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Verhandlungen

Tarifeinigung für Sozial- und Erziehungsdienste

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) haben sich in der achten Verhandlungsrunde auf eine bessere Bezahlung und einen Gesundheitsschutztarifvertrag für die kommunalen Sozial- und Erziehungsdienste geeinigt. Von der am Montagmorgen in Frankfurt/Main nach einem fünftägigen Verhandlungsmarathon erzielten Einigung profitieren rund 220.000 Beschäftigte.

"Der Einstieg in die Aufwertung der Sozial - und Erziehungsberufe ist gelungen. Und damit wird deutlich gemacht, was Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen leisten", betonte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Wichtig sei, dass der betriebliche Gesundheitsschutz, dessen Regelungen weit über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen würden, tarifvertraglich verankert wurde.
"Dafür haben die Beschäftigten wochenlang gekämpft und sie haben es geschafft, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern: durch die Einsetzung von betrieblichen Gesundheitskommissionen, Gesundheitszirkel und Gefährdungsanalysen", erklärte Bsirske.

Gleichzeitig sind neue Regelungen zur Bezahlung vereinbart worden. Damit sei eine neue Entgelttabelle für die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes geschaffen worden, durch die sie bessergestellt würden. "Neueingestellte haben ab 1. November 2009 deutlich mehr Geld. Die Benachteiligung der vergangenen Jahre ist damit endlich Geschichte", sagte der ver.di-Chef. Eine neueingestellte Erzieherin erhielt bislang 2.130 Euro brutto, jetzt bekomme sie 2.240 Euro, das heißt 110 Euro mehr. Nach vier Jahren erhalte sie anstelle von 2.240 Euro künftig 2.400 Euro. Eine Erzieherin mit 18 Jahren Berufserfahrung erhalte nun 2.864 Euro, das seien 390 Euro mehr, als sie früher nach 20 Jahren erhalten habe. Ein
Sozialarbeiter im Allgemeinen Sozialen Dienst habe bisher als Berufsanfänger 2.237 Euro verdient, künftig seien es 2.500 Euro.

Am kommenden Freitag erhalten die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste einen halben Tag frei, um über das Tarifergebnis zu diskutieren. Anschließend wird eine Urabstimmung über die Annahme des
Tarifergebnisses durchgeführt. Die Streikdelegiertenversammlung sowie
die Bundestarifkommission haben dem Ergebnis bereits zugestimmt. Die
Erklärungsfrist zur Tarifeinigung endet am 21. August 2009, 24 Uhr.

ver.di

(Redaktion)


 


 

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