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Umsatzsteuer

Steuerfalle durch Gesetzesänderung

Durch die Umsetzung von EU-Regelungen ist eine neue Steuerfalle bei der Umsatzsteuer entstanden. Die Überlassung von Firmenfahrzeugen an ausländische Mitarbeiter kann zu ungewollten Konsequenzen bei der Steuerpflicht führen.

Der Gesetzgeber hat mit dem Amtshilferichtlinie Umsetzungsgesetz (AmtshilfeRLUmsG) auch das Umsatzsteuergesetz (UStG) geändert und die Bestimmung des Ortes einer sonstigen Leistung an das Recht der EU angepasst. Diese sonstige Leistung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes betrifft zum Beispiel die langfristige Vermietung eines Beförderungsmittels an Personen, die keine Unternehmer sind.

Bisheriger Rechtsstand
Bislang führte ein Unternehmer die sonstige Leistung an dem Ort aus, an der er sein Unternehmen betreibt (Paragraph 3a Absatz 1 UStG). Damit unterlag der Umsatz in Deutschland der Umsatzsteuer . Stellte der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer ein Firmenfahrzeug zur Verfügung und gestattete die Privatnutzung, wurde der gewährte geldwerte Vorteil bisher in Deutschland der Umsatzsteuer unterworfen.

Neuer Rechtsstand
Mit der Neuregelung des Umsatzsteuergesetzes hat sich Folgendes geändert: Wohnt der Arbeitnehmer, dem der Firmenwagen zur Privatnutzung überlassen wird, im oftmals grenznahen Ausland, dann befindet sich der Leistungsort nun am Wohnsitz des Arbeitnehmers, also im Ausland. (Paragraph 3a Absatz 3 Nr. 2 Satz 3 UStG neue Fassung).

Folgen der Gesetzesänderung
Durch die Umsatzsteuerpflicht im Ausland muss sich das Unternehmen dort registrieren lassen, die lokalen steuerlichen Aufzeichnungspflichten erfüllen und die vorgeschriebenen Steuererklärungen abgeben. Die Gesetzesänderung war bereits zum 1. Januar 2013 geplant. Durch die verzögerte Umsetzung in der Bundesrepublik zum 30. Juni 2013 kann es jedoch zu Unterschieden in der Besteuerung zwischen den EU-Staaten kommen.

Tipp: Im Bedarfsfall sollten Unternehmen also die Zeitpunkte des Inkrafttretens je betroffenem Arbeitnehmer und Land prüfen und die steuerliche Beurteilung mit ihrem Steuerberater besprechen.

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(Redaktion)


 


 

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