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Kräfte der Natur

Wassermelone statt Viagra

In den Sommermonaten hat die Wassermelone Hauptsaison. Wer genügend Wassermelonen isst, kann sich Viagra eigentlich sparen. Dies haben US-Forscher um Dr. Bhimu Patil* von der Texas A&M-Universität herausgefunden. Laut Forschungsergebnis unterstützt der in Schale und Fruchtfleisch enthaltene Wirkstoff Citrullin beim Verzehr größerer Mengen die Erweiterung von Blutgefäßen und erzielt dadurch ähnliche Wirkungen wie das Potenzpräparat Viagra.

Der Wirkungsgrad ist zwar geringer, dennoch stellt der Verzehr von Wassermelonen eine Möglichkeit dar, ohne Nebenwirkungen von Medikamenten die Blutgefäße zu erweitern. Der Citrullingehalt ist in der Melonenschale am höchsten, darum arbeiten die Forscher nun daran, Melonensorten zu züchten, die mehr Citrullin im Fruchtfleisch enthalten.

Gesunder Durstlöscher

Neben dem Wirkstoff Citrullin, welcher nach dem botanischen Namen der Wassermelone (Citrullus vulgaris) benannt ist, beinhaltet der essbare Anteil der Wassermelone verschiedene lebenswichtige Mineralstoffe sowie die Vitamin A und C. Vitamin A regt den Hautstoffwechsel an, Vitamin C hilft zusammen mit dem hohen Wassergehalt die Haut beim Sonnenbaden vor dem Austrocknen zu bewahren und festigt das Bindegewebe – somit ist die Wassermelone sozusagen eine Anti-Cellulite-Frucht. Außerdem ist das wasserlösliche Vitamin wichtig für das Immunsystem, für gute Laune und Konzentrationsfähigkeit. Der niedrige Natriumgehalt wirkt sich auf die Nierenfunktion aus, denn die Früchte wirken entwässernd. Auch bei Gicht und Rheuma ist der harntreibende und blutreinigende Effekt von Vorteil. Wegen ihres hohen Wasser- und niedrigen Zuckergehaltes ist die Wassermelone an heißen Sommertagen ein hervorragender Durstlöscher. Ihr Fruchtfleisch besteht zu 96 Prozent aus Wasser und mit nur 12 Kalorien pro 100 Gramm ist die Wassermelone ein gesunder und schlanker Erfrischungssnack – als Saft gepresst ein leckeres Erfrischungsgetränk.

Variationen in Form und Farbe

Wassermelonen können ein Gewicht bis zu 25 Kilogramm erreichen. Die Farbe der glatten, rundlichen oder ovalen Frucht variiert von hell- bis dunkelgrün und kann marmoriert oder gestreift sein. Die meisten Wassermelonen besitzen rotes Fruchtfleisch, es gibt jedoch auch grüne, orangefarbene, gelbe und weiße Sorten. Das Fruchtfleisch schmeckt schal bis süß. Die Kerne variieren in Farbe, Form und Größe. Diese sind über das gesamte Fruchtfleisch verteilt und können mit verzehrt werden. Sie sind keineswegs schädlich, sondern unterstreichen das Aroma der Frucht. Durch Züchtungen sind aber auch kernlose Varianten der Wassermelone erhältlich. Ihre Verwandte, die Honigmelone, besitzt von Natur aus ein leicht zu entfernendes Kerngehäuse. Im Gegensatz zur Melone, die den Kürbisgewächsen angehört, zählt die Wassermelone zur Gattung der Gurkengewächse. Sie ist daher streng genommen, wie alle Melonen, ein Gemüse und kein Obst.

Qualitätskontrolle beim Melonenkauf

Ihr volles Aroma entfalten Wassermelonen in reifem Zustand, der Zuckergehalt ist dann optimal und das Fleisch hat eine gute Konsistenz mit der entsprechenden Süße, die sich zur Mitte hin konzentriert. Beim Melonenkauf sollte der Verbraucher darauf achten, dass die Frucht einen cremefarbenen bis gelben Auflagefleck besitzt. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Melone beim Wachstum nicht gedreht wurde. Bei dunkelschaligen Melonen darf der Bereich um das Blütenende nicht mehr hellgrün sein. Unreife Früchte sind durch ein Anklopfen mit dem Finger oder der flachen Hand erkennbar, sie klingen metallisch hell. Überreife und mehlige Melonen hingegen klingen hohl. Auch wenn Wassermelonen gekühlt am besten schmecken, sollten Genießer sie nicht bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius aufbewahren, sonst verliert das Fruchtfleisch an Aroma und Farbe. Die Lagerung von ganzen Früchten sollte die Dauer einer Woche nicht überschreiten. Angeschnittene Wassermelonen sind – mit Klarsichtfolie geschützt – einige Tage haltbar. Aus diesem Grund ist es kein Problem, halbe Melonen zu kaufen. Der Reifezustand ist bei angeschnittenen Früchten am besten erkennbar.

Hauptsaison für Importe

Die Wassermelone stammt ursprünglich aus Afrika. Ihre Wildformen sind dort weit verbreitet, denn die Pflanzen sind relativ trockenheitsresistent und wachsen am besten auf fruchtbarem, sandigem Boden in heißen, sonnigen und trockenen Gebieten. Jahrhundertelang war die Wassermelone in vielen Trockengebieten Afrikas eine wichtige Flüssigkeitsquelle für die Menschen. Die Weltproduktion an Wassermelonen betrug 2006 hundert Millionen Tonnen. Zu den wichtigsten Anbauländer gehören China, die Türkei, der Iran, die USA, Brasilien und Spanien. Die Hauptsaison für Importe fällt auf die Monate Juni bis September. Bereits drei Monate nach der Pflanzung werden die Früchte geerntet. Aufgrund verschiedener Reifezeiten in den Anbauländern sind Wassermelonen praktisch im ganzen Jahr verfügbar.

imedo GmbH

(Redaktion)


 


 

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