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Universität Hamburg

Weiterbildungsstudiengänge für Gehörlose gestartet

An der Uni Hamburg haben die Studienangebote „Taube Gebärdensprachdolmetscher/-innen“ und „Gebärdensprachpädagogik“ begonnen. Die deutschlandweit einmaligen weiterbildenden Studiengänge richten sich speziell an Gehörlose.

Mit insgesamt fast 40 Teilnehmenden aus ganz Deutschland und Österreich starteten am 15. Januar 2016 die weiterbildenden Studiengänge „Taube Gebärdensprachdolmetscher/-innen“ und „Gebärdensprachpädagogik“. Die feierliche Eröffnung fand im Westflügel des Uni-Hauptgebäudes statt. Neben der Vizepräsidentin der Universität Hamburg gaben namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreter der Gehörlosenverbände aus verschiedenen Perspektiven Einblicke in Alltag und Profession der Gehörlosen-Community.

Der  Zielgruppe angepasst wurden alle Vorträge in Gebärdensprache verdolmetscht. Für die etwa 70 zum Großteil gehörlosen Anwesenden gab es zunächst eine Einstimmung auf die Veranstlatung mit Gebärdenpoesie, anschließend begrüßte die Vizepräsidentin der Universität Hamburg, Prof. Dr. Susanne Rupp, die Gäste. Der Leiter der Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) an der Uni Hamburg, Helmut Vogt, stellte im Folgenden die Zusammenarbeit der AWW mit dem Institut für Deutsche Gebärdensprache (IDGS) der Universität Hamburg vor, die gemeinsam die beiden Weiterbildungsangebote entwickelt hatten.

Die Weiterbildung „Gebärdensprachpädagogik“ ist ein ganz neu konzipierter Studiengang. Hingegen sei das Studienangebot „Taube Gebärdensprachdolmetscher/-innen“ bereits zwei Mal mit sehr großem Erfolg und öffentlichen Interesse durchgeführt worden, heißt es.

Die wissenschaftliche Perspektive beleuchteten Prof. Dr. Christian Rathmann, der die Inhalte der Weiterbildungen vorstellte, und Prof. Dr. Barbara Hänel-Faulhaber, die die Bedeutung der Gebärdensprache für frühkindliche Bildung und Erziehung bei Kindern mit Hörbehinderung erklärte. Vertreter des Deutschen Gehörlosen-Verbunds e.V., des Gehörlosenverbands Hamburg e.V. und des European Forum of Sign Language Interpreters bekräftigten, wie dringend gut ausgebildete gehörlose taube Gebärdensprachdolmetscher und Gebärdensprachpädagogen benötigt werden.

Bis Oktober 2017 absolvieren die Teilnehmenden in aufeinander aufbauenden Bausteinen insgesamt 14 bzw. 15 Module. Bei erfolgreichem Bestehen und der Anfertigung einer Abschlussarbeit besteht für Absolvierende die Möglichkeit, bei der Hessischen Lehrkräfteakademie die staatliche Prüfung zum Dolmetscher bzw. Dozenten in Gebärdensprache abzulegen.

(Redaktion)


 


 

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