Sie sind hier: Startseite Hamburg Lokale Wirtschaft Unternehmen
Weitere Artikel
Waggonvermietung und Schienenlogistik

VTG AG plant Delisting

Rückzug von der Börse: Die Hamburger VTG Aktiengesellschaft hat beschlossen, den Widerruf der Zulassung der VTG-Aktien zum Handel im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse – ein „Delisting“ – zu beantragen.

Die Warwick Holding GmbH, eine Investmentgesellschaft der US-amerikanischen Großbank Morgan Stanley, ist mit rund 71 Prozent Hauptaktionärin des Hamburger Eisenbahn-Logistik- und Waggonvermietungsunternehmens. Sie werde den Aktionären ein Abfindungsangebot in Höhe von 53,00 Euro je Aktie unterbreiten, gab die VTG Aktiengesellschaft per Mitteillung bekannt. Gleichzeitig habe die Hauptaktionärin ihre Unterstützung für die Bezugsrechtskapitalerhöhung in Höhe von 290 Millionen Euro im zweiten Quartal 2019 zur teilweisen Refinanzierung des Hybridkapitals zugesichert. In diesem Zusammenhang wolle sie ihre Bezugsrechte im Rahmen der Kapitalerhöhung voll auszuüben und die ihr zustehenden Aktien zum festzulegenden Bezugspreis erwerben.

Darüber hinaus werde sie alle nicht bezogenen Aktien aus der Kapitalerhöhung übernehmen. Die Hauptaktionärin hatte zuvor mitgeteilt, eine Bezugsrechtskapitalerhöhung nur im Rahmen eines Delistings unterstützen zu können. Darüber hinaus sei seit dem Vollzug des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots der Warwick Holding GmbH am 19. Dezember 2018 der öffentliche Aktienmarkt als Finanzierungsoption für die VTG weniger sinnvoll. Der Streubesitz habe sich auf weniger als 14 Prozent reduziert und das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der Aktie habe im Vergleich zu den letzten sechs Monaten vor Vollzug des öffentlichen Übernahmeangebots erheblich abgenommen.

Planungssicherheit für den Standort bis 2029

Die Warwick Holding GmbH sichere die Unterstützung des eingeschlagenen Kurses der VTG zu, heißt es in der Mitteilung. So wolle sie im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten darauf hin wirken, „dass der Aufsichtsrat bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2022 weiter mit einem unabhängigen Vorsitzenden und mindestens zwei weiteren unabhängigen Aufsichtsratsmitgliedern besetzt ist“. Ebenfalls wurde vereinbart, dass bis zum Ablauf der Hauptversammlung im Jahr 2022 kein Beherrschungs- und/oder Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen werde. Genauso werde bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2021 kein Rechtsformwechsel der VTG beschlossen.

„Durch die teilweise Refinanzierung des Hybridkapitals über eine Kapitalerhöhung ist die Finanzierungsstruktur der VTG wie ursprünglich geplant dauerhaft solide abgesichert. Die volle Unterstützung unserer Hauptaktionärin erhalten wir nur im Zuge eines Delistings, weshalb dieser Schritt für uns erforderlich ist“, erklärt Dr. Heiko Fischer, Vorsitzender des Vorstands der VTG AG, und ergänzt: „Die Zusicherung der Warwick Holding GmbH, Hamburg als Satzungs- und Verwaltungssitz der VTG bis Juni 2029 zu erhalten, gibt uns darüber hinaus Planungssicherheit für die Zukunft:“

Der Vorstand der VTG hat sich daher entschieden, das Delisting-Erwerbsangebot zu unterstützen und innerhalb der Annahmefrist einen Antrag auf Widerruf der Zulassung der Aktien der VTG AG zum Handel im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zu stellen. Über den Antrag wird die Geschäftsführung der Frankfurter Wertpapierbörse entscheiden. Gemäß der Börsenordnung erwartet der Vorstand, dass der Widerruf drei Börsentage nach der Veröffentlichung der Entscheidung wirksam werden wird.

Nach Wirksamwerden des Widerrufs werden die Aktien der VTG Aktiengesellschaft nicht mehr an einem inländischen regulierten Markt oder einem vergleichbaren Markt im Ausland zum Handel zugelassen sein.

(Redaktion)


 


 

Aktie
VTG
Warwick Holding GmbH
Delisting
Frankfurter Wertpapierbörse
Kapitalerhöhung
US-Großbank Morgan Stanley

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Aktie" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: