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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Hilfe für Frühchen: Erste Muttermilchbank am UKE eröffnet

Das Perinatalzentrum des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) verfügt jetzt über eine Muttermilchbank. Gespendete Muttermilch kommt Frühgeborenen und Hochrisikobabys am UKE zugute, die nicht ausreichend von ihren eigenen Müttern versorgt werden können.

Die Muttermilchbank am UKE, die Mitte Mai 2017 eröffnet wurde, richtet sich vor allem an Frühgeborene in den ersten Lebenstagen. In dieser Zeit sind Frühgeborene besonders anfällig für Infektionen. Schon 100 Milliliter Muttermilch am Tag reichten aus, um ein besonders kleines Frühgeborenes zu ernähren und sein Infektionsrisiko deutlich zu senken, teilt das UKE mit.

„Muttermilch ist die ideale Ernährung für Neugeborene, ganz besonders für die kleinsten und schwächsten. Wegen der ihr eigenen immunologischen Faktoren und dank ihrer Unterstützung beim Aufbau einer gesunden Darmflora bietet Muttermilch einen wirksamen Schutz vor Infektionen.

Es gibt auch Hinweise darauf, dass sie vor den bei Frühgeborenen häufigen chronischen Lungenveränderungen sowie allergischen Erkrankungen schützt und sich positiv auf die Hirnentwicklung auswirkt“, sagt Prof. Dr. Dominique Singer, Leiter der Sektion Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKE.

Die Muttermilchbank am UKE ist die erste ihrer Art in der Metropolregion Hamburg und eine von insgesamt 18 Muttermilchbanken in Deutschland. Mit den Milchspenden soll Frühgeborenen und Hochrisikobabys im UKE, deren Mütter sie nicht mit ausreichend eigener Milch versorgen können, der Start ins Leben erleichtert werden.

Enger Kreis von Milchspenderinnen

Die Muttermilchbank des UKE erfülle höchste medizinische Sicherheitsstandards sowie die gängigen Richtlinien für das Betreiben von Frauenmilchbanken und orientiere sich an der Arbeitsweise von Blutbanken, so das UKE. „Jede Spenderin und jede Milchportion werden gründlich untersucht. Denn Milch können ausschließlich gesunde Mütter spenden, deren Kind zudem ebenfalls im Perinatalzentrum des UKE versorgt wird. Die Mütter müssen außerdem über genügend Milch verfügen, um außer ihrem eigenen Kind noch ein anderes Baby oder ein Zwillingspaar zu ernähren.“

Finanzierung durch Spenden

Die Muttermilchbank des Universitären Perinatalzentrums finanziert sich vor allem über Spenden, da die Ernährung mit Spenderinnenmilch nicht von den Krankenkassen gezahlt wird. Die vorbereitenden Arbeiten für die Muttermilchbank wurden durch eine Anschubfinanzierung des Vereins „Hamburg macht Kinder gesund“ und eine Spende der Elterninitiative „Frühstart“ ermöglicht. Weitere Information zu den Spendenmöglichkeiten (Verwendungszweck „Muttermilchspende“).

(Redaktion)


 


 

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