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Otto Group will bis 2030 Klimaneutralität erreichen

Die Hamburger Otto Group will den Klimaschutz im Konzern auf „ein neues Level” heben und bis 2030 klimaneutral werden. Dieses Ziel will das Unternehmen vor allem durch Vermeidung bzw. Verringerung von CO2-Emissionen erreichen.

Der Handels- und Dienstleistungskonzern Otto hat sich zu Klimaneutralität bis 2030 verpflichtet. Dieses Ziel habe der Vorstand für die Standorte, Transporte, Mitarbeitermobilität und die externen Rechenzentren und Cloud-Dienstleistungen ausgegeben, teilte Otto am 18. Februar 2020 in Hamburg mit. Gängige CO2-Kompensation betrachte die Otto Group „als notwendiges, aber letztes Mittel der Wahl bei der Zielerreichung”.

Neuer Meilenstein der Klimaschutzstrategie anvisiert

Die Otto Group hebe demnach ihren „jahrzehntelangen, systematischen Einsatz für den Klimaschutz auf ein neues Level”, nachdem das Unternehmen sein Klimaschutzziel, 50 Prozent der CO2-Emissionen des Jahres 2006 bis zum Jahr 2020 einzusparen, nach eigenen Angaben erreichen werde.

CO2-Einsparung statt Kompensation

Im Gegensatz zu Unternehmen, die bei der Erreichung von Klimaneutralität in erster Linie auf Kompensation, also den zum Teil sehr günstigen Erwerb von Zertifikaten setzen, verstehe die Otto Group unter Klimaneutralität weiterhin zunächst das Einsparen und Reduzieren von CO2-Emissionen. „Wir handeln konsequent nach dem Prinzip ‚Vermeiden, Reduzieren, Kompensieren‘ und sehen CO2-Kompensation aus Klimaschutz- und Kostensicht dabei immer als das letzte Mittel beim Erreichen unserer Nachhaltigkeitsziele“, betont Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group.

Um unter anderem das Ziel Klimaneutralität zu erreichen, bringt der Konzern ab 2021 eine neue Corporate-Responsibility(CR)-Strategie auf den Weg, die konkrete Maßnahmen zur weiteren Reduzierung von CO2-Emissionen enthält.

An den eigenen Standorten intensiviert die Otto Group ihre CO2-Einsparmaßnahmen nach eigenen Angaben durch den weiteren Ausbau erneuerbarer Energieanlagen wie beispielsweise Photovoltaik und Solar oder die Erhöhung der Energieeffizienz mit Blockheizkraftwerken, neuer Beleuchtung und Klimatechnik. Zudem werde der Konzern an allen nationalen wie internationalen Standorten, wo Ökostrom verfügbar ist, diesen zu 100 Prozent einsetzen. Bereits jetzt macht hochwertig zertifizierter Ökostrom 40 Prozent der Gesamtstrommenge an den Standorten aus.

Bei den Transporten will die Otto Group die Luftfracht weiter zurückfahren und setzt auf der „letzten Meile“ verstärkt auf den Einsatz von Elektromobilität. Die Konzerntochter Hermes werde die Sendungen inklusive der Retouren in den Innenstadtbereichen der 80 größten Städte bis zum Jahr 2025 emissionsfrei zuzustellen. Intelligente Transport- und Tourensoftware soll die Logistik und die Zustellprozesse effizienter machen.

Auch Belegschaft und Dienstleister sind gefragt

Auch die Mitarbeiter sollen im Sinne der neuen CR-Strategie ihren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten, etwa durch verstärkte Nutzung der Bahn anstatt des Flugzeugs bei Dienstreisen. Ein weiteres Beispiel ist die aus der Motivation der Beschäftigten heraus entstandene „Good Community“ genannt. Diese Initiative bündelt Nachhaltigkeitsideen aus der Belegschaft und setzt sie um. Die Ideen reichen von eigens entwickelten Apps zum Einsparen von Lebensmitteln, über Mitfahrgelegenheiten bis hin zum gemeinsamen Organisieren von Nachhaltigkeitsveranstaltungen.

Im Rahmen der CR-Strategie will die Otto Group auch verstärkt auf ausgelagerte externe IT-Dienstleister, Cloudanbieter und Rechenzentren einwirken. Der Konzern werde auf Dienstleister Einfluss nehmen, indem er bei Ausschreibungen beispielsweise auf eine hohe Energieeffizienz oder den Einsatz von Ökostrom im Betrieb der externen Rechenzentren achtet.

(Redaktion)


 


 

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