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Albtraum Parkhaus

Das Verlierer Parkhaus steht in Hamburg

Um die Verbraucherfreundlichkeit vieler Parkhäuser in Deutschland steht es nicht zum Besten. Bei einem ADAC-Test von 50 Bauwerken in zehn Städten fiel knapp ein Viertel der Kandidaten mit „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“ durch.

Mittelmaß präsentierten 21 Parkhäuser und bekamen dafür die Note „ausreichend“. Mit „gut“ schnitten 13 ab, die Bewertung „sehr gut“ gab es lediglich vier Mal. Auf dem Prüfstand waren Parkanlagen in Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Untersucht wurden neben der Befahrbarkeit die Benutzerfreundlichkeit, die Sicherheit und die Parktarife.

Das Sieger Parkhaus steht in München

Das Sieger-Parkhaus Oberanger in München überzeugte in nahezu jeder Hinsicht. Es ist großzügig und übersichtlich angelegt, die Fußgängerwege sind deutlich gekennzeichnet. Einmalig im Test sind extra Parkplätze für Senioren. Aber auch Sicherheit wird großgeschrieben. Dies zeigt sich zum Beispiel in der Video-Überwachung sensibler Bereiche, in der durchgehend hellen Beleuchtung oder in verglasten Aufzugtüren. Ein Wermutstropfen: Man kann nur in vollen Stunden zahlen, der Altmarkt in Dresden etwa bietet einen faireren 25-Minuten-Takt.

Das Verlierer Parkhaus steht in Hamburg

Schnell das Auto rein und dann nichts wie raus – dies war der Eindruck der ADAC-Experten beim Testverlierer City-Hof am Hamburger Klosterwall. Dunkel, verwinkelt und ungepflegt zeigte sich die Anlage, mit zu schmalen Fahrbahnen und zu engen Parkplätzen. Weil die Rampen eine Neigung von 19 Prozent aufwiesen, gab es in der Kategorie „Befahrbarkeit“ sogar null Punkte.

Befahrbarkeit verbessern

Häufigster Mangel im Test ist die zu geringe Breite der Parkplätze. Mindestens 2,50 Meter sollen es sein – mehr als zwei Drittel der Testkandidaten liegen jedoch unter der geforderten Breite. Doch auch schmale und steile Rampen, enge Kurven, schlechte Wegweisung und mangelnde Barrierefreiheit machen Autofahrern das Leben schwer. Und die Hälfte der Frauen-Plätze im Test war nicht überwacht.

Der ADAC fordert neben einer angemessenen Stellplatzbreite auch eine Mindesthöhe von 2,10 Meter, eine helle Ausleuchtung und klare Leitsysteme für Autofahrer sowie Fußgänger. Frauenparkplätze müssen videoüberwacht und wie Behindertenplätze in der Nähe des Ausgangs platziert werden. Die Tarife sollten verbraucherfreundlich in möglichst kurzen Zeiteinheiten getaktet sein.

(ADAC)


 


 

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