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Zukunftstechnologien

Hamburg nimmt 3D-Druck und Industrie 4.0 stärker in den Fokus

Um den Wirtschaftsstandort Hamburg zu stärken, sollen die Digitalisierung der Produktionssysteme unter dem Oberbegriff Industrie 4.0 und der 3D-Druck dem „Masterplan Industrie“ als neue Schwerpunkte hinzugefügt werden.

Industrie 4.0 wirft neue Fragestellungen auf

Mit der Digitalisierung der Wirtschaft, der Industrie 4.0“, seien laut Mitteilung von Mitte Dezember 2017 große Chancen und Herausforderungen für Beschäftigte und Hamburger Unternehmen verbunden, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. „Die Spezialisierung auf wissensintensive Industrien und Dienstleistungen, deren hoher Verflechtungsgrad und das gute Qualifikationsniveau am Standort bieten gute Grundlagen, um die Anforderungen der industriellen Zukunft zu meistern“, heißt es.

Für eine erfolgreiche Umsetzung müssten jedoch auch in Hamburg weitere Herausforderungen bewältigt werden. Hierbei gehe es beispielsweise um technische und rechtliche Fragestellungen, aber auch um mit Industrie 4.0 verbundene neue Anforderungen an Arbeitsprozesse und Aus- und Weiterbildung, für die entsprechende Angebote entwickelt werden müssten. Dieser Prozess solle aufgrund seiner voraussichtlich tiefen Durchdringung der gesamten Gesellschaft von möglichst vielen Seiten mitgetragen werden.

Hamburg stark im 3D-Metalldruck

Auch für den 3D-Druck als Querschnittstechnologie für die werkzeuglose Fertigung sehen die Partner des Masterplans Industrie – Senat, Handelskammer, IHV Industrieverband Hamburg e.V. und DGB Nord – neue Potenziale für den Standort Hamburg. Der 3D-Druck habe in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung vollzogen.

Die Chancen des 3D-Druck würden am Standort Hamburg insbesondere in der Luft- und Raumfahrtindustrie genutzt und aktiv gefördert. Dies geschehe in der anwendungsbezogenen Forschung (Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung, ZAL) ebenso wie in der industriellen Fertigung, zum Beispiel bei Airbus.

Insbesondere auf dem Gebiet des 3D-Metalldrucks habe der Standort Hamburg spezifische Stärken. Hier nehme die Luftfahrtforschung eine Vorreiterrolle für andere Branchen ein. Das vorhandene wissenschaftliche Know-how vor Ort spiele hierbei eine wichtige Rolle. Das Know-how bezüglich anderer Druckmaterialien, insbesondere von Kunststoffen, müsse am Standort Hamburg aufgebaut und weiter gestärkt werden.

Aufgrund der hohen Relevanz der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft haben es sich die Partner des Masterplan Industrie zum Ziel gesetzt, den Unternehmen und den Beschäftigten möglichst gute Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung von Industrie 4.0 und 3D-Druck am Standort Hamburg zu bieten und auf diese Weise die Wettbewerbsfähigkeit der Hamburger Industrie nachhaltig zu sichern und auszubauen.

Senator Frank Horch sagte anlässlich der Vorstellung der Ergänzungen des Masterplans Industrie am 19. Dezember 2017: „Die Weichen für die Zukunft der Industrie werden global gestellt. Wir müssen uns als Standort an die Spitze der Bewegung setzen, wollen wir künftig im Konzert der wichtigen Industrienationen eine wesentliche Rolle spielen. Und damit ist nicht gemeint, analoge Prozesse auf digital umzustellen. Wir müssen grundlegender denken, Industrie und Mittelstand werden ihre Geschäftsmodelle, ihr Verständnis von Technologie, Arbeitsprozesse, Entwicklungsverfahren und Wertschöpfungsketten tiefgreifend verändern müssen.“

(Redaktion)


 


 

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