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Unternehmenskultur

Eine neue Kultur für mittelständische Unternehmen

Das Geschäftsmodell Deutschland basiert auf dem Mittelstand. Damit das so bleibt, geht der Geschäftsführer des mittelständischen Weltmarktführers Grimme (Erntemaschinen) auf Tour. Er zeigt, wie sich mittelständische Unternehmen für die „Generation Y“ bereit machen. Wie sie ihre Kultur verändern müssen, um sich auch in Zukunft treu bleiben zu können.

Deutsche Unternehmen stehen an einem Wendepunkt. Der Wachstumsmotor heißt nicht mehr Produktion und Landwirtschaft, sondern Dienstleistung in der Informationstechnologie. Zudem vollzieht sich ein Generationenwechsel. Die „Generation Y“, die nach 1980 geborenen, übernehmen die Führungspositionen mittelständischer Unternehmen und stehen vor der Aufgabe, auch einen Paradigmenwechsel in der Unternehmenskultur vorzubereiten. Die althergebrachten, hierarchischen Strukturen haben ausgedient. Das Erfolgsmodell der Zukunft ist das „All-win-Unternehmen“. Der das sagt, ist Geschäftsführer des mittelständischen Weltmarktführers Grimme.

All together now

In seinem Buch „Das Management der Marktführer von morgen“ skizziert Klemens Kalverkamp seine Vision eines neuen unternehmerischen Selbstverständnisses. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt, der CEO und seine Führungscrew, aber natürlich auch die Programmierer, Verkäufer und Telefonisten, die Teilzeitkräfte, Parkplatzwächter und Hausmeister. Sie alle sollen von einem grundlegenden Wandel profitieren, der bis in die kleinsten Handlungseinheiten greift. Konkurrenz, Egoismus und Konfrontation werden abgelöst durch Kooperation und Offenheit. Weil es – davon ist Kalverkamp überzeugt – der menschlichen Natur entspricht, miteinander statt gegeneinander zu kämpfen.

Yes we can

Hört sich wie eine schöne Utopie an. Der Autor lässt aber keinen Zweifel daran, dass sich diese Vision viel schneller und mitunter auch einfacher umsetzen lässt als gedacht. Anhand von acht Erfolgsprinzipien schildert er detailliert, wie auch Sie als Führungskraft zu einer fruchtbaren Kommunikationsstruktur kommen („Gemeinsamkeit, Lachen, Vertrauen, Ehrlichkeit, Offenheit – alles wurde in unserer Firma immer selbstverständlicher“). Wie sich Ängste und Schuldzuweisungen abbauen („panisches, unüberlegtes Verhalten“), dafür Verantwortungsbereitschaft und Optimismus steigern lassen („maximal kreativ und engagiert“).

Das anvisierte Ergebnis: mehr Identifikation mit dem Unternehmen, mehr Lösungskompetenz und in der Summe ein Team, das alles dafür tut, um die Wettbewerbssituation zu verbessern und die Firma nach vorne zu bringen. Klingt so, als wäre es einen Versuch wert.

Roter Reiter-Fazit: „Das Management der Marktführer von morgen“ ist ein frisches, missionarisches Buch für Unternehmen, die sich nicht vor Veränderungen fürchten. Wer als Manager auch nur einen Teil der Ideen umsetzt, wird das Betriebsklima in seinem Laden nachhaltig verbessern.

Das Buch
Klemens Kalverkamp: „Das Management der Marktführer von morgen“, Wiley 2013, ISBN 3527506454

(Oliver Ibelshäuser / www.roter-reiter.de)


 


 

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1 Kommentar

von gb
16.04.13 11:14 Uhr
Die Frage ist für mich ...

... wieso dieser Ansatz "nur" für die Generation Y so wichtig sein soll.

Es stimmt wir (die Vorgängergenerationen) sind in anderen Strukturen "groß geworden" - wir haben uns die Freiheiten nicht genommen und nicht nehmen können. Die Bereitschaft in der Gesellschaft und in Unternehmen, das Verständnis der Notwendigeit einer Weiterentwicklung waren nicht nicht da... und irgendwie ging ja alles auch.

Aber jetzt stehen wir an einem Scheideweg. Die Dynamik wächst immer intensiver, Geschäft wird immer schneller, Globalisierung ist auf einmal für jeden relevant UND "Mitdenken auf allen Ebenen" ist für den Geschäftserfolg immer wichtiger.
Um die (noch ausreichend gute) wirtschaftliche Lage in Deutschland nachhaltig und langfristig zu sicher, müssen wir alle lernen uns stärker einzubringen und (aus Sicht der "Leader") Strukturen schaffen die Resilienz aufweisen und die Stärke haben sich im Wettbewerb zu behaupten. Dies erfordert ein Umdenken weg vom "Top-down "ich weiss was richtig ist" hin zu einem "wir interagieren zur Erreichung des gemeinsamen Ziels".
In den weiterentwickelten Organisationsformen ist - sind diese erst einmal richtig aufgesetzt - JEDER wichtig weil JEDER seinen aktiven Beitrag bringen kann, sieht und damit die Geschicke des Unternehmens wesentlich mit beeinflußt.
Also: Deutschland - weiter so, die Richtung stimmt! nur sollten langsam mal alle mitmachen.

Viele Grüße
Guido Bosbach

 

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