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Fußball-Spaß mit Nachspiel?

Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien hat das Institut für Hygiene und Umwelt textile Fan-Artikel auf schädliche Farbstoffe wie krebserregende Amine aus Azofarbstoffen und allergieauslösende Dispersionsfarbstoffe geprüft. Zwei der 27 getesteten Produkte gaben Anlass zur Beanstandung.

Ob als Trikot oder Schal, viele Fußballfans tragen zur Fußball-Weltmeisterschaft die Farben ihres Landes am Körper. Damit die Haut der begeisterten Anhänger auf dieses Bekenntnis nicht mit Juckreiz und Pusteln reagiert oder gar schlimmere Schäden davonträgt, hat das Institut für Hygiene und Umwelt (HU) im Auftrag der Hamburger Bezirksämter verschiedene Fanartikel „mit Körperkontakt“ auf gesundheitlich bedenkliche Farbstoffe untersucht.

In den 27 Textil-Proben hätten die Prüfer erfreulicherweise keinerlei allergieauslösende Dispersionsfarbstoffe gefunden. Zwei der Proben, ein Basecap und ein Paar Armstulpen, enthielten jedoch ein krebserregendes Amin, das aus einem Azofarbstoff freigesetzt wurde. Diese Produkte seien beanstandet worden und dürften nicht mehr verkauft werden. Alle anderen geprüften T-Shirts, Schweißbänder, Hüte und Strümpfe seien in Bezug auf die untersuchten Farbstoffe unauffällig gewesen, teilte das HU mit.

Die Verwendung bestimmter Azofarbstoffen ist aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes nicht nur in Deutschland, sondern über das Chemikalienrecht EU-weit verboten. Anders ist es rechtlich bei den allergieauslösenden Dispersionsfarbstoffen. Für sie gibt es bisher lediglich eine Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), auf die Verwendung in körpernah getragenen Textilien zu verzichten. Ungeachtet dessen wird immer noch ein großer Teil der Textil-Allergien in Deutschland von diesen Farbstoffen hervorgerufen. Das HU empfiehlt, neue Textilien vor dem ersten Tragen zu waschen, um eventuell enthaltene Rückstande aus der Produktion zu entfernen.

(Redaktion)


 


 

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