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  • 27.11.2019, 07:50 Uhr
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  • Hamburg
Studienintegrierte Ausbildung

Verbindung von Ausbildung und Studium wird in Hamburg Realität

An der neuen Beruflichen Hochschule Hamburg können Menschen mit Hochschulzugangsberechtigung künftig zwei Abschlüsse in vier Jahren erlangen: den Ausbildungsabschluss und den Bachelor.

Mit breiter Zustimmung hat die Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg die Errichtung der Beruflichen Hochschule Hamburg beschlossen und damit die Weichen für das innovative Bildungsangebot endgültig gestellt. Zum 1. Januar 2020 soll die Berufliche Hochschule Hamburg (BHH) offiziell gegründet werden. Wer die Schule mit Hochschulzugangsberechtigung absolviert hat, kann ab 2021 an der neuen Hochschule Lehre und Studium miteinander verbinden und zwei Abschlüsse in vier Jahren erlangen: den Ausbildungsabschluss und den Bachelor.

„Der Beschluss der Bürgerschaft ebnet den Weg für ein zukunftsweisendes Bildungsangebot in Hamburg“, sagte Schulsenator Ties Rabe. Die breite Zustimmung zeige, dass die Beruflichen Hochschule Hamburg eine wichtige Ergänzung der Hamburger Hochschullandschaft sei und gebraucht werde. Schulabsolventinnen und Schulabsolventen profitierten von dem neuen Angebot, das berufliche Ausbildung und Bachelorstudium miteinander vereine. Unternehmen hätten die Chance, breit qualifizierte und praktisch geschulte Nachwuchskräfte zu gewinnen, Talente zu fördern und eine langfristige Arbeitsbeziehung zu ihnen aufzubauen. „Mit der nun bevorstehenden Gründung der Hochschule ist ein wichtiges Ziel erreicht, und doch ist dies nur der Anfang: So soll das Angebot von Bildungsgängen künftig erweitert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung von handwerklichen Ausbildungen mit einem betriebswirtschaftlichen Studium“, so der Schulsenator.

Start des Lehrbetriebs im Wintersemester 2021/22

Laut Information der Behörde für Schule und Berufsbildung wird die BHH in Kooperation mit unterschiedlichen Hamburger Unternehmen zum Start des Lehrbetriebs im Wintersemester 2021/22 vier Bildungsgänge anbieten. Drei kaufmännische Ausbildungen werden jeweils mit einem Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre (BWL) verzahnt. Die Ausbildung zur Fachinformatikerin oder zum Fachinformatiker wird mit einem Bachelorstudium der Informatik kombiniert.

Praktische Fertigkeiten, breites Wissen und akademische Kompetenzen kombiniert

Die Bildungsgänge der BHH sollen das Beste aus drei Welten umfassen: anspruchsvolle praktische Fertigkeiten im Lehrbetrieb, breites Wissen über das gesamte Berufsfeld in der Berufsschule sowie akademische Kompetenzen und wissenschaftliche Methoden in der Hochschule. Die Verzahnung der Inhalte reduziere Doppelungen und ermögliche ein Arbeitspensum, das sich an der klassischen Fünf-Tage-Woche orientiert. Im Unterschied zu dualen Studiengängen umfasse das Angebot der BHH zusätzlich zum Bachelor einen qualifizierten Ausbildungsabschluss, heißt es. Eine weitere Besonderheit: Nach eineinhalb Jahren können die Lernenden anhand ihrer Erfahrungen und unterstützt durch ein Coaching, entscheiden, ob sie den Weg zur Doppelqualifizierung fortsetzen oder möglicherweise ausschließlich die betriebliche Ausbildung beenden möchten.

Die BHH ist als staatliche Hochschule beschlossen. Laut Schulbehörde sind die Bildungsgänge weder für die Lernenden noch für die Betriebe mit Studiengebühren verbunden. Die Lernenden sollen von Anfang an eine Ausbildungsvergütung erhalten.

Der Campus der neuen Hochschule soll zentral im Innenstadtbereich am Berliner Tor liegen. Derzeit läuft das Bewerbungsverfahren für das Gründungspräsidium und Unternehmen können sich für eine Kooperation mit der BHH anmelden.

Weitere Informationen: hibb.hamburg.de sowie in Kürze auf der BHH-Website unter bhh.hamburg.de. Ein Erklärfilm bringt das BHH-Konzept auf den Punkt: www.youtube.com/watch?v=yL2x0mFWN0A.

(Redaktion)


 


 

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