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Zahngesundheit

Knapp ein Drittel der Hamburger 2015 ohne Zahnarztbesuch

Laut aktuellem Zahnreport der Barmer Krankenkasse vernachlässigen viele Hamburger ihre Zahngesundheit. Was den Zahnarztbesuch angeht, liegen sie unter dem Bundesdurchschnitt.

2015 nahmen lediglich 68,3 Prozent der Hamburger einen Zahnarzt in Anspruch. Das ist das Ergebnis des Barmer Zahnreports 2017. Mit ihrem Wert liegt die Hansestadt 3,4 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt.

Genauer gesagt, liegt Hamburg unter 15 Bundesländern (keine Angaben für Schleswig-Holstein) auf Platz 13 vor Bremen und dem Saarland. Spitzenreiter ist Thüringen mit 77,9 Prozent, dicht gefolgt von Sachsen, wo 77,7 Prozent der Versicherten 2015 einen Zahnarzt aufsuchten.

„Dabei ist Vorsorge das A und O einer guten Zahngesundheit. Nicht umsonst bezahlten Krankenkassen jedes halbe Jahr eine allgemeine Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt, einmal im Jahr die Entfernung des Zahnsteines und alle zwei Jahre eine Parodontitis-Untersuchung“, erläutert Frank Liedtke, Landesgeschäftsführer der Barmer in Hamburg.

25 Prozent der Versicherten in Hamburg mit Zahnfleischrückgang

So sind nach Auswertungen der Barmer im Jahr 2015 knapp ein Viertel aller Hamburger (24,8 Prozent) an einer Parodontitis, umgangssprachlich auch Parodontose genannt, erkrankt. Aber weniger als zwei Prozent haben im selben Jahr auch eine Parodontitis-Therapie durchlaufen. Dies sei laut Barmer, umso bedenklicher, „da der Therapieerfolg immer unsicherer wird, je weiter die Erkrankung vorangeschritten ist“.

„Wir appellieren ausdrücklich an alle Bürgerinnen und Bürger, die Zahngesundheit nicht zu vernachlässigen und schon bei den ersten Warnsignalen wie Zahnfleischbluten sowie geschwollenem und gerötetem Zahnfleisch zum Zahnarzt zu gehen. Eine Zahnfleischentzündung oder eine beginnende Parodontitis sind noch leicht und schmerzarm zu behandeln“, so Frank Liedtke.

Männer nehmen weniger Beratung in Anspruch

Ein interessantes Bild zeigt sich bei einem Vergleich der durchschnittlichen Ausgaben je behandeltem Versicherten zwischen Männern und Frauen. Auffällig dabei sei, so die Barmer, dass die Ausgaben für Frauen in den Leistungsbereichen Prophylaxe und therapeutische Leistungen geringer als die der Männer ausfielen, die Ausgaben im Bereich diagnostische und Beratungsleistungen hingegen bei den Frauen leicht erhöht seien. Alle drei Leistungsbereiche wurden von Männern insgesamt weniger in Anspruch genommen. „Möglicherweise nehmen Männer aus zahnmedizinischer Sicht erforderliche Leistungen erst zu einem späteren Zeitpunkt im Krankheitsverlauf in Anspruch, was dann mit höheren Kosten verbunden ist“, schlussfolgert Frank Liedtke.

(Redaktion)


 


 

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