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  • 25.06.2020, 18:57 Uhr
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  • Deutschland
Hitze

Sommer im Büro: Was ist von Gesundheit bis Dresscode zu beachten?

Sobald die Außentemperaturen langsam steigen, denken die meisten Menschen an lange Abende auf dem Balkon. Außerdem ist vielleicht bereits der nächste Besuch im Freibad oder ein Sommerurlaub geplant. Allerdings haben die wärmeren Monate auch ihre Schattenseiten: Für diejenigen, die die meiste Zeit in aufgeheizten Büroräumen verbringen müssen, sind diese Nachteile dann besonders spürbar. Allerdings gibt es durchaus Möglichkeiten, den Büroalltag auch bei Wärme erträglich zu gestalten.

Wenn stickige Wärme im Büro zum Problem wird

Für die meisten Menschen ist der Sommer ihre Lieblingsjahreszeit. Kurzärmelige und bequeme Klamotten, Sonnenbrillen und viel Zeit an der frischen Luft sorgen für ein tolles Lebensgefühl. Das gilt oft erst nach Feierabend oder dann, wenn der Sommerurlaub ansteht. Im Büroalltag machen sich die wärmeren Monate hingegen schnell unbeliebt: In den Räumen steht die Luft und es fällt schwer, sich zwischendurch zu entspannen. In der Mittagpause ist es kaum möglich, einen sommertauglichen, leichten Snack zu finden und schicke, leichte Sommeroutfits entsprechen nicht dem Büro-Dresscode.

Zum Glück gibt es aber Mittel und Wege, um diese „Schattenseiten“ des Sommers erträglicher zu machen. Das hat aber nicht allein etwas mit Bequemlichkeit zu tun. Stattdessen verbringen die meisten Menschen den überwiegenden Teil des Tages im Büro. Vor allem deshalb trägt die „sommerliche Umgestaltung“ des Arbeitsplatzes erheblich zum Erhalt von Gesundheit und Wohlbefinden bei.

Richtig lüften im Büro

Steigen die Außentemperaturen langsam an, bietet sich in dem meisten Büros das gleiche Bild: ein weit geöffnetes Fenster. Das mag im Frühjahr eine gute Idee sein. Ist es draußen im Hochsommer allerdings besonders heiß, ist ein geöffnetes Fenster wenig hilfreich. Durch das offene Fenster wird nämlich unnötig viel warme Luft ins Büro geleitet und innen wird es noch weniger erträglich.

Sinnvoller ist es daher, das Büro eher in den früheren Morgenstunden einmal komplett durchzulüften. Schließlich ist es am Morgen draußen noch eher kühl und der Raum heizt sich durch die Außenluft nicht unnötig auf. Wer selbst noch nicht allzu früh im Büro ist, kann einen Kollegen bitten, das Lüften zu übernehmen.

Ausreichend trinken auch im Büro

Was generell bei Hitze gilt, darf auch im Büro nicht vergessen werden: Vor allem, wenn die Außentemperatur steigt, ist es wichtig, genügend zu trinken. Prinzipiell wird eine Mindest-Trinkmenge von 1,5 Litern empfohlen. Um keine Einbußen bezüglich der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit zu erfahren, ist es an heißen Tagen sinnvoll, sogar mehr zu trinken, damit der Körper etwas entspannen kann.

Außerdem gilt: Obwohl eiskalte Getränke erfrischend scheinen, sind sie im Büro keine gute Idee. Wird dem Organismus nämlich besonders kalte Flüssigkeit zugeführt, muss er die plötzliche Kälte ausgleichen. Für diesen Prozess muss allerdings recht viel Energie aufgewendet werden – das wiederum hat unerwünscht starkes Schwitzen zur Folge.

Wenig Koffein und leichte Gerichte

Obwohl Kaffee wohl das Büro-Getränk schlechthin ist – an heißen Tagen macht es Sinn, auf die eine oder andere Tasse zu verzichten. Schließlich fördert Koffein bei übermäßigem Konsum Kreislaufprobleme. An Tagen, an denen Hitze oder stickige Luft dem Körper ohnehin schon Probleme bereiten, ist das äußerst ungesund. Sinnvoller ist es daher, zu Wasser oder Tees zu greifen.

Zudem sollten zusätzliche Belastungen des Körpers durch schwere oder fettige Mahlzeiten vermieden werden. Denn auch nach dem Genuss von Fast Food und Schweinebraten stellt sich nur kurz ein Hochgefühl ein. Einige Zeit nach dem deftigen Essen macht sich dann bei Hitze aber schnell Abgeschlagenheit breit.

Hitzefrei gibt es auch im Büro

Vor allem im Hochsommer ist Hitze im Büro ziemlich belastend. Allerdings wird sie, ist eine gewisse Grenze überschritten, sogar gesundheitsgefährdend. Heizen sich im Hochsommer die Büroräume trotz Markisen und Vorhängen auf über 35 Grad auf, wird das Arbeiten unzumutbar. Ist das der Fall, müssen Mitarbeiter den betreffenden Raum verlassen und dürfen ihre Arbeit dort nicht fortsetzen. Es ist dann Sache des Arbeitgebers, den Mitarbeitern „hitzefrei“ zu geben. Hierzu ist er unter anderem aufgrund von § 4 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet.

Dresscode: Gilt die übliche Kleiderordnung auch bei Hitze?

Prinzipiell haben die Außentemperaturen keinen Einfluss darauf, welcher Dresscode im Job gilt. Sofern in einer bestimmten Branche offizielle Kleiderordnungen zu beachten sind, gelten diese auch im Sommer. Selbstverständlich gilt das insbesondere bei Berufen, bei denen intensiver Kundenkontakt herrscht. Schließlich soll der Dresscode hier dazu beitragen, Seriosität auszustrahlen und Vertrauen zu schaffen. Dementsprechend müssen die Kleidervorgaben zu jeder Jahreszeit erfüllt werden.

Für diejenigen, die im Banken-, Versicherungs- oder Consulting-Bereich tätig sind, gibt es daher im Sommer nur wenig Spielraum. Allerdings darf farblich variiert werden: So können Männer in den Sommermonaten beispielsweise zu einem hellgrauen statt zu einem schwarzen oder dunkelblauen Anzug greifen. Außerdem steht es jedem Unternehmen bzw. dem Arbeitgeber frei, aufgrund des Wetters vorübergehend auf bestimmte Dresscodes zu verzichten. Dabei ist aber zu beachten: Auch wenn an heißen Tagen offiziell auf ein Sakko verzichtet werden darf, sind kurzärmlige Hemden eigentlich nie gern gesehen.

Mehr Freiheit für Kreative

Wer in kreativen Berufen arbeitet, muss sich schon länger nicht mehr an Dresscodes halten: Sneaker und Jeans sind ganz selbstverständlich Teil des Arbeitsoutfits. Dennoch ist auch hier im Büro bei Hitze nicht alles erlaubt:

Auch junge, kreative Unternehmen sind meist nicht so locker, dass sie transparente Kleidung oder bauchfreie Tops als Arbeitskleidung akzeptieren würden. Außerdem sind Shorts oder Sandalen bei Männern in den meisten Büros nicht gern gesehen. Jeans und eher lockere Shirts oder Hemden werden aber fast überall akzeptiert. Auch sind Röcke kombiniert mit einem leichten Top für Frauen längst kein No-Go mehr.

Außerdem gilt: Selbst wenn im Büro trotz Hitze kein Strandoutfit getragen wird, darf etwas Individualität trotzdem nicht fehlen. Schließlich zeigen Untersuchungen, dass Menschen, die sich individueller kleiden, von anderen oft als intelligenter eingeschätzt werden. So geht – luftiger und mit etwas Farbe – auch die Arbeit bei Hitze leichter von der Hand.

(Redaktion)


 


 

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