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Textileinzelhandel

Otto-Gruppe schließt sich UN-Klimacharta an

Die Otto Group, Deutschlands größter Textileinzelhändler, hat die neu gründete „Fashion Industry Charter for Climate Action“ unterzeichnet. Die Initiative will bis 2030 eine Verringerung der Treibhausgasemissionen um 30 Prozent erreichen.

Die Initiative der Vereinten Nationen wurde am 10. Dezember 2018 offiziell auf der Weltklimakonferenz im polnischen Katowice vorgestellt. Wie die Otto-Gruppe mit gleichem Datum mitteilt, plädiere der internationale Handels- und Dienstleistungskonzern in der Klimacharta unter dem Dach der Vereinten Nationen „für die Intensivierung des Klimaschutzes zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens“.

„Ein einzelnes Unternehmen kann die globalen Herausforderungen der heutigen Zeit nur beschränkt angehen. Deshalb ist die Bündelung aller Kräfte wichtig“, betont Alexander Birken, CEO der Otto Group. „Mit der Unterzeichnung dieser UN-Initiative wollen wir auch unterstreichen, wie wichtig es aus unserer Sicht ist, für einen wirksamen Klimaschutz international zusammenzuarbeiten, auf politischer wie auf wirtschaftlicher Ebene. Wir sind überzeugt, dass drängende Herausforderungen wie der Klimawandel nur in Kollaboration und in branchenweiter Zusammenarbeit zu bewältigen sind.“

„Bekenntnis der Textilbranche“

Die Initiative betone laut Mitteilung „die Dringlichkeit, den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen“. Mit der „Fashion Industry Charter for Climate Action“ bekenne sich die Textilbranche nun offiziell zu ihren Verantwortlichkeiten im Rahmen des Klimawandels.

Wie es weiter heißt, haben sich die Unterzeichner mit der Charta unter anderem das Ziel gesetzt, ihre gesamten Treibhausgasemissionen bis 2030 um 30 Prozent zu reduzieren. Dazu haben sie konkrete Maßnahmen definiert, wie etwa die Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen und den Ausbau erneuerbaren Energien in der Wertschöpfungskette oder die Förderung einer emissionsarmen Verkehrslogistik. „Eine entsprechende Berichterstattung wird von allen Unterzeichnern erwartet.“

Die Otto-Gruppe hat nach eigenen Angaben schon im Jahr 2006 die Klimastrategie mit dem Ziel aufgesetzt, die CO₂-Emissionen an den eigenen Standorten, bei Beschaffungs- und Distributionstransporten sowie im Bereich der Mitarbeitermobilität bis 2020 im Vergleich zum Jahr 2006 zu halbieren. Bis Ende 2017 habe man diese CO₂-Emissionen um 42 Prozent reduziert.

Sensibilisierung von Zulieferbetrieben

Außerdem habe der Konzern im Oktober 2018 unter Federführung des WWF (World Wide Fund For Nature) und gemeinsam mit vier anderen großen namhaften Modemarken rund 30 große Zulieferbetriebe in Vietnam zur Teilnahme an einem „Climate Action Training“ motiviert. Zu den zahlreichen Allianzen des Konzerns gehöre auch die Partnerschaft mit der Nachhaltigkeitsplattform Fashion for Good. Gemeinsames Ziel sei hier „die positive Veränderung der Modebranche durch nachhaltige Innovationen“. Dabei werde der Blick gezielt auf neue Verfahren und Technologien in der textilen Wertschöpfungskette, die eine sozio-ökologisch positive Wirkung haben, gelegt.

(Redaktion)


 


 

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