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Verbraucherinformation / Rückruf

Biozid-verseuchte Eier: möglicherweise auch Hamburger Verbraucher betroffen

Der Eier-Skandal weitet sich auf den Norden aus. Mit Biozid belastete Eier aus den Niederlanden können auch nach Hamburg gelangt sein. Die Lebensmittelunternehmen sind informiert und die Rücknahme aus dem Handel läuft.

Medienberichten zufolge sind in den vergangenen Tagen bereits in Nordrhein-Westfalen und weiteren Bundesländern Hunderttausende Eier aus Legehennen-Beständen in den Niederlanden in den Handel gekommen, die mit dem Biozid Fipronil belastet sind. Nach aktuellen Erkenntnissen können belasteten Eier aus diesen Beständen über Zentrallager im Umland der Hansestadt auch in Hamburg in den Handel gelangt sein. Das gab die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz am 3. August 2017 bekannt.

Vorsicht beim Eier-Verzehr

Die betroffenen Lebensmittelunternehmen seien über die notwendige Rücknahme der Eier aus dem Handel informiert worden. Die für den Vollzug zuständigen Bezirksämter überwachten die von den Lebensmittelunternehmen ergriffenen Maßnahmen, wie etwa betroffene Ware aus den Regalen zu nehmen oder Verbraucherinnen und Verbraucher vor Ort zu informieren, heißt es in der Mitteilung. Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz rät dazu, diese Eier nicht zu verzehren, sondern über den Restmüll zu entsorgen oder zum Händler bzw. Supermarkt oder Discounter zurückzubringen.

Es handelt sich um Eier mit diversen Stempelnummern. Die zurzeit bekannten Stempelnummern betroffender Eier:

0-NL-4310001 – 1-NL-4167902 – 1-NL-4385701 – 1-NL-4339301 – 1-NL-4339912 – 2-NL-4385702 – 1-NL-4331901 – 2-NL-4332601 – 2-NL-4332602 – 1-NL-4359801 – 2-NL-4212103 – 2-NL-4167901 – 0-NL-4392501.

Die bekannten Stempelnummern lassen sich tagesaktuell auf der Internetseite www.lebensmittelwarnung.de einsehen. Bereits gekaufte Eier können in den Lebensmittelmärkten zurückgegeben werden. Bei Kleinkindern ist vorsorglich auf jeden Fall von einem Verzehr von belasteten Eiern abzusehen. Weitere Informationen stehen auf der Seite des Bundesinstituts für Risikobewertung unter www.bfr.bund.de frei zugänglich zur Verfügung.

FIPRONIL
Fipronil ist ein Phenylpyrazol und wird vielfach als Pflanzenschutzmittel und Biozid genutzt. In der Tiermedizin wird es als Mittel gegen Flöhe und Zecken bei Hunden und Katzen eingesetzt. Die Anwendung bei lebensmittelliefernden Tieren ist nicht erlaubt. Da der Stoff Fipronil nicht in Bereichen der Erzeugung von Lebensmitteln eingesetzt werden darf, müssen alle damit belasteten Erzeugnisse, unabhängig von der Höhe der Belastung, aus dem Verkehr genommen werden.

Weitere Informationen sind auch unter www.hamburg.de/lebensmittel/ abrufbar.

(Redaktion)


 


 

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