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Stipendien, BAföG & Co

Studienfinanzierung in Hamburg ist zu bewältigen

Nach einer jetzt veröffentlichten Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach empfinden viele Studierende in Deutschland die finanzielle Belastung während des Studiums als hoch. Über Stipendien-Möglichkeiten werde zudem unzureichend informiert. Hamburg ist bei der Beratung von Studienbewerbern und Studierenden gut aufgestellt. Erster Ansprechpartner ist das Studierendenwerk.

In Hamburg erfolgen die soziale Förderung der Studierenden und deren Beratung von den Hochschulen und der Studierendenschaft. Studierende finden hier Ansprechpartner für ihre persönlichen Fragen zur Studienfinanzierung und ebenso zu Stipendienmöglichkeiten.

Die wichtigste Anlaufstelle dieser Art in Hamburg ist die Beratungsstelle Studienfinanzierung des Studierendenwerks Hamburg. Sie ist zuständig für alle Studierende der staatlichen Hamburger Hochschulen. Neben der Hauptanlaufstelle des Studierendenwerks auf dem Campus der Uni Hamburg finden Studierende über die Internetseiten des Studierendenwerks und der Hochschulen allgemeine Informationen über Stipendienangebote und Links zu externen Vergabestellen für Stipendien.

Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg: „Wir wissen, dass Finanzierungsprobleme zu den zentralen Sorgen der Studierenden zählen und haben daher ein Beratungszentrum aufgebaut, das individuell und kostenlos über alle Finanzierungsmöglichkeiten berät und auch Stipendienkontakte herstellt.“

  • Nach dem Prinzip: „Eins für alles“ gibt es das BeSt – Beratungszentrum Studienfinanzierung des Studierendenwerks Hamburg in der Grindelallee 9. Dort wird zu allen Instrumenten zur Studienfinanzierung beraten: Stipendien, BAföG, Studienkredite, sowie Bildungskredite.

  • Für die (angehenden) Studierenden heißt das: Das Aufsuchen verschiedener Informationszentren für verschiedene Finanzierungsinstrumente entfällt, im BeSt gibt es „alles auf einen Blick“, angepasst an die persönlichen Lebensumstände. Außerdem berät das BeSt aus der Sicht der Studierenden.

  • Ein Beratungsschwerpunkt sind Stipendien. Die Studie belegt eindrucksvoll, dass es bei den Studierenden ein Informationsdefizit gibt. Der Aufbau einer Stipendiendatenbank gehört daher genauso zum Angebot des BeSt wie die regelmäßige Veranstaltung des Tags des Stipendiums, einer Messe, bei der Studierende in Kontakt mit den ausstellenden Stipendiengebern kommen und sich mit Stipendiat/innen austauschen können.

Das Beratungszentrum Studienfinanzierung ist wie folgt zu erreichen:

Grindelallee 9 (Erdgeschoss), 20146 Hamburg
Tel.: 040 41902
E-Mail: [email protected]
Öffnungszeiten: Mo + Mi 9 – 15 Uhr, Di + Do 9 – 17 Uhr, Fr 9 – 13 Uhr.

Auch über die Behörde für Wissenschaft und Forschung, die zwar keine eigene Beratungsdienststelle unterhält, erhalten Studieninteressenten Antworten und Hinweise auf weitere Informationsquellen.

Darüber hinaus stellt die Stadt Mittel für Leistungsstipendien und Examensbeihilfen für ausländische Studierende in Hamburg bereit, die keinen Anspruch auf BAföG-Förderung haben. Ebenso unterstützt die Stadt die Studienstiftung des deutschen Volkes mit Stipendienmitteln zur Förderung von Hochbegabten.

Behörde für Wissenschaft und Forschung

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Kenner
04.07.09 14:14 Uhr
Wow

Dass ein Studentenwerk eine umfassende Beratung anbietet ist ja wohl das Normalste von der Welt! Diese Meldung geht aber am eigentlichen Problem vorbei: und zwar, dass Eltern nicht zahlen und das Studentenwerk als Trägerin der BAföG-Ämter auch nicht. Was nämlich in hübschen Studentenwerk-Broschüren immer als unbürokratisches Vorausleistungsverfahren verkauft wird, bedeutet nämlich im konkreten Fall, dass man u.U. bis zu einem halben Jahr auf Geld vom Amt warten muss, weil Unterlagen der Eltern usw. fehlen und die sehr bürokratisch nochmal an ihrem Wohnort einen Termin bekommen. Wer die Rechtsliteratur studiert, weiß, dass Studienanfänger bis vor einigen Jahren in diesem Fall noch nicht mal das Recht auf Sozialhilfe in Form eines rückzahlbaren Darlehens hatten. Dies wurde geändert, allerdings so schwammig, dass städtische Amtsmitarbeiter im privaten Umfeld unverholen zugeben, dass es immer noch so gehandhabt werde, wie zuvor. Damit sie nicht von Studenten überrant werden. Und wer jetzt mit dem AStA und seinen Darlehen argumentiert, dem sei angemerkt, dass auch die ach so linken Studierendenvertretungen die Studienanfänger abkanzeln, weil sie von denen überrant werden. Das heißt, die Schwächsten, die ohnehin kaum Geld haben, werden noch weiter benachteiligt. Wo das - in diesem Fall leider ohne eigenes Zutun - endet, sehen wir ja in St. Georg und St. Pauli.

Das Hamburger Studentenwerk sollte sich schämen, eine solch verfälschende Pressemitteilung herauszugeben. Die Reemtsma/Allensbach-Studie war sicherlich nicht als Lob gedacht für das bisherige System.

 

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