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Tag des offenen Denkmals

„Unbequeme Denkmäler?“ – kontroverses Motto, spannende Einblicke

Der ehemalige Flakbunker in Wilhelmsburg, die Kapernaum-Kirche in Hamburg-Horn, die in eine Moschee umgewandelt werden soll, der Zentralviehmarkt oder die Hamburger City Nord sind kein einfaches Erbe und wurden schon viel diskutiert. Zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals vom 6. bis 8. September 2013 öffnen sie ihre Türen ebenso wie mehr als hundert weitere Denkmäler.

Das diesjährige Schwerpunkthema lautet „Unbequeme Denkmäler?“. Es thematisiert grundsätzliche Fragen rund um die Denkmalpflege: Was gilt als erhaltenswert und warum? Was macht ein Denkmal unbequem? Und es verspricht besonders spannende Begegnungen – mit vergessenen und umkämpften Orten, mit Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg oder auch jüngeren Denkmälern, wie den Bauten aus der Nachkriegszeit, deren Ästhetik heute umstritten ist. Über hundert dieser sonst verschlossenen Orte öffnen für kostenlose Besichtigungen in vielen Hamburger Stadtteilen, von Altenwerder bis Winterhude. Besucher haben die Gelegenheit vor Ort mit Denkmalpflegern, Bauherren, Vereinen und privaten Denkmalschützern ins Gespräch zu kommen.

Am Freitag, den 6. September ab 16 Uhr finden Vorträge zum Schwerpunktthema im Haus der Patriotischen Gesellschaft statt. Am Wochenende gibt es zahlreiche Besichtigungsmöglichkeiten. Dazu zählen der unterirdische Luftschutzbunker „Subbühne“ in Eppendorf, ehemalige Zwangsarbeiter-Baracken in Fuhlsbüttel und die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der frühere prunkvolle Wartesaal des Harburger Bahnhof (heute Kunstverein Harburger Bahnhof), die erste Kinderkrippe (Kinderbewahranstalt) in der Neustadt, der etwa 1890 erbaute Gewölbe-Eiskeller Övelgönne und der Schellfischtunnel, Altonas „Lebensader“ in den 1870er- bis 1890er-Jahren, wie auch die bis in die 1970er-Jahre errichteten Bürohäuser der City Nord.

Darüber hinaus stehen Kulturveranstaltungen wie Kinoabende an besonderen Orten mit dem „Flexiblen Flimmern“, Rundgänge mit der Kurzfilm-Gruppe „A Wall is a Screen“ sowie Ausstellungen und Konzerte auf dem Programm. Dabei sind Familien herzlich willkommen: Kinder können Schnitzeljagden mitmachen, Mehl mahlen oder historische Hafengeräte bedienen.

Der Denkmaltag ist eine bundesweite Veranstaltung, die in Hamburg das Denkmalschutzamt und die Stiftung Denkmalpflege Hamburg veranstalten. Denkmalpfleger, Vereine und private Eigentümer können ihre Erfolge präsentieren und die Geschichte ihrer Denkmäler vermitteln. Weitere Informationen und das gesamte Programm: www.denkmalschutzamt.hamburg.de.

(Redaktion)


 


 

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