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Wettmarkt

So funktioniert die Sportwetten-Branche

Die Geschichte der Sportwetten reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück, denn damals begannen die auch heute noch gefeierten Pferderennen. Wie sich die Branche über die Zeit entwickelt hat und wie das System inzwischen funktioniert, erklärt der folgende Beitrag.

Mit Zettel und Stift: Wetten früher

Damals mussten die Wetten-Liebhaber bei den Spielen stets anwesend sein. Die älteste Form des Wettens auf Sportereignisse sind die Pferderennen aus dem 18. Jahrhundert in England. Das Wetten auf die Pferde machte den größten Nervenkitzel dieser Veranstaltungen aus. Meist war es die Upper Class, die Pferderennen organisierte und diese öffentlich zugänglich machte. Das ist so zu erklären, dass es ihnen ein gewisses Prestige bei den Mitbürgern verlieh. Die Teilnehmer aller weiteren unteren Schichten kamen zu den Ereignissen mit dem Unterschied, dass sie sich in den Wetten ihrem Leistungsvermögen anpassten. Bei einem Rennen mit wenigen Adligen und Reichen kam es zu einem erhöhten Aufkommen von Kleinwettern, die Schillinge einsetzten. Diese Veranstaltungen waren sehr unkontrolliert und Wetten wurden nur unter den einzelnen Teilnehmern und ausschließlich mündlich abgeschlossen. Da man zu dieser Zeit nicht von Fairplay bei Sportwetten sprechen konnten, wurden später erste Wettbüros errichtet.

Professionalisierung des Geschäfts: Wetten heute

Das Wetten heutzutage ist weitaus entspannter und geregelter. Mittlerweile gibt es nicht nur professionelle Wettbüros, sondern auch unterschiedliche Wettanbieter, die online ihre Dienste anbieten. Die Nachfrage ist groß, sodass der Markt laut Bundesministerium der Finanzen 2015 um 7 Prozent wuchs.

Wie funktioniert das Geschäft?

  • Die Wettquote wird durch einen Buchmacher festgelegt, indem dieser das Ereignis bewertet und die Ausgangswahrscheinlichkeit bemisst.
  • Der Kunde kann das Angebot annehmen oder ablehnen.
  • Je nach Wettart wettet der Kunde mit der Quote auf seine Mannschaft.
  • Live-Wetten können auf laufende Partien angesetzt werden.

Wettarten

Einzelwette: Die Einzelwette ist die einfachste Form der Sportwetten. Hier wird gewettet über einen Sieg (1), einen Auswärtssieg (2) oder ein Unentschieden (x). Beispiel: Sie setzen 15 Euro auf einen Sieg der Fußballmannschaft von Borussia Dortmund. Die Quote beträgt 2,00. Gewinnt Dortmund das Spiel, gewinnen Sie 15 Euro * 2,00 = 30 Euro (15 Euro Reingewinn). Kombiwette: Bei einer Kombiwette können mehrere Spiele mit nur einem Wetteinsatz gespielt werden. Je nach Wettanbieter variiert die Höchstanzahl der verschiedenen Spiele. Wichtig ist, dass alle Tipps richtig sein müssen, um einen Gewinn zu erzielen. Beispiel: Sie setzen 10 Euro auf eine Kombiwette mit Dortmund (Quote 1,00), London (Quote 1,80) und Madrid (1,50). Sind alle Tipps richtig, erhalten Sie den Einsatz mit den jeweiligen Quoten multipliziert. Systemwette: Sie ist die Weiterentwicklung der Kombiwette und gut geeignet für Sportwetten-Profis. Mit einer einzigen Wettabgabe können mehrere Kombiwetten beim Wettanbieter platziert werden. Beispiel System 2 aus 3: Drei Spiele werden ausgewählt. Sie setzen auf Sieg Dortmund (Quote 1,00), Sieg London (1,80) und Sieg Madrid (1,50). Das 2 aus 3 System bedeutet, dass mit allen möglichen Zweier-Kombinationen aus diesen drei Spielen gespielt wird. Das bedeutet:

  1. Wette: Sieg Dortmund/Sieg London
  2. Sieg Dortmund/Sieg Madrid
  3. Sieg Madrid/Sieg London

Wenn Sie mit einer Wette richtig lagen, beispielsweise mit Wette 1, multipliziert sich der Einsatz mit der Quote von Dortmund und der Quote von London.

(Redaktion)


 


 

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