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Verkauf von Springer-Titeln

ver.di fordert Funke-Gruppe zu Standorterhalt und Ausbau der Titel auf

Nachdem das Bundeskartellamt in dieser Woche die Übernahme mehrerer Regionalzeitungen sowie weiterer Titel der Axel-Springer SE durch die Funke Mediengruppe (FMG) genehmigte, fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) den Erhalt der betroffenen Standorte sowie einen strategischen Ausbau der übernommenen Medien.

Die Zeitungen in Hamburg und Berlin sowie die Zeitschriftentitel kämen aus einer börsennotierten und auf Renditesteigerung orientierten Aktiengesellschaft , seien erfolgreich und bereits jetzt sehr effizient organisiert. „Die Funke Medien Gruppe sollte die gut organisierten und auf ihren Märkten stark positionierten Publikationen nicht durch Sparpläne beschädigen. Nur mit einem Erhalt im Kern und der erfolgreichen Ausweitung der Titel auf die elektronischen Verbreitungswege sichert sich die FMG den Wert der übernommen Medien“, betonte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

Für die Beschäftigten gehe es nach der Kartellamtsentscheidung nun darum, klare Bekenntnisse der FMG zu erhalten. „Eine Erklärung zum Erhalt der Beschäftigung an den Standorten Hamburg und Berlin sowie zum Fortbestand der Tarifbindung ist ein notwendiges Signal zum Aufbruch unter einer neuen Unternehmensführung", sagte Werneke weiter. Bisher hätten die Unternehmensvertreter von FMG dazu allerdings noch keine Aussagen gemacht, was nicht zur Beruhigung beitrage.

Zuvor hatte das Bundeskartellamt im ersten von vier Einzelkomplexen aus dem Übernahmedeal zwischen der Axel Springer SE und der FMG entschieden, dass die Regionalzeitungen „Berliner Morgenpost“ und „Hamburger Abendblatt“, dazu Anzeigenblätter und die „Bergedorfer Zeitung“ sowie die Frauenzeitschriften „Bild der Frau“ und „Frau heute“ den Eigentümer wechseln können. Die weiteren drei Anträge zum Verkauf der Programmzeitschriften von Axel Springer und die Gründung zweier gemeinsamer Unternehmen für Vertrieb und Marketing wird das Bundeskartellamt noch weiter prüfen und vermutlich erst im kommenden Frühjahr dazu Entscheidungen mitteilen.

(Redaktion)


 


 

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