Sie sind hier: Startseite Hamburg Leben Gesundheit & Sport
Weitere Artikel
Weihnachtsstress

Stress lass nach: So kommen Sie gelassen durch die Weihnachtszeit!

Egal wohin Sie auch schauen: Es gibt kein Entrinnen! In den Supermärkten biegen sich die Regale, vollgestopft mit Spekulatius, Lebkuchen, Pfeffernüssen und natürlich den unvermeidlichen Schokoladenweihnachtsmännern.

Egal wohin Sie auch schauen: Es gibt kein Entrinnen! In den Supermärkten biegen sich die Regale, vollgestopft mit Spekulatius, Lebkuchen, Pfeffernüssen und natürlich den unvermeidlichen Schokoladenweihnachtsmännern. Wenn Sie mit dem Auto zur Arbeit fahren müssen, spreche ich Ihnen schon mal mein herzliches Beileid aus. Der Heimweg wird meist zur Geduldsprobe, denn spätestens ab mittags sind die Straßen verstopft, halb Deutschland scheint auf der Jagd nach Geschenken zu sein. Ganz zu schweigen von den Heerscharen an Touristen aus den Nachbarländern, die sich über die beliebten Weihnachtsmärkte drängeln – natürlich bewaffnet mit der obligatorischen Tasse Glühwein und gerne auch einem blinkenden Rentiergeweih. Herrlich! Und auch im Job hat der Weihnachtswahnsinn längst angefangen: Adventskalender, Grußkarten – und ein Berg an Arbeit, vor dem so manche Nordmanntanne wie ein schmächtiges Buchsbäumchen wirkt. Ich weiß nicht, ob Sie es schon wussten: Die Welt wird nicht am 24. Dezember untergehen! Danach und vor allem im neuen Jahr gäbe es auch noch die Möglichkeit, die eine oder andere Aufgabe zu erledigen. 

Von Weihnachtsfanatikern und Geschenken direkt aus der Hölle

Hand aufs Herz: Welcher Weihnachtstyp sind Sie? Gehören Sie zu den Menschen, die verzückt-glänzende Augen bekommen und am liebsten ab Mitte Oktober die Wohnung mit kitschiger, pardon, festlicher Deko vollstellen? Beglücken Sie die Kollegen mit einem Adventskranz und sind verantwortlich für eines der schlimmsten Verbrechen, pardon, Brauchtümer, der obligatorischen Weihnachtsfeier: Wichteln? Schon bei dem Gedanken muss ich schaudern. Ich kann gar nicht an einer Hand aufzählen, was ich da an Seltsamkeiten bekommen habe. Das wird nur noch durchs Schrottwichteln übertroffen! Oder sind Sie eher der Typ, der mit dem ganzen Weihnachtskram nichts anfangen kann, von der allgemeinen Hektik einfach nur genervt ist und sich darauf freut, wenn der Trubel vorbei ist? Ich gebe zu: Früher gehörte ich auch eher zur zweiten Kategorie. Mal eben schnell in die Stadt noch ein Geschenk besorgen? Vergessen Sie es! Ich hatte schon echte Mordgelüste, nachdem ich gefühlte zwei Stunden durch die Straßen gekreist bin, um überhaupt einen freien Parkplatz zu finden – den mir dann noch irgendein Idiot vor der Nase weggeschnappt hat. Zugegeben – ein Riesenfan bin ich auch heute nicht. Doch inzwischen gehe ich deutlich gelassener mit dem Wahnsinn um und lasse mich nicht mehr von dem allgegenwärtigen Stress anstecken. Die gute Nachricht: Dafür müssen Sie keine Begegnung mit einem Weihnachtsengel haben. Denn Gelassenheit ist lernbar!

Der Unterschied zwischen Stress und Gelassenheit ist nur ein Gedanke!

„Herr Schulze, das muss dieses Jahr auf jeden Fall noch fertig werden! Und rufen Sie bitte Frau Martens an und machen Sie mit ihr einen Termin für ein Meeting aus – am besten für diese oder nächste Woche! Ach, und bevor ich es vergesse: Morgen kommen noch drei Leute von Stay Healthy, Sie sind doch bei dem Treffen dabei?“ Kommt Ihnen das bekannt vor? Ich würde glatt meine Hand dafür ins Feuer legen, dass sich Szenen wie diese gerade bundesweit in Unternehmen abspielen. Früher haben mich solche Situationen an den Rand der Verzweiflung gebracht. Wie sollte ich bei so vielen Zusatzaufgaben überhaupt meine reguläre Arbeit schaffen? Das Schlimmste an der Weihnachtszeit ist auch die Doppelbelastung, denn Zuhause wartet bereits der nächste Super-GAU: Es gilt, ellenlange Wunschzettel der Kinder abzuarbeiten, eine Kleinigkeit für die Schwiegereltern zu finden, die sich wie immer absolut nichts wünschen – und die Lichterketten vor dem Haus installieren sich leider auch nicht von allein. Ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn Sie spätestens am dritten Advent dem freundlichen, als Weihnachtsmann verkleideten Mann im Supermarkt an die Gurgel gehen wollen. Doch soweit muss es überhaupt nicht kommen!

Natürlich ist es leichter gesagt als getan, dass Sie sich von so viel Stress nicht auf die Palme bringen lassen sollen. Ein großer Schritt ist schon mal damit getan, indem Sie sich bewusst machen, dass im Dezember eben nicht „Business as usual“ angesagt ist. Gestehen Sie sich ein, dass eine anstrengende Zeit vor Ihnen liegt und schaffen Sie sich daher Ruheoasen, die Ihnen das Verschnaufen ermöglichen. Mein Tipp: Nehmen Sie sich mindestens einen Abend in der Woche nichts vor und genießen diese To-do-freie Zeit. Sie werden sehen, dass Sie so Weihnachtsfeiern, Shoppingmarathon und die hohe Schlagzahl im Büro viel besser wegstecken werden. 

Niemand kann dir deinen Stress abnehmen – außer du selbst!

Geschenke einpacken, Hamsterkäufe tätigen, zwischendurch zu diversen Weihnachtsfeiern: Der Dezember wird hektisch! Planen Sie daher in Ihren Alltag mindestens dreimal pro Tag "MM" ein – kurz für „Meine Minute“. Das Konzept ist so einfach wie wirkungsvoll: Setzen Sie sich einfach eine Minute hin, schließen Sie die Augen und spüren Sie Ihre Atmung. Das kann jeder. Erleben Sie, wie gut das tut. Sie werden erstaunt sein, wie viel Kraft Sie aus diesen kleinen Inseln der Ruhe ziehen. Mir hilft diese Übung auch extrem gut, um mich wieder zu fokussieren, wenn ich den Tisch voll mit Arbeit habe. Und, mindestens genauso wichtig: Sagen Sie auch mal Nein! Natürlich wollen wir alle vorbildliche Mitarbeiter, Freunde und Partner sein – doch irgendwann ist auch mal gut. Denken Sie nicht immer nur an andere, sondern auch an sich und Ihre Konstitution! Ich weiß nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist: Der Dezember hat nur 31 Tage. Und egal, wie sehr Sie sich auch bemühen – es werden nicht mehr. Hören Sie also auf damit, auf Biegen und Brechen jeden Termin noch unterbringen zu wollen. Sagen Sie das ruhig auch Ihrem Chef. Ihre Kunden sind ebenfalls nur Menschen. Ich bin mir daher sicher, dass sie es Ihnen nicht übelnehmen werden, wenn Sie ihnen freundlich und ruhig antworten: „Dieses Jahr klappt es leider nicht mehr, aber wir können uns direkt im Januar zu einem Jahresauftaktmeeting zusammensetzen.“ Vielleicht sind sie insgeheim sogar froh darüber, selbst einen Termin weniger auf der Liste zu haben. Das Gleiche gilt auch für Treffen im Freundeskreis. Klar ist es schön, alle vor dem Fest nochmal zu sehen und gemeinsam über den Weihnachtsmarkt zu schieben. Doch bevor Sie vor lauter Treffen keine freie Minute mehr und schon eine leichte Glühweinallergie entwickelt haben, ist es besser, einen Termin im neuen Jahr auszumachen. Kaffee schmeckt schließlich auch. 

Unser Buchtipp zum Thema: 

"Gelassenheit gewinnt" von Christian Bremer

Aktiv und ausgeglichen mit mentaler Stärke, 206 Seiten, Taschenbuch, ISBN-13: 978-3406694127

(Christian Bremer)


 


 

Weihnachtsengel
Geschenk
Ihnen
Stress
Termin
Dezember
Arbeit
Weihnachtskram
Supermarkt
Treffen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Weihnachtsengel" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: