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Urteil

Bargeldintensive Kleinunternehmer müssen Kassenbuch führen

Kleinunternehmer, die ihren Gewinn durch eine Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln, müssen ein Kassenbuch führen. Das hat das Finanzgericht Saarland (Az.: 1 K 1124/10) in einem aktuellen Urteil entschieden.


Im dem vorliegenden Fall hatte eine selbstständige Kosmetikerin ihre Tageseinnahmen jeweils als Summenzahlen notiert, allerdings keine Belege wie zum Beispiel Kassenbons beigefügt. Im Rahmen einer Betriebsprüfung konnte die Kosmetikerin weder handschriftliche Einnahmeaufzeichnungen noch Ausgangsrechnungen vorlegen. Zusätzlich konnte sie weder eine Kundenkartei noch aktuelle Preislisten vorlegen. Aus diesem Grund nahmen die Prüfer erhebliche Zuschätzungen zu den Betriebseinnahmen vor.

Dagegen klagte die Kosmetikerin und war am Ende erfolglos. Die Richter argumentierten, dass die Betriebseinnahmen und -ausgaben durch Belege nachgewiesen werden. In der Urteilsbegründung sagten die Richter, dass in den Fällen, in denen Steuerpflichtigen eine Einzelaufzeichnungspflicht nicht zugemutet werden kann, die Einnahmeermittlung nachvollziehbar dokumentiert und überprüfbar sein muss.

(Steffen Ehlert)


 


 

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