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Tourismuswirtschaft

Norddeutsche Tourismusbranche entwickelt sich weiter positiv

Das Gastgewerbe und die Reisewirtschaft in Norddeutschland zeigen sich zufrieden mit den Ergebnissen der zurückliegenden Monate und gehen mit einer positiven Grundstimmung ins neue Jahr. Die gute Entwicklung sei auch auf die wachsende Zahl ausländischer Gäste im Norden zurückzuführen.

Zu diesen Ergebnissen kommt der „Konjunkturreport Tourismuswirtschaft“ der IHK Nord (Zusammenschluss Industrie- und Handelskammern in Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) auf Basis der Antworten von 1.134 Branchenvertretern der Tourismusbranche für den Berichtszeitraum von Mai bis Oktober 2015.

Das norddeutsche Gastgewerbe – Beherbergungs- und Gaststättenbetriebe – habe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seinen Aufwärtstrend beim Konjunkturklimaindex fortsetzen können, heißt es.

Derzeit liegt der Wert bei 127,5 Indexpunkten (Hebst 2014: 124,3). Die Reisewirtschaft – Reisebüros, Reiseveranstalter und Omnibusbetriebe – habe im selben Zeitraum den positiven Trend verstärken können, so die IHK Nord. Aktuell liegt die Reisewirtschaft bei einem Wert von 126,9 Punkten (Herbst 2014: 116,6).

Als größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen sehen Gastgewerbe und Reisewirtschaft den zunehmenden Fachkräftemangel (67 bzw. 32 Prozent) an. Als weitere Risiken werden steigende Arbeitskosten und sich verändernde wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen genannt.

Digitale Arbeitswelt

Angesichts der dynamischen Digitalisierung der Arbeitswelt rechnen die Unternehmen vor allem mit wachsenden Anforderungen für ihre Beschäftigten, zum Beispiel mit einem höheren Qualifizierungsbedarf und Koordinierungsaufwand. Allerdings erwarten auch 17 Prozent der gewerblichen Gastgeber und 28 Prozent der Reisewirtschaft eine steigende Arbeitsproduktivität.

Auswirkungen des Mindestlohns

Die Folgen des zum 1. Januar 2015 in Deutschland eingeführten Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde bewerteten die gastgewerblichen Betriebe sehr unterschiedlich. So gab eine knappe Mehrheit (51 Prozent) an, sie hätten „weder positive noch negative Effekte gespürt“. 16 Prozent schreiben dem Mindestlohn einen positiven Einfluss zu. 33 Prozent der Betriebe werteten ihn als negativen Faktor. Insgesamt etwas neutraler beurteilten die reisewirtschaftlichen Unternehmen die Einführung des Mindestlohns: Für 66 Prozent war es weder positiv noch negativ“. 16 Prozent schätzten die Auswirkungen positiv ein und 18 Prozent verzeichneten einen negativen Einfluss.

(Redaktion)


 


 

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