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Weihnachtsgeschäft

Geschätzte 80 Milliarden Euro werden die Deutschen für Geschenke ausgeben

Noch zwei Monate bis Weihnachten: Bald schon werden die Bundesbürger verstärkt Geschenke für Ihre Lieben kaufen. Die Umsätze im Weihnachtsgeschäft sollen in diesem Jahr auf mehr als 80 Milliarden Euro klettern. So lautet die Einschätzung der Postbank. Gegenüber dem Vorjahr wäre dies ein Plus von etwa 1,5 Prozent.

„Die Kaufbereitschaft der Bundesbürger ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr“, sagt Dr. Marco Bargel, Chef-Investmentstratege der Deutschen Postbank AG. „Höher war sie zuletzt Ende 2006, als die Ankündigung einer Anhebung des Mehrwertsteuersatzes um gleich drei Prozentpunkte die Verbraucher zu vorgezogenen Käufen animiert hatte.“ Der Optimismus bei den Verbrauchern habe ein solides Fundament: Die deutsche Wirtschaft läuft rund, die Zahl der Beschäftigten steigt und die Zuwächse bei den verfügbaren Einkommen liegen über der Inflationsrate.

Auch das extrem niedrige Zinsniveau helfe dem privaten Verbrauch auf die Sprünge. Niedrige Realzinsen dämpften die Sparneigung. Die Sparquote, die 2008 noch bei 11,5 Prozent der verfügbaren Einkommen gelegen hatte, befinde sich seit nunmehr fünf Jahren auf dem Rückzug. Für das gesamte Jahr 2013 rechnet die Postbank nach eigenen Angaben mit einer Sparquote von nur noch 10,0 Prozent. Unterstützt werde die optimistische Konsumerwartung durch die Abwesenheit stärkerer Störfaktoren. So seien die Energiepreise, mit Ausnahme von Strom, seit einiger Zeit recht stabil und die EWU-Staatsschuldenkrise habe ihren Schrecken weitgehend verloren.

Verbraucher und Einzelhändler honorierten dieses positive Umfeld – zumindest den aktuellen Umfragen nach zu urteilen. Der GfK-Konsumklimaindex befinde sich auf dem höchsten Niveau seit 2007. Die Einzelhändler wiederum beurteilten ihre aktuelle Lage zwar nicht als berauschend, ihr Vertrauen in die Geschäftsentwicklung der kommenden sechs Monate sei aber seit der Jahresmitte kräftig gestiegen.

Jahresendspurt im Einzelhandel

Anders als 2012, als der Umsatz im Einzelhandel in den Monaten November und Dezember gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent auf 78,8 Milliarden Euro zurückgegangen war, rechnet die Postbank in diesem Jahr mit einem moderaten Anstieg. Die wichtigsten Umsatzbringer werden demnach voraussichtlich Elektronikartikel, Schmuck, Spielwaren und Bücher sowie Gutscheine aller Art sein.

Online-Handel könnte überdurchschnittlich vom Weihnachtsgeschäft profitieren

Die großen Gewinner könnten in diesem Jahr wieder die Online-Händler sein. Deren Umsatz dürfte im Gesamtjahr 2013 Schätzungen zufolge um rund 12 Prozent auf gut 33 Milliarden Euro steigen, informiert die Postbank, das entspreche einem Anteil an den gesamten Einzelhandelsumsätzen von 7,7 Prozent. Die Relevanz des Weihnachtsgeschäfts sei für den Online-Handel noch größer als für den Einzelhandel insgesamt. 2012 erzielten die Online-Händler im November und Dezember einen Umsatz von geschätzt 7,4 Milliarden Euro. Dies entsprach 25 Prozent des Jahresumsatzes, so die Postbank. In diesem Jahr erwarte die Bank einen Anstieg auf 8,3 Milliarden Euro. Der Anteil des Online-Handels am gesamten Weihnachtsgeschäft dürfte damit 2013 erstmals die 10-Prozentmarke übertreffen.

(Redaktion)


 


 

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