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Senator Ian K. Karan

„Familienfreundliche Arbeitsbedingungen helfen Unternehmen und Beschäftigten“

Zahlreiche Vertreter kleiner und mittelständischer Unternehmen informierten sich heute auf einer Fachmesse in der Handwerkskammer über Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familien und Beruf.

 Unter dem Motto „Beruf und Familie: Basis für unseren Erfolg!“ zeigten mehr als zwanzig Aussteller, wie auch kleinere Betriebe ihren Beschäftigten Zeit für Kinderbetreuung und die Pflege kranker oder älterer Familienangehöriger ermöglichen können. „Familienfreundliche Arbeitsbedingungen nützen nicht nur den Beschäftigten, sie helfen auch den Unternehmen“, erklärte der Wirtschaftssenator Ian K. Karan zur Eröffnung. „Daher wird Familienfreundlichkeit zu einem wichtigen Erfolgsfaktor und ein Zukunftsthema für die gesamte Hamburger Wirtschaft.“ Von den 66.000 Haushalten Alleinerziehender in Hamburg seien derzeit 56 Prozent berufstätig, davon 47 Prozent in Vollzeit. Zudem würden rund 29.600 pflegebedürftige Hamburger in häuslicher Pflege betreut.

Die verschiedenen Anbieter und Initiativen zeigten auf der Messe, wie es beispielsweise Betriebe ihren Beschäftigten ermöglichen, sich ganz kurzfristig und flexibel um Kinderbetreuung oder pflegebedürftige Angehörige zu kümmern, wie Berufsausbildungen in Teilzeit durchgeführt werden können, oder wie Frauen nach der Elternzeit einen reibungslosen Übergang in den Beruf erreichen. Initiiert wurde die Messe von dem Projekt Worklife – Koordinierungsstelle Familie und Beruf, das mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Hansestadt Hamburg gefördert wird, sowie der Handwerkskammer Hamburg. Denn gerade für kleine Handwerksbetriebe ist es von großer Bedeutung, bei familiären Problemen ihrer Mitarbeiter flexibel reagieren zu können.

 Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer betonte:

„Familienfreundlichkeit ist kein Entgegenkommen des Arbeitgebers, sondern ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil auf dem Markt für Fach- und Führungskräfte.“ Dies werde angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels immer wichtiger. Hans-Martin Rump, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Hamburg, rief dazu auf, das breite Ausstellungsangebot zu nutzen, um sich über die zahlreichen Möglichkeiten zu informieren, die eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Hamburg möglich machen. Schließlich gelte es gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die allen Familienmitgliedern eine erfolgreiche Berufstätigkeit ermöglichen.

Hansjörg Lüttke, Vorstand der KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V. und Initiator von Worklife, wies darauf hin, dass in den vergangenen Jahren immer mehr kleinere und mittelständische Unternehmen erkannt hätten, wie wichtig es sei, Familie und Beruf in Einklang zu bringen: „Seit Projektstart im Jahre 2008 haben sich daher mehr als 200 Unternehmen bereits unserem Netzwerk angeschlossen.“

(Behörde für Wirtschaft und Arbeit)


 


 

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