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Weihnachten 2013

Hamburger Hausfrauen haben bundesweit das größte Budget für Geschenke zu Weihnachten

Die Hanseaten werden in diesem Jahr durchschnittlich 366 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Sie liegen damit unter dem bundesweiten Durchschnittsbudget von 397 Euro. Hamburger Hausfrauen haben jedoch mit 601 Euro das meiste Geld für Weihnachtsgeschenke. Das sind Kernergebnisse einer Studie der FOM Hochschule.

Etwa 1000 Studierende der gemeinnützigen FOM Hochschule haben im Ruhrgebiet sowie in neun deutschen Großstädten, darunter auch in Hamburg, face-to-face-Interviews durchgeführt, bei denen insgesamt 7722 Schüler, Studenten, Berufstätige, Hausfrauen/-männer, Arbeitslose und Rentner nach ihren Kaufabsichten für das Weihnachtsfest befragt wurden. Es sei bundesweit die größte repräsentative Umfrage zu diesem Thema, so die FOM. Die Hochschule gehört zur Stiftung BildungsCentrum der Wirtschaft (BCW) in Essen und zählt dezeit mehr als 21.000 Studierende in 32 Städten.

Eltern erhalten am häufigsten Geschenke

Der Studie zufolge beschenken 76,3 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahre ihre Eltern. Danach folgen als Beschenkte Partner (71,2 Prozent) und Verwandte (62 Prozent). Freunde (52,8 Prozent) erhalten etwas häufiger Geschenke als Kinder (50,7 Prozent). Am Arbeitsplatz sind die Deutschen zurückhaltender: Weniger als 15 Prozent beschenken Arbeitskollegen. Schlusslicht der Beschenkten bilden soziale Institutionen, die von nur 6 Prozent der Bürger zu Weihnachten bedacht werden.

Unterschiede gibt es auch bei den Geschlechtern: Bei der Beschenkung des Partners liegen die Männer leicht vor den Frauen. Das weibliche Geschlecht beschert wiederum stärker alle anderen Personenkreise und soziale Einrichtungen. Besonders ausgeprägt ist die Differenz bei der Berücksichtigung von Freunden. Hier verschenken 17,2 Prozent mehr Frauen als Männer etwas zum Fest.

Jeder Vierte will 2013 mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben

Mehr als die Hälfte der Befragten (54,1 Prozent) will zum bevorstehenden Weihnachtsfest etwa genauso viel ausgeben wie im Vorjahr. Jeder Vierte will mit einem Durchschnittsbudget von 397 Euro in diesem Jahr dagegen mehr ausgeben als 2012, so die Studie. In Hamburg liegt das Budget für Weihnachtsgeschenke demnach mit 366 Euro unter dem Bundesdurchschnitt – befragt wurden hier 871 Menschen. Professor Dr. Oliver Gansser, Gesamtleiter der Studie: „Mit 601 Euro verfügen die Hamburger Hausfrauen über das größte Budget für Weihnachtsgeschenke. Schüler ab 14 Jahren geben im Mittel immerhin 144 Euro in der Hansestadt aus.“

Interessant für den Einzelhandel: Auch in diesem Jahr werden mehr als 70 Prozent der Befragten ihre Geschenke erst im Dezember einkaufen. Der Studie zufolge lassen sie sich in drei Käufertypen einteilen:

  • Die Kompromisslosen: Für sie stehen Qualität und Funktionalität der Produkte an erster Stelle, sie schätzen die Fachberatung im Geschäft und suchen in erster Linie den stationären Einzelhandel auf. Mediale Informationsquellen sind für sie eher unwichtig.
  • Die Stadt-Bummler: Sie nutzen persönliche Empfehlungen von Freunden und kaufen gern in der Stadt ein, also in Einkaufszentren, Einkaufsmeilen und Warenhäusern. Am liebsten verschenken sie Bekleidung, Uhren und Schmuck sowie Eintrittskarten für Kultur-Events. Zu dieser Gruppe gehören signifikant mehr Frauen als Männer.
  • Die Internet-Shopper: Sie sind bequem, suchen über spezielle Preissuchmaschinen nach Schnäppchen und verlassen sich überwiegend auf die Bewertungen anderer Kunden im Internet. Dort bestellen sie hauptsächlich Geschenkgutscheine sowie Bücher und Schreibwaren.

Weitere Ergebnisse der Gesamtstudie: Je älter die Schenkenden sind, desto höher fällt ihr Budget für Weihnachtsgeschenke aus. Im Schnitt werden bundesweit sechs bis sieben Menschen beschenkt. Bei der Informationsbeschaffung gaben die Befragten die persönlichen Empfehlungen von Freunden als Top-Antwort.

Auf Rang 2 landeten die Internet-Suchmaschinen. „Das Internet ist bekanntermaßen eine wichtige Informationsquelle. Allerdings haben wir festgestellt, dass die Käufer objektive Suchmaschinen klar favorisieren. Social-Media-Kanäle wie Facebook-Seiten der Hersteller kristallisieren sich hier als unbedeutendes Marketinginstrument heraus und landen bundesweit wie auch in Hamburg mit Platz 20 auf dem letzten Rang“, fasst Professor Gansser zusammen.

Spitzenreiter beim Kauf der Weihnachtsgeschenke sind laut der Studie die Menschen in Frankfurt/Main. Sie geben im Schnitt knapp 480 Euro aus. In Hannover dagegen verplanen die Befragten im Mittel „nur“ rund 313 Euro.

(Redaktion)


 


 

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