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Holvi bietet deutsche IBAN an

Die finnische Digitalbank Holvi teilt ihren Kunden in Deutschland ab sofort IBAN mit dem Länderkürzel DE zu.

Holvi, ein europaweit zugelassener digitaler Banking-Service für Freiberufler, Selbstständige, Kleinunternehmer und Start-ups, gibt bekannt, dass seine Kunden in Deutschland ab sofort eine deutsche IBAN erhalten. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin habe Holvis deutsche Zahlungsstelle in Berlin genehmigt – verbunden mit einem Ausbau des Teams vor Ort – und so diesen Schritt ermöglicht.

Mit der deutschen IBAN reagiert Holvi nach eigenen Angaben auf das Thema „IBAN-Diskriminierung”. Die SEPA-Verordnung (EU) Nr. 260/2012 solle den Zahlungsverkehr im europäischen Wirtschaftsraum harmonisieren, doch noch immer gebe es dabei Probleme. „Freiberufler, Selbstständige, Kleinunternehmer und Start-ups ohne deutsche IBAN haben nach wie vor Schwierigkeiten, wenn sie ausländische Kontonummern für Zahlungsvorgänge verwenden möchten. Diese werden abgelehnt, sind aufgrund voreingestellter Länderkürzel, zum Beispiel DE, nicht nutzbar oder mit zusätzlichen Gebühren belegt”, erklärt Antti-Jussi Suominen, Chief Executive Officer von Holvi. „Dies ist ein klarer Verstoß gegen Artikel 9 der Verordnung. Die EU-Kommission muss Maßnahmen ergreifen, um diese Verstöße zu beheben und Mitgliedstaaten dabei helfen, dass die SEPA-Verordnung korrekt angewandt wird.”

Holvi bietet seinen Kunden nun IBAN mit dem Länderkürzel DE, damit diese uneingeschränkt Finanztransaktionen abwickeln können. Der Wechsel von den bestehenden IBAN auf die neu zugeteilten Nummern findet innerhalb einer Übergangsphase statt, sodass Kunden laut Mitteilung ausreichend Zeit für die Inbetriebnahme der DE-IBAN hätten. Sämtliche Services können wie gewohnt genutzt werden.

40 Prozent der Kunden sind in Deutschland registriert

Für Holvi ist das Thema nach eigenen Aussagen von besonderer Relevanz. Erst kürzlich baute das Unternehmen angesichts seines schnellen Wachstums die Präsenz in der Eurozone weiter aus und brachte sein Angebot neben Deutschland, Österreich und Finnland nach Irland, Italien, Belgien, Frankreich und in die Niederlande.

Die Anzahl der aktiven Kunden wuchs zuletzt im Jahresvergleich um 60 Prozent auf 150.000 Kunden. Rund 40 Prozent davon sind in Deutschland registrierte Kunden. Das Unternehmen betreibt neben Helsinki für den Hauptsitz auch Büros in Berlin und Madrid. Ständiger Vertreter der Berliner Zweigniederlassung ist Sascha Bross, gleichzeitig Vice President of Control (Compliance, Risk and Legal) bei Holvi.


(Redaktion)


 


 

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