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Wohnungswirtschaft

Hamburger Wohnungsunternehmen investieren 700 Millionen Euro und planen 1.900 neue Wohnungen

Die Hamburger Mitgliedsunternehmen des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. wollen 2014 mit dem Bau von 1.900 Wohnungen beginnen. Sie planen Investitionen von 700 Millionen Euro in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung. Das gab der Verband bekannt.

Mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 5,94 Euro bieten die im Verband zusammengeschlossenen 90 Hamburger Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften 284.000 Wohnungen günstig an und seien damit mehr denn je unverzichtbar. „Das Bündnis für das Wohnen nimmt weiter Fahrt auf. Wir leisten mit 1.900 neuen Wohnungen unseren versprochenen Beitrag“, sagte VNW-Verbandsdirektor Dr. Joachim Wege. Die Bezirke hätten im vergangenen Jahr 10.000 Baugenehmigungen erteilt und damit das Ergebnis von 2012 mit 8.731 Genehmigungen deutlich übertroffen. Der Neubau bezahlbarer Mietwohnungen werde durch drastische Grundstücks- und Baukostensteigerungen gefährdet. Ursachen dafür seien auch staatliche Überregulierungen wie die Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014), DIN-Normen und überbordende Auflagen durch die Bezirksausschüsse. Die knappe Zielvorgabe des Immobilienmanagements, Grundstücke für nur zirka 2.500 Wohnungen jährlich zu verkaufen, und die zögerliche Schaffung von Baurecht bei bezirklich identifizierten Entwicklungsflächen beschleunigten den Anstieg der Grundstückspreise.

„Die von der Großen Koalition in Berlin beschlossenen Eingriffe in das Mietrecht dürfen nicht zur Investitionsbremse werden. Die CRES-Studie (Anmerk. d. Redaktion: Institut „Center for Real Estate Studies“) aus dem August 2013 und der Hamburger Mietenspiegel 2013 belegen, dass die Mieten in Hamburg weder explodieren noch generell zu hoch sind. Das gilt im besonderen Maße für unsere Verbandsunternehmen, deren Bestands- und Wiedervermietungsmieten deutlich unter den vergleichbaren Mieten der privaten Anbieter und des Mietenspiegels liegen. Damit wirken sie als „Mietpreisbremse“. Dies sollte bei der Baulandausweisung und Grundstücksvergabe stärker berücksichtigt werden. Die Förderung von Neubau durch sozialverantwortliche Wohnungsunternehmen ist immer noch der beste Mieterschutz“, so Wege.

(Redaktion)


 


 

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