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Überschuldung

Teure Wünsche erfüllen und jung in die Schuldenfalle geraten?

Anlässlich der konsumstarken Vorweihnachtszeit startet in Hamburg die Präventionskampagne #GeldimGriff zur Gefahr der Überschuldung junger Menschen.

Rund 160.000 Hamburgerinnen und Hamburger gelten als überschuldet. Sie können ihren Lebensunterhalt und ihre fälligen Verpflichtungen über einen längeren Zeitraum nur sehr schwer oder gar nicht begleichen. Gerade in der Vorweihnachtszeit – wenn der Wunsch nach einem neuen Smartphone, Computerspiel oder trendigen Klamotten erfüllt werden soll – steigt zudem das Risiko, weiter in die Schuldenspirale abzugleiten.

Mit der Kampagne #GeldimGriff wollen die LAG Schuldnerberatung Hamburg e.V. und die Hamburger Sozialbehörde über Gefahren der Überschuldung aufklären. „Jeder kann mal in eine Notlage geraten, in der das Geld knapp wird. Es gibt aber Wege, eine Überschuldung zu vermeiden. Frühzeitig den Rat von Schuldnerberatern zu suchen, kann Schlimmeres verhindern“, erklärt Senatorin Melanie Leonhard. „Weihnachten ist häufig die Zeit, in der Geschenke großzügig verteilt werden. Nicht selten wird dabei übersehen, dass das eigene Geld nicht reicht. Mit unserer Kampagne wollen wir das Bewusstsein dafür schärfen, nur das Geld auszugeben, was man hat.“

Kampagne widmet sich den Hilfsmöglichkeiten für junge Menschen

Auf Plakaten in den Stadtinformationsanlagen und in sozialen Netzwerken wirbt die Präventionskampagne für die Inanspruchnahme von Beratungsmöglichkeiten. „Was erleichtert jungen Erwachsenen den Schritt, Beratung anzunehmen, um „raus aus den Schulden“ zu kommen, bevor ihnen die Schulden den weiteren Lebensweg versperren? Dieser Frage haben sich 24 Studenten der HTK – Akademie für Gestaltung im Rahmen einer Zwischenprüfung gestellt und Plakatkampagnen zum Thema ‚Schuldenprävention für Jugendliche und Jungerwachsene‘ erstellt. Ich freue mich, dass wir mit einem dieser kreativen Entwürfen auf die Hilfsmöglichkeiten aufmerksam machen können, damit Jugendliche ihr Geld im Griff behalten“, erklärt Henrik Schmidt, Beirat der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V.

Auf der Website www.geld-im-griff.de wird exemplarisch gezeigt, wie schnell einem Schulden über den Kopf wachsen können. Darüber hinaus werden Auswege aus der Überschuldung aufgezeigt.

Schuldnerberatung – wer hinter dem Angebot steht

Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration finanziert sechs Träger, die inklusive der Zweigstellen insgesamt zehn Schuldnerberatungsstellen in Hamburg betreiben. Hierfür stehen jährlich rund 3,8 Millionen Euro zur Verfügung. Die Träger der von der Freien und Hansestadt Hamburg geförderten Schuldnerberatungsstellen sind afg worknet Schuldnerberatung gGmbH, hamburger arbeit (hab), Hamburger Kinder- und Jugendhilfe e.V., Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk sowie die Verbraucherzentrale Hamburg.

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Schuldnerberatung Hamburg e.V. ist ein Zusammenschluss von rund 50 Schuldnerberaterinnen und -beratern, Schuldnerberatungsstellen, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten sowie weiteren Personen, die sich im Bereich der Schuldnerberatung engagieren. Zu ihren Aufgaben zählen neben der Durchführung präventiver Öffentlichkeitsarbeit vor allem die Stärkung, Förderung und Qualifizierung der Schuldnerberatung in Hamburg. Ziel des Vereins ist die Verbesserung der Situation verschuldeter Hamburger Bürgerinnen und Bürger. Mehr Informationen gibt es unter www.soziale-schuldnerberatung-hamburg.de.

(Redaktion)


 


 

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