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Windenergie-Branche

Internationale Leitmesse erstmals in Hamburg

Vom 23. bis 26. September 2014 findet zum ersten Mal in Hamburg die internationale Leitmesse der Windenergie-Branche statt. Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie sowie Vize-Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, eröffnet am Vorabend die WindEnergy Hamburg.

Zur Premiere der Windenergie-Leitmesse erwartet die Hamburg Messe mehr als 1.200 Aussteller aus aller Welt, die auf rund 65.000 Quadratmeter Fläche ihre Neuheiten, innovativen Technologie und Dienstleistungen vorstellen. Bereits am Vorabend des internationalen Branchentreffs werde Bundesminister Sigmar Gabriel bei der Eröffnungsfeier im Rathaus der Freien und Hansestadt Hamburg vor 600 hochrangigen internationalen Gästen auf die Bedeutung der Windbranche eingehen, teilte die Messegesellschaft mit.

Vier Tage lang wird das Hamburger Messegelände Treffpunkt für Fachleute der Energiewirtschaft aus der ganzen Welt. Die Leitmesse bildet umfassend die gesamte Wertschöpfungskette ab, Onshore wie Offshore. Insgesamt stellen Firmen aus mehr als 30 Ländern aus. Dabei lassen sich die großen Hersteller von Windenergieanlagen gar nicht mehr einem einzigen Land zuordnen: Sie sind längst alle „Global Player“, die in zahlreichen Staaten weltweit Produktionsstätten, Vertriebsbüros sowie Servicestationen unterhalten und natürlich Geschäfte machen. Ihre Turbinen drehen sich – je nach Unternehmen – in bis zu 70 Ländern, um grünen Strom aus Windenergie zu produzieren. Wie international die Windenergie-Messe aufgestellt ist, zeigt sich auch an der Zahl der Nationen-Pavillons: Auf insgesamt 18 Gemeinschaftsständen präsentieren sich Branchenunternehmen aus etablierten wie aus aufstrebenden Märkten den Fachbesuchern. Darüber hinaus werden Delegationen aus 20 Ländern erwartet.

Weltpremiere auf dem Hamburger Messegelände

Ein 64,4 Meter langes Rotorblatt weist unübersehbar auf das Branchenevent in der Hansestadt hin: Das Großexponat des Windenergieanlagen-Herstellers Nordex SE ist eine Weltneuheit. Herausragende Großexponate wie dieses Rotorblatt sollen während der Messe die Bedeutung der Windenergie „erlebbar“ machen. Dieser eindrucksvolle Flügel einer N131/3000-Binnenlandturbine wurde in der Nacht nach und durch Hamburg transportiert und auf einen Spezialadapter der TII Group installiert. Mit diesem lässt sich das riesige Rotorblatt in einem Neigungswinkel von bis zu 70 Grad aufrichten, so dass beim Transport durch Orte oder im Gelände Hindernissen besser ausgewichen werden kann. Die Turbine von Nordex SE ist für Standorte mit niedrigen Windgeschwindigkeiten ausgelegt. Mit 3,0 MW installierter Leistung hat sie eine 25 Prozent höhere Nennleistung als ihr Vorgängermodell. Der Durchmesser des Rotors, zu dem das Blatt gehört, beträgt insgesamt 131 Meter. Er überstreicht eine Fläche, die ungefähr so groß ist wie zwei WM-Fußballfelder.

Umfangreiche Länderpräsentationen

Die größte von insgesamt 18 Länderpräsentationen stellt Dänemark mit der Belegung einer ganzen Messehalle. Dort informieren rund 70 Firmen aus dem Land, das gemeinsam mit Deutschland ein Pioniermarkt der Windindustrie ist, über ihre Produkte und Dienstleistungen. Insgesamt stellen auf der Leitmesse in Hamburg sogar 100 dänische Firmen aus. Weitere große Nationen-Beteiligungen kommen aus den Niederlanden, Süd-Korea und China. Unter den niederländischen Ausstellern, die sich auf der Messe präsentieren, sind weltweit führende Offshore-Unternehmen.

Einblick in Europas Windenergiemärkte

Die Branche aus Spanien, das hinter Spitzenreiter Deutschland in Europa das Land mit den meisten installierten Turbinen ist, präsentiert sich ebenso mit einem Pavillon wie Großbritannien. Der Inselstaat belegt in Europa hinsichtlich der Gesamtinstallation Platz drei. Nun haben sich die Briten zum Ziel gesetzt, bei der Offshore-Windenergie weltweit führend zu werden. Dass sie dabei auf einem guten Weg sind, zeigt eine aktuelle Zahl von renewable UK, der britischen Handelsvereinigung für Erneuerbare Energien: 1.075 Offshore-Windturbinen mit einer kumulierten Kapazität von 3653 MW waren im Juni 2014 in britischen Gewässern in Betrieb. Insgesamt geben zwölf Nationenpavillons Einblicke in die Märkte europäischer Länder, von Finnland über die Türkei bis zur Ukraine.

Asien, Nord- und Südamerika sind vertreten

Auch aus den stärksten Märkten weltweit, China und USA, präsentieren sich zahlreiche Unternehmen auf der WindEnergy Hamburg, die Branchen aus beiden großen Nationen sind auch mit Gemeinschaftsständen vertreten. Zu den außereuropäischen Windenergie-Märkten, die einen Pavillon belegen, gehören ebenso Kanada, Argentinien und Korea.

Besucherdelegationen aus 20 Ländern

Zur Windenergie-Messe haben sich nach Information der Hamburg Messe bisher Delegationen aus 20 Ländern mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft angemeldet, die das umfassende Informationsangebot und die internationalen Kontaktmöglichkeiten der Fachmesse nutzen. Demnach werden Besuchergruppen aus wichtigen Märkten der Windbranche wie etwa USA, China und Indien zur Leitmesse nach Hamburg kommen. Das Interesse aus Ländern Süd- und Mittelamerikas ist dabei offensichtlich besonders groß: Teilnehmer aus sieben Nationen dieser Regionen sind bei den Delegationen vertreten. Auch aus Japan und aus der Ukraine werden Besuchergruppen erwartet.

Die WindEnergy Hamburg ist vom 23. bis 26. September 2014 täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Sie belegt die Hallen A1 sowie B1 bis B7 des Geländes der Hamburg Messe. Weitere Informationen: www.windenergyhamburg.com

Gemeinsames Windmesse-Konzept in Norddeutschland

Dass die neue Leitmesse WindEnergy erstmals in Hamburg stattfindet, ist Teils des Konzepts, auf das sich die Messegesellschaften Hamburg und Husum sowie Unternehmensverbände nach langem Streit um den Austragungsort der international wichtigsten Windmesse im Frühjahr 2013 geeinigt hatten. Mit Blick auf einen gemeinsamen Messestandort Norddeutschland wollen beide Städte nun im jährlichen Wechsel zwei Messen veranstalten: die WindEnergy Hamburg als internationale Leitmesse für die On- und Offshore-Windbranche in den geraden Kalenderjahren und die Husum Wind als zentrale Fachmesse für den deutschen Markt in den ungeraden Kalenderjahren. Mitten im Windpionierland der deutschen Nordseeküste soll der traditionsreiche Treffpunkt für den intensiven Austausch der Branche sorgen.

(Redaktion)


 


 

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