). Knapp die Hälfte davon, rund 188 kg, seien Haus- und Sperrmüll. Die andere Hälfte setze sich laut Studie aus recycelbaren Wertstoffen wie Glas, Papier, Verpackungen und Bioabfall sowie Sondermüll zusammen. „Die schiere Menge zeigt: Mülltrennung lohnt sich der Umwelt zuliebe“, so das Internetportal.

Bremerhaven Spitzenreiter der Hausmüllhochburgen

Beim Vergleich der Städte und Landkreise befindet sich Bremerhaven mit jährlich 347 kg Hausmüll pro Einwohner an der Spitze der Studienkategorie „Hausmüllhochburg“. Mit dem ermittelten Volumen liege Bremerhaven laut Mitteilung rund 76 Prozent über dem Studiendurchschnitt der anderen 199 untersuchten Kommunen.

Auf Platz 2 im Ranking der Hausmüllhochburgen befindet sich Bottrop. Platz 3 belegt der Landkreis Trier-Saarburg. Jeder Einwohner dieser beiden Kommunen produziere laut Studie durchschnittlich 340 kg Restmüll. Hamburg liegt mit 279 kg auf Platz 13.

Im Gegensatz zu den Hausmüllhochburgen schneidet beispielsweise Konstanz als „Hausmüllvermeider-Stadt“ mit durchschnittlich 86 kg Hausmüll besonders vorbildlich ab.

Auch Hamburger produzieren viel Müll

Betrachtet man sowohl die Stadt- als auch die Bundeslandebene, kommt die Studie zum Ergebnis: „Die Stadtstaaten Hamburg (279 kg Müll pro Einwohner) und Berlin (247 kg Müll pro Einwohner) zählen auch im Bundes-Müll-Vergleich der Länder zu den Umweltsündern.“ Denn beide Städte sind bereits im obigen Städte-/Landkreis-Vergleich im roten Bereich zu finden.

Im Bundesländervergleich liegt Hamburg sogar an der Spitze der Hausmüllhochburgen. Im Stadt-/Landkreis-Vergleich ist Hamburg mit 279 kg Hausmüll auf Platz 13 zu finden.

In Summe betrachtet, befinde sich in Baden-Württemberg und Sachsen alles „im grünen Bereich“. Im schwäbisch-badischen Ländle kommt die Untersuchung auf durchschnittlich nur 141 kg Restmüll je Einwohner. Die Sachsen werfen 148 kg Restmüll pro Kopf in die Tonne.

Die Studienmacher fügen zu ihren Rankings einschränkend hinzu, sie seien sich „durchaus bewusst, dass die Müllmengen der Städte u. a. durch die unterschiedlichen Abfallsatzungen und die Abfalllogistik beeinflusst werden. Auch kann es sein, dass Kleinbetriebe ihren Firmenabfall über den privaten Weg des Haus- und Sperrmülls entsorgen. Allgemein ist auch zu beachten, dass in Urlaubs- und Tourismusregionen ein Teil der Müllmenge von den Tagesgästen und Urlaubern stammt.“

(Redaktion / billiger.de)


 


 

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