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  • 17.02.2020, 07:07 Uhr
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  • Hamburg
Versicherungen

Jüngere Mitarbeiter: Finanzberatung am liebsten persönlich

Geht es um Finanzthemen, bevorzugen gerade jüngere Arbeitnehmer eine persönliche Beratung durch den Arbeitgeber. Apps als Informationsquelle sind deutlich weniger gefragt. Das zeigt eine Studie des Versicherungsmaklers Aon.

Die junge Generation ist bei der Vermittlung finanzieller Themen erstaunlich konservativ. Persönliche Beratung steht auf der Wunschliste von Mitarbeitern ganz oben. Nur jeder Zehnte möchte auf Finanzberatung durch den Arbeitgeber verzichten. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Online-Umfrage des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon. Befragt wurden im Sommer 2019 rund 2.000 Arbeitnehmer in Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren.

Persönliche Beratung versus App

Der Informationsbedarf zu finanziellen Themen – gerade zu Nebenleistungen wie der Betriebsrente – ist laut Aon-Mitteilung bei den Arbeitnehmern groß. Die Frage ist: Wie erreichen diese Informationen am besten ihre Adressaten? Die Studie macht deutlich, dass der bevorzugte Weg das individuelle Gespräch ist. Nicht nur für die Ü40, sondern auch und gerade für jüngere Arbeitnehmer zwischen 18 und 39 Jahren. In dieser Gruppe würde am liebsten jeder Zweite persönlich vom Arbeitgeber beraten, in der Gruppe der 40- bis 60-Jährigen sind es knapp 40 Prozent. Dagegen bildet eine App zu finanziellen Themen mit 12,6 Prozent das Schlusslicht der Wunschliste.

Laut Aon-Umfrage sähe ein ideales Informationsangebot von Arbeitgebern so aus: persönliche Beratung, begleitet von regelmäßigen Mitteilungen per Brief oder E-Mail, die 39,7 Prozent bevorzugen würden. Dazu Informationen auf der Webseite, 32,9 Prozent sich als Infoquelle vorstellen können und Informationsveranstaltungen, die mit 31,1 Prozent ein knappes Drittel annehmen würden.

Dabei können sich die meisten Arbeitnehmer durchaus vorstellen, bei der begleitenden Information auf Papier zu verzichten – und zwar generationsübergreifend. Hier gibt es mit Zustimmung um die 80 Prozent ein leichtes Plus bei den Jüngeren, in der Gruppe der über 60-Jährigen sind es aber immer noch über 70 Prozent.

Thema Altersvorsorge

Persönliche Beratung schaffe Vertrauen und gebe Mitarbeitern, so Aon-Geschäftsführer Fred Marchlewski in der Presseinformation. Gleichzeitig könnten sich Arbeitgeber im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter damit Vorteile verschaffen. „Gerade in Zeiten, in denen das staatliche Rentensystem unter Druck steht und enorme Unsicherheiten bei Arbeitnehmern erzeugt, können Arbeitgeber diesen durch passende Informationsangebote finanzielle Sorgen nehmen und dadurch ein starkes Signal an ihre Mitarbeiter und nicht zuletzt auch an die Gesellschaft senden.“

(Redaktion)


 


 

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