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Marktkommentar Aktien

Aktienmärkte im Rückwärtsgang – Euro gibt weiter nach

Die US-Börsen verbuchten gestern Kursverluste. Der Abschlag beim Dow betrug 1,27 %, während der S&P 500 1,18 % verlor. Gleich mehrere Belastungsfaktoren waren auszumachen. Zunächst ist die weitere Stärke des US-Dollar zu nennen. Darüber hinaus lieferte die Citigroup negative Nachrichten. Die Kapitalerhöhung verlief so schlecht, dass die Bank die Aktien lediglich zu einem Preis von 3,15 $ an den Mann brachte, was einem Abschlag von 20 % entsprach. Dieser Preis hätte der US-Regierung einen Verlust eingebracht, entsprechend stoppte man den geplanten Verkauf der sich im Staatsbesitz befindlichen Aktien.

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Dieser Verkauf sollte ein Volumen von bis zu 5 Mrd. Dollar haben. Im Sog gaben auch weitere Bankaktien nach, der Sektor Financials verlor 1,8 %. Enttäuscht zeigte man sich auch über FedEx. Der Konzern hatte mit seiner Gewinnprognose für das vierte Quartal die Markterwartungen verfehlt. An der NYSE wurden 1,61 Mrd. Aktien umgesetzt, 843 Werte legten zu während 2.203 nach gaben. Unter charttechnischen Gesichtspunkten mahnt ein zunehmendes Handelsvolumen bei rückläufigen Kursbewegungen immer zur Vorsicht. Heute stehen kaum Datenveröffentlichungen an. Entsprechend wird der dreifache Verfalltermin die Richtung vorgeben. Häufig muss bei diesem Anlass mit Aktienkursverwerfungen gerechnet werden.

Sehr interessant stellt sich das technische Bild des S&P 500 aktuell dar. Am Mittwoch wurde eine dem „gravestone doji“ sehr ähnliche Candle ausgebildet, welcher gestern eine weitere Negativkerze folgte, womit die Negativaussage des doji nochmals untermauert wurde. Da nun auch der trendfolgende DMI beginnt auf „short“ zu drehen, wächst die Gefahr, dass die untere Rangebegrenzung im Bereich von 1.083 Punkten zur Disposition steht. 

Bereits vorbörslich ging es gestern für den Dax nach unten. An dieser Tendenz änderte sich auch im weiteren Verlauf nichts mehr. Entsprechend war auf Xetrabasis ein Abschlag von 1,00 % auf 5.844,44 Punkte zu verbuchen. Einmal mehr fielen die gehandelten Umsätze unterdurchschnittlich aus, so dass sich der Eindruck aufdrängte, dass einige Kursveränderungen eher zufällig zustande kamen. Dennoch sollten die traditionellen Verwerfungen, im Vorfeld eines großen Verfalltermins an der Eurex, nicht vergessen werden. In diesem Zusammenhang interessant war ein Blick auf die bevorzugt gehandelten Optionsserien. Bei den Calls auf den Dezember lag die Hauptumsatztätigkeit beim 5.950er Strike.

Hingegen wurde bei den Puts im 5.800er-Kontrakt am meisten gehandelt. Nach den deutlichen Vortagesgewinnen, verbuchte die Aktie der Commerzbank die größten Kursabschläge. Um 4,26 % ging es nach unten. Daimler gaben ebenfalls nach. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, dass man auch im Jahr 2010 mit der Fortsetzung der Kurzarbeit in der PKW-Sparte rechnet. Hingegen gab Bayer bekannt, dass man bis 2012 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten möchte. Neben dem Verfalltermin wird heute auch der ifo-Geschäftsklima-Index hohe Marktrelevanz haben. Dieser wird voraussichtlich den neunten Anstieg in Folge verzeichnen. Positive Indikationen gehen von den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes aus, die sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor Anstiege verzeichnet haben. Zudem sprechen auch die sentix- und ZEW-Umfrage für eine Verbesserung der Stimmungslage.

Überraschungspotenzial gegenüber der bei 94,5 liegenden Konsensschätzung machen wir nicht aus.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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