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  • 15.03.2013, 10:24 Uhr
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  • Deutschland
Hebelpapiere

Trend zu Hebelprodukten bald vorüber?

Spätestens seit der Verbreitung vieler technischer Tools für Heim-Anwender sind die spekulativen Hebelprodukte auch bei Privat-Anlegern angekommen. Das nötige Startkapital vorausgesetzt – Optimisten sprechen hierbei von 5.000 Euro, Realisten eher von 10.000 – können zusätzlich zum klassischen Aktienportfolio auch Hebelpapiere eingestreut werden.

Die größten Profiteure davon waren natürlich die Banken selbst, da sie als Emittenten das Unwissen vieler unerfahrener Trader ausnutzen konnten. Ob das nun im selben Ausmaß so weitergehen wird, ist jedoch mehr als fraglich.

Umsatzrückgang vermeldet

Alleine am Umsatz gemessen, waren die ersten Monate 2013 keineswegs positiv. Die Börse vermeldete sowohl beim Handelsvolumen von Zertifikaten und Hebelprodukten als auch bei der Zahl der Orders Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich. In absolute Zahlen umgerechnet ergibt das Differenzen in Milliardenhöhe. Das betrifft jedoch nur die Gesamtbilanz. Betrachtet man die Zahlen der Hebelprodukte und der Zertifikate einzeln, zeigen sich zwei verschiedene Pole. Die Hebelprodukte konnten nämlich sogar zulegen, jedoch nicht im selben Maße, wie die Zertifikate zurückgegangen sind. Bleibt also die Frage, welche Lehre der private Investor aus diesen Entwicklungen nun ziehen kann.

Vielleicht nicht der beste Zeitpunkt für Derivate

Zunächst einmal muss bedacht werden, dass der Markt der Derivate anders funktioniert als etwa der Aktienmarkt. Massenpsychologie spielt bei den Derivaten nämlich direkt keine Rolle; die Beurteilung eines Papiers erfolgt ausschließlich durch dessen eigene Kennzahlen. Allerdings: Derivate sind direkt an ein jeweiliges Basis-Produkt gekoppelt. Handelt es sich dabei um einen Aktienindex oder gar einzelne Aktien, spielt die Psychologie des Marktes bei den Derivaten ebenfalls eine Rolle. Durch den Hebeleffekt sogar eine umso stärkere. Angesichts schwankender Indizes, die zwischen Rekordhoch, Stagnation und plötzlichen Stürzen taumeln, ist das Risiko von Hebelprodukten also größer denn je. Erfahrene Trader wissen diese Umstände dennoch in Gewinn umzuwandeln; unschlüssige Anleger können sich dagegen nach Alternativen umsehen.

Devisenhandel: gut für Einsteiger

Auch der Devisenmarkt hat seine Tücken. Dennoch stehen Chancen und Risiken in einem gesünderen Verhältnis zueinander als bei Derivaten. So ist beispielsweise kein plötzlicher Totalverlust möglich, wie er etwa bei Knock-Out-Scheinen zur Natur der Sache gehört. Durch die große Anzahl gehandelter Devisen kann außerdem jede beliebige Strategie verfolgt werden. Dafür ist natürlich ein wenig Marktkenntnis über die einzelnen Währungen nötig; Portale wie Investor-Verlag.de liefern diese Informationen jedoch kostenlos.

(Redaktion)


 

 

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