Sie sind hier: Startseite Hamburg Finanzen Immobilien
Weitere Artikel
Wohneigentumsmarkt

Hamburger Immobilienpreise 2018 knapp unter durchschnittlicher Preissteigerung

Das Käuferinteresse an Wohneigentum in Deutschland war 2018 laut einer Postbank-Studie ungebrochen. Das gilt vor allem für Großstädte, aber auch in den Regionen nahm die Nachfrage zu. Hamburg liegt im Preisranking der Metropolen auf Platz 3.

2018 sind die Quadratmeterpreise für Immobilien noch schneller gestiegen als im Vorjahr. Dabei macht sich der Preisauftrieb auch in vielen Regionen des ländlichen Raums bemerkbar. Das sind wesentliche Ergebnisse der Studie „Postbank-Wohnatlas 2019“ zur Preisentwicklung im Immobilienmarkt in den 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten.

Danach sind nach wie vor die Märkte in den Großstädten umkämpft. Diese Entwicklung treibe die Preise, auch abseits der begehrten Metropolen. So verzeichneten Immobilienverkäufer 2018 in mehr als 90 Prozent aller deutschen Landkreise und kreisfreien Städte höhere Verkaufspreise als noch im Vorjahr. Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise stiegen somit in 365 von 401 Kreisen und Städten an, während im Jahr 2017 lediglich 242 Kreise einen Preisanstieg verbuchten.

Im bundesweiten Mittel lag das Plus inflationsbereinigt bei 7,2 Prozent – und fiel damit noch stärker aus als 2017. Dabei verzeichnete auch der ländliche Raum teils kräftige Preissteigerungen. „Die Immobilienpreise kennen derzeit nur eine Richtung, nämlich aufwärts. Solange die Niedrigzinsphase anhält und Baukredite günstig sind, ist eine Trendwende nicht zu erwarten“, sagt Eva Grunwald, Leiterin Immobiliengeschäft Postbank.

München teuerste Wohn-Metropole in Deutschland

Mit Abstand am teuersten ist und bleibt München. Im vergangenen Jahr wurde laut Studie die 7.000-Euro-Schwelle beim Quadratmeterpreis überschritten. Der Durchschnittswert für Bestandsbauten in der bayerischen Landeshauptstadt lag bei 7.509 Euro. Das sind 8,7 Prozent mehr als im Jahr 2017.

Frankfurt am Main bleibt im Ranking der teuersten Städte Deutschlands weiter auf Platz zwei mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 5.058 Euro. Der starke Anstieg um 10,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sorgt dafür, dass sich die deutsche Bankenmetropole spürbar von der Hansestadt Hamburg absetzt, die mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 4.587 Euro auf Platz drei liegt.

Berlin holt weiter auf und verzeichnet erneut den steilsten Preisanstieg der „Big Seven“, der sieben größten deutschen Metropolen: Hier kletterten die Quadratmeterpreise um 11,4 Prozent auf im Schnitt 4.166 Euro. Im Ranking liegt die deutsche Hauptstadt damit hinter Stuttgart auf Platz fünf. Düsseldorf und Köln schließen mit den Plätzen sechs und sieben die Top 7 ab.

Hohe Preise vor allem in Süddeutschland

Das Preisplus in den meisten Großstädten liegt auch 2018 über dem bundesweiten Mittel von 7,2 Prozent. Ausnahmen bilden Hamburg und Köln mit etwas geringeren Steigerungsraten. Auch im Umland der Metropolen – dem Speckgürtel – bleibt das Kaufpreisniveau hoch, wie der Wohnatlas zeigt. „Dennoch werden die meisten Wohnungen und Häuser auf dem Markt schnell verkauft“, beobachtet Immobilienexpertin Grunwald. Sie rät Kaufinteressierten genau hinzusehen – einzelne Objekte könnten überteuert sein. „In einigen begrenzten Märkten, wie den In-Vierteln der Großstädte, drohen die Preise zu überhitzen.“

Deutlich erkennbar ist ein kräftiges Süd-Nord-Gefälle: Deutschlands teuerste Regionen liegen fast ausnahmslos im Süden; unter den Top Ten finden sich acht bayerische Landkreise. In mittlerweile fünf Landkreisen hat der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohneigentum die 5.000-Euro-Marke geknackt. Teuerster Landkreis ist Miesbach mit durchschnittlich 5.615 Euro pro Quadratmeter. Der Kreis gehört zum erweiterten Speckgürtel Münchens. Aber auch exklusive Ferienwohnungen am Tegernsee und Domizile mit Alpenpanorama sind sehr gefragt.

Auf Sylt gab der Quadratmeterpreis nach

Ein ähnlicher Effekt zeigt sich im Landkreis Nordfriesland, zu dem unter anderem das hochpreisige Sylt gehört. Dort wurden 2018 im Schnitt 5.588 Euro pro Quadratmeter fällig, was allerdings knapp drei Prozent weniger sind, als im Vorjahr. Erstmals seit Jahren gaben die Preise damit etwas nach. Ob der Preiszenit für Nordfriesland damit überschritten ist, wird sich in der kommenden Zeit zeigen.

In Mitteldeutschland profitierte Suhl in Thüringen am stärksten

Die stärksten Steigerungen betreffen aber nicht die klassischen Speckgürtel der Metropolen, wie der Wohnatlas zeigt. Von der großen Nachfrage nach Wohneigentum profitiert nun auch der ländliche Raum. „Die Menschen suchen im Wohneigentum eine sichere Geldanlage, in und um die Metropolen wird es zunehmend eng und teuer, deshalb weichen Kaufinteressierte verstärkt in den ländlichen Raum aus“, erklärt Grunwald.

Den mit Abstand rasantesten Preisanstieg verzeichnet Suhl im Süden Thüringens. Dort wurden Wohnungen und Häuser um knapp die Hälfte teurer. In den Landkreisen Kronach und Kyffhäuserkreis stiegen die Preise zwar etwas langsamer, dennoch betrug der Preisschub mehr als 40 Prozent. Auch der thüringische Landkreis Schmalkalden-Meiningen erfreut sich zunehmender Beliebtheit und wartet mit Preissprüngen um rund 39 Prozent auf.

Trotz kräftigem Preisanstieg bleiben Wohnimmobilien mit Quadratmeterpreisen von 1.655 Euro in Suhl, 1.729 Euro in Kronach und 893 Euro im Kyffhäuserkreis weiter erschwinglich. Mitteldeutschland rund um Erfurt in Thüringen und über die Grenze in Franken gehört zu den günstigen Regionen in Deutschland. Dort liegen die Preise noch deutlich unter dem Durchschnitt.

Preiseinbrüche 2018 bis minus 37,3 Prozent

Wer ein Haus oder eine Wohnung verkaufen möchte, sollte Preisentwicklungen auf den regionalen Märkten genau beobachten. „In Regionen mit fallenden Preisen sollten potenzielle Verkäufer besonders achtsam sein und unter Umständen eine zügige Abwicklung ins Auge fassen“, rät Immobilienexpertin Grunwald.

Eingebrochen sind die Preise im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr mit einem Minus von 37,3 Prozent am stärksten in den Kreisen Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt, mit einem Minus von 34,5 Prozent in Elbe-Elster in Brandenburg und in Deutschlands kleinster kreisfreier Stadt Zweibrücken in Rheinland-Pfalz. Hier verringerten sich die Quadratmeterpreise um 26 Prozent.

(Redaktion)


 


 

Wohnatlas
Postbank-Studie
Deutschland
Wohneigentum
Immobilienpreise
Presientwicklung Immobilien

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Wohnatlas" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: