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  • 24.01.2014, 09:09 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Vorsicht Frost

Tipps zur Vermeidung von Frostschäden in und am Haus

Der Winter ist da. Hoch Benjamin sorgt in ganz Deutschland für frostige Temperaturen, die so manche Wasserleitung einfrieren und platzen lassen. Das Tückische: Die Schäden zeigen sich oft erst dann, wenn es anfängt zu tauen. Doch Frostschäden lassen sich meist mit geringem Aufwand verhindern.

„Grundsätzlich haben Gebäudeeigentümer die Pflicht, im Winter frühzeitig Vorsorgemaßnahmen zu treffen“, erklärt Andreas Vietor, Hauptabteilungsleiter im Bereich Privatkunden der Westfälischen Provinzial Versicherung. Der einfachste Tipp: heizen, heizen, heizen. Die benötigte Wärme ist abhängig von der Lage der Rohre und der Dämmung des Hauses: Altbauten sind meist schlechter gedämmt als Neubauten. Besonders gefährdet sind auch wenig genutzte Räume wie Dachböden und Kellerräume oder Räume mit undichten Fenstern. Außenleitungen sind ebenfalls anfällig für Kälte. Die Wasserzufuhr für den Außenbereich muss vor dem Winter abgeriegelt, die Leitungen müssen entleert werden.

„Sollten trotz Heizmaßnahmen Leitungen einfrieren, müssen vor dem Auftauen als Erstes die Zuleitungen abgesperrt werden“, sagt Vietor. Durch den Frost kann es nämlich bereits Brüche geben, die nach dem Auftauen zu einem Wasserschaden führen. Wenn sich die Zuleitung selbst nicht abstellen lässt, muss das Hauptventil vor dem Wasserzähler geschlossen werden. „Die eingefrorenen Leitungen sollten mit angewärmten Gegenständen aufgetaut werden“, rät Vietor. Zum Beispiel mit Sandpackungen, Wärmflaschen oder Tüchern, die mit warmem Wasser übergossen wurden. Heizgeräte sollten am besten gar nicht verwendet werden. „Die Auftautemperatur darf nicht über Handwärme steigen“, warnt Vietor. „Geräte mit offener Flamme dürfen keinesfalls eingesetzt werden. Ansonsten kann aus dem Frost- schnell ein Brandschaden werden.“

Im Zweifelsfall: Fachmann zu Rate ziehen

Nach dem Auftauen sollte man die Leitungen und Anlagenteile auf ihre Dichtigkeit hin überprüfen. Wenn sie kein Leck haben, bewegt sich beispielsweise die Wasseruhr und der Druck der Heizungsanlage fällt nicht ab. „Im Zweifelsfall ist immer ein Fachmann zu Rate zu ziehen“, erklärt Vietor. Wenn beim Auftauen ein Rohrbruch entdeckt wird, kann der Schaden durch einige Sofortmaßnahmen gemindert werden: Der Haupthahn vor dem Wasserzähler muss – wenn nicht schon geschehen – geschlossen werden, das Wasser abgepumpt und aufgewischt. Die betroffenen Räume anschließend gut belüften und Gegenstände vor weiterer Nässeeinwirkung schützen.

Der Schaden sollte unverzüglich dem Versicherer gemeldet und mit ihm das weitere Vorgehen, insbesondere die Trocknungs- und Sanierungsmaßnahmen, abgestimmt werden. Leitungswasserschäden werden in der Regel von der Wohngebäude- bzw. von der Hausratversicherung übernommen. Zudem sollten der Hauseigentümer sowie Verwalter, Hausmeister und die Nachbarn neben oder unter der betroffenen Wohnung informiert werden.

(Westf. Provinzial Versicherung)


 


 

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