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HTC One Test

Das HTC One: Wie viel Business steckt im neuen Flaggschiff aus Taiwan?

Mit seinem neuen Rekord-Smartphone will HTC den Markt für hochwertige Mobiltelefone nicht weniger als revolutionieren und positioniert sich gleichzeitig als vertrauenswürdige und exzellente Premium-Marke. Besonders schön ist das HTC One in jedem Fall. Doch taugt das taiwanesische Flaggschiff auch zum Business Smartphone? Wir haben das Gerät kritisch unter die Lupe genommen und dabei vor allem darauf geachtet, wie es sich im harten Geschäftsalltag bewährt.

Design und Gehäuse des HTC One

Das HTC One macht äußerlich durchweg eine gute Figur. Die Gehäusebasis wurde als Unibody aus einem Aluminiumblock gefräst. Die schräg angeschliffene Kante verleiht dem Smartphone dabei eine edle und hochwertige Ausstrahlung, die durch die leichte Wölbung der Rückseite zusätzlich dezent unterstrichen wird. Diese Wölbung sorgt zum einen dafür, dass das HTC One besonders angenehm und sicher in der Hand liegt. Zum anderen lässt sie das Gerät von der Seite deutlich flacher aussehen, als es mit seinen 9,3 Millimetern wirklich ist.

Lediglich an den Seiten und an wenigen Stellen auf der Rückseite kommt sichtbarer Kunststoff zum Einsatz. Durch seine hochwertige Auswahl und die annähernd nahtlosen Übergänge zum Metallgehäuse werden Haptik und Optik hierdurch aber nicht gestört. Die rückseitig eingelegten Kunststoffstreifen erfüllen sogar einen wichtigen technischen Zweck: Sie sorgen für einen ausgezeichneten Empfang, da sie das ansonsten als Barriere wirkende Metall sinnvoll unterbrechen.

Mit einem Gewicht von lediglich 143 Gramm zählt das HTC One eher zu den Leichtgewichten in seiner Klasse und sorgt so auch bei ausgiebigem Dauergebrauch für eine entspannte Bedienung. Die Wippe für die Lautstärke und der Ein-/Aus-Schalter wurden fast bündig in das Gehäuse eingelassen. Durch ihre Größe und Struktur sind sie aber auch im „Blindflug“ leicht zu ertasten. Oben und unten an der Frontseite wird der Bildschirm von zwei integrierten Lautsprechern eingerahmt, deren gelochte Abdeckungen selber zum Designelement werden und dem HTC One eine besonders moderne Optik verleihen.

Erhältlich ist das Flaggschiff in den Farben weiß/silber und schwarz. Wer sein Smartphone stärkeren Beanspruchungen aussetzt, der sollte lieber zu der silbrig-hellen Variante greifen, da hier kleinere Kratzer nicht sonderlich ins Auge fallen. Bei der schwarzen Version kann es dagegen dazu kommen, dass eine tiefere Verletzung den Blick auf das Silber des Alugehäuses freigibt.

Insgesamt macht das Gerät einen soliden, seriösen und belastbaren Eindruck, punktet durch sein anspruchsvolles Design und braucht sich keineswegs hinter seinen Klassenkonkurrenten zu verstecken.

Bildschirmqualität und Pixeldichte des HTC One

Mit dem Display des HTC One setzt der taiwanesische Hersteller neue Maßstäbe. Auf 4,7 Zoll wurde hier eine Auflösung von 1920x1080 Bildpunkten (Full HD) realisiert, die eine fast unglaubliche Pixeldichte von 468 Bildpunkten pro Zoll ergeben. Bei normalem Betrachtungsabstand ist hier mit bloßem Auge kein einzelner Pixel zu erkennen. Zum Vergleich: Das Smartphone bietet eine Pixeldichte, die um rund 40 Prozent höher ist als beim hochgelobten Retina-Display im iPhone5.

Auch in Sachen Helligkeit erreicht das Gerät mit rund 500 Candela/m² einen recht guten Wert. Bei normalem Umgebungslicht ist die Leuchtleistung absolut ausreichend. Nur bei direkter Sonneneinstrahlung wirkt das Display mitunter ein wenig schwach, ist aber weiterhin ordentlich lesbar und fällt kaum durch störende Reflexionen auf. Die Farbdarstellung ist durchweg natürlich und der Bildschirm punktet darüber hinaus mit sehr guten Kontrastwerten. Selbst seitlich betrachtet bleiben Inhalte gut lesbar. Während das Display dann etwas dunkler wirkt, bleiben Farbtöne und Kontrast weitgehend erhalten.

Ganz ohne Nachteile bleibt die überdurchschnittliche Performance des Displays dabei nicht. Das HTC One muss einiges an Strom aufwenden, um den Bildschirm angemessen zu versorgen. Das schlägt natürlich auf die Laufzeit des Akkus, so dass es sich empfiehlt, das Smartphone häufiger im Energiesparmodus zu betreiben. Die spürbaren Unterschiede sind marginal und auf diese Weise lassen sich einige Stunden zusätzlicher Betriebsdauer gewinnen.

Insgesamt sichert unter anderem gerade das extrem gute Display dem HTC One seinen Platz in der Oberliga der Smartphones. Ob Excel-Chart, Präsentation, hochauflösendes Foto oder Full HD Video: Im Business-Alltag erfüllt der Bildschirm alle Darstellungsaufgaben mit Bravur.

Hardware-Ausstattung und Rechenleistung sind überlegen

Das HTC One ist mit dem neuen Snapdragon 600 von Qualcomm ausgestattet. Dieser Prozessor treibt mit seinen vier Kernen sämtliche Prozesse und Rechenoperationen mit einer Taktrate von 1,7 Ghz an und wird bei dieser Aufgabe von 2 Gigabyte RAM unterstützt. Im Ergebnis ist die gesamte Bedienung blitzschnell, frei von Verzögerungen und durchgängig geschmeidig. Entsprechend gut schneidet das Smartphone innerhalb der gängigen Benchmark-Tests ab und stellt hier die meisten Konkurrenten gnadenlos in den Schatten.

Lediglich im direkten Vergleich mit dem Galaxy S4 positioniert sich das HTC One an zweiter Stelle. Samsung setzt allerdings auch auf eine um 200 Megahertz höhere Taktrate. Allen anderen aktuellen Geräten am Markt ist das One in Sachen Rechenleistung deutlich überlegen. Und insgesamt ist die Performance deutlich mehr als ausreichend, um sämtliche Anwendungen und Einsatzszenarien souverän zu meistern.

Geliefert wird das HTC One mit einem internen Speicher von 32 Gigabyte. Obwohl es sich hierbei um eine Kapazität handelt, die für die meisten Anwender ausreichend sein dürfte, verwundert es doch, dass HTC keine Erweiterungsmöglichkeiten vorgesehen hat. Die Verwendung von microSD-Karten wäre hier wünschenswert gewesen, zumal sie im Arbeitsalltag eine ideale Möglichkeit zum schnellen Austausch von Daten bieten. So bleibt es stattdessen bei einer festen Kapazität von 32 Gigabyte, von der man System und Benutzeroberfläche noch abziehen muss, die mit bis zu fünf Gigabyte zu Buche schlagen.

Darüber hinaus lässt die Ausstattung des HTC One aber keine Wünsche offen. Für einen schnellen Datenverkehr wurde nicht nur LTE integriert, sondern auch der aktuellste WLAN-Standard „IEEE 802.11ac“. Hiermit werden Datenpakete ohne Wartezeit im Gigahertz-Tempo empfangen und versendet. Darüber hinaus stehen Bluetooth 4.0 und NFC-Unterstützung zur Verfügung. Mit DLNA® ist das Smartphone auf die drahtlose Übertragung von Bilddaten an kompatible Computer, Fernseher oder Beamer vorbereitet. So lassen sich, entsprechende Hardware vorausgesetzt, Präsentation, Videos oder Charts auf die Schnelle und ohne Kabelsalat im Konferenzraum präsentieren.

Abgerundet wird die umfangreiche Ausstattung durch einen Mikro-USB 2.0-Anschluss, der sich mit einem passenden Kabel sogar zur HDMI-Schnittstelle erweitern lässt. Außerdem ist das HTC One mit einer internen GPS-Antenne und einem digitalen Kompass ausgestattet und verfügt über Gyro-, Beschleunigungs-, Näherungs- und Umgebungslichtsensoren. Für Überraschung sorgt ein besonderes cleveres Feature: In den Ein-/Aus-Schalter wurde ein Infrarot-Sender integriert, mit dessen Hilfe sich das HTC One in eine lernfähige Universalfernbedienung verwandeln lässt.

Insgesamt bietet das Smartphone eine Rechenleistung und einen Speicher, die jeder modernen Business-Anwendung in vollem Maße gerecht werden. Das HTC One verfügt über alle erforderlichen Anschlüsse, die im Arbeitsalltag eine Rolle spielen und punktet mit einer sehr schnellen Datenübertragung. Zusätzlich sinnvoll wäre lediglich eine Erweiterungsmöglichkeit für den internen Speicher gewesen. Hierfür hätten viele Anwender sicher gerne auf die integrierte Infrarot-Fernbedienung verzichtet.

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Technische Daten zum HTC One

Größe:
137,4 x 68,2 x 9,3 mm
Display: 4,7 Zoll, Full HD 1080p, 468PPI
Gewicht: 143g
SIM-Kartentyp: micro SIM
Kamera: HTC UltraPixel Kamera
BSI-Sensor, 2.0 µm Pixelgröße, 1/3' Sensorgröße
Spezieller HTC ImageChip™ 2

Quelle: htc.com
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Akkulaufzeit und Energiekonzept des HTC One

In Bezug auf den Akku hat sich HTC leider nicht die Kritik an vielen aktuellen Smartphones am Markt zu Herzen genommen. Auch das One setzt auf eine fest verbaute und verklebte Batterie und bietet dadurch keine Möglichkeit zum schnellen Akkuwechsel unterwegs. 2.300 Milliamperestunden liefert das integrierte Kraftwerk. Hierbei handelt es sich sicher nicht um einen schlechten Wert, allerdings verlangen Hardware und Anwendungen dem Akku auch einiges ab.

Laut HTC erreicht das Gerät eine Standbyzeit von rund 440 Stunden. Testet man allerdings unter realistischen Bedingungen, dann ergeben sich hier deutlich schlechtere Werte. Dauertelefonate lassen sich, je nach Netzqualität, über 13,5 bis 19,5 Stunden führen. Bei gelegentlicher Nutzung verlangt das Smartphone nach knapp 110 Stunden nach einer frischen Ladung. Geht man von einer typischen Nutzung aus, dann verringert sich die Laufzeit auf lediglich 11 Stunden. Wer das HTC One online und bei voller Display-Helligkeit betreibt, der muss schon nach rund sechs Stunden die Nähe einer Steckdose suchen. Ist die Batterie vollständig entladen, dann nimmt die komplette Ladung drei Stunden in Anspruch.

Sicher kann man beim HTC One nicht von einer schlechten Akkuleistung sprechen. Allerdings wäre es vor allem für Business-Zielgruppen wünschenswert gewesen, wenn sich die Batterie austauschen ließe. So bleibt Anwendern im Dauereinsatz nur die Möglichkeit, den Energiesparmodus zu aktivieren und dadurch die ein oder andere zusätzliche Betriebsstunde zu gewinnen.

Sound und Sprachqualität

HTC setzt in seinem neuen Flaggschiff die bewährte Beats-Audio-Technik ein. Hierbei werden die Bässe verstärkt und das gesamte Klangbild deutlich verbessert. Hinsichtlich der mitgelieferten Ohrstöpsel erweist sich das als eine gute Wahl des Herstellers: Ohne die Klangverbesserung wirkt das Zubehör nämlich leider ähnlich preiswert, wie es sich anfühlt. Im Kabel der In-Ears befindet sich eine Fernbedienung. Diese wartet allerdings lediglich mit einer Pausetaste auf und ermöglicht nicht einmal eine Regelung der Lautstärke. Schade, dass HTC hier nicht auf hochwertigeres Zubehör setzt: Betreibt man das Smartphone nämlich mit einem Kopfhörer in gehobener Qualität, dann stellt man fest, dass der Sound wirklich sehr klar und differenziert ist. Die integrierten Lautsprecher machen dagegen einen guten Eindruck. Im Innern des Gerätes werden sie von einem eigenen Verstärker angesteuert, was man deutlich hören kann.

Einen deutlich besseren Eindruck hinterlässt das HTC One in Sachen Sprachqualität. Sowohl auf Handy- als auch auf Festnetzseite überzeugt es durch einen durchgängig guten, lauten und verständlichen Klang. Weder Rauschen noch andere Störgeräusche trüben das Telefonat und die Unterdrückung für Nebengeräusche funktioniert einwandfrei. Auch im Freisprechbetrieb kann das Smartphone punkten: Die Stimme des Gesprächspartners ertönt laut und deutlich, so dass man über den leicht blechernen Sound der Lautsprecher hinwegsehen kann.

Wer das HTC One mit dem mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer betreibt, muss Abstriche bei der Klangqualität hinnehmen. Im Zusammenspiel mit einem hochwertigeren Kopfhörer zeigt das Gerät aber eine deutlich bessere Qualität. Als Telefon überzeugt es dagegen auf Anhieb durch seinen natürlichen, klaren und störungsfreien Klang, der auch bei langen Telefonaten oder in Umgebungen mit hohem Geräuschpegel konzentrierte Gespräche ohne Störungen ermöglicht.

Handhabung und Alltagstauglichkeit

In der Handhabung ist das HTC One teilweise gewöhnungsbedürftig. Hierfür ist zunächst die gewölbte Rückseite verantwortlich, die das Smartphone zwar optisch aufwertet, gleichzeitig aber dafür sorgt, dass es nicht plan auf dem Tisch abgelegt werden kann. Hier liegt es zudem dauerhaft auf der Kameralinse, was mit der Zeit zu Kratzern führen könnte. Gerade die gewölbte Rückfront ist auf der anderen Seite der Grund dafür, dass das HTC One ausgezeichnet in der Hand liegt. Hat man sich hieran erst einmal gewöhnt, möchte man diese Formgebung daher nicht mehr missen.

Die Lautstärkewippe auf der rechten Seite ist sehr gut erreichbar und lässt sich bequem und komfortabel bedienen. Weniger gelungen ist dagegen die Position des Ein-/Aus-Schalters an der Oberseite, der unter anderem auch das Display aus dem Ruhezustand holt. Hierzu muss man die zweite Hand zur Hilfe nehmen, was mitunter unbequem sein kann.

Das Erreichen einiger Funktionen und Einstellungen wirkt ein wenig umständlich. So benötigt man zum Beispiel einen Tipp mehr als bei anderen Geräten, um die Schnelleinstellungen für den Flugmodus oder für Bluetooth zu erreichen. Auch die GPS-Einstellungen bedingen mehr Bedienschritte als es eigentlich nötig wäre und in Bezug auf das Ablegen, Versenden oder Löschen von Screenshots sollte HTC dringend nachbessern, da hierfür umständliche Bedienschritte erforderlich sind.

Wer sich mit der gewölbten Rückseite des Smartphone erst einmal arrangiert hat, wird hier nur wenig Anlass für Kritik finden, auch wenn das Gerät auf dem Tisch nicht plan aufliegt. Bei einigen Funktionen und Bedienungsschritten wünscht man sich, dass HTC kurzfristig Verbesserungen realisiert. Insgesamt ist das One aber komfortabel zu bedienen und zeigt sich, auch im Business-Alltag, allen Anforderungen gewachsen.

Betriebssystem und Blinkfeed

Im One arbeitet die aktuelle Android-Version (Jelly Bean) symbiotisch mit der HTC Eigenentwicklung Sense 5.0 zusammen. Der Hersteller will hierdurch vorrangig die teilweise als anstrengend und überladen kritisierte Android-Oberfläche optimieren und dieser Versuch ist durchgängig gelungen. Anstelle von unzähligen Untermenüs, kryptischen Symbolen und vielen verschiedenen Startbildschirmen erwartet den Anwender eine aufgeräumte, schlichte und übersichtliche Arbeitsumgebung. Dadurch erfolgt die Bedienung größtenteils rein intuitiv, ohne im Arbeitsalltag von den eigentlichen Aufgaben abzulenken.

Neu und sehr interessant ist der sogenannte Blinkfeed, den HTC für den Homescreen des Smartphones voreingestellt hat. Dieser gliedert den Bildschirm in drei Bereiche. Ganz oben erscheinen dauerhaft die Uhrzeit und ein Wetter-Widget. Darunter werden in Kachelform aktuelle News und Nachrichten aus den sozialen Netzwerken angezeigt. Ganz unten steht eine weitere Leiste zur Verfügung, auf der sich Apps und Ordner einblenden lassen. Der Newsbereich erlaubt unter anderem die Echtzeit-Anzeige von LinkedIn-, Facebook- oder Twitter-Nachrichten. So behält man dauerhaft Zugriff auf Neuigkeiten aus dem eigenen Netzwerk, verpasst keine wichtigen Informationen und kann sofort auf aktuelle Ereignisse reagieren. Wer Blinkfeed innerhalb der täglichen Arbeit nicht nutzen will, der hat die Möglichkeit, bis zu vier weitere Homescreens zu erstellen und diese jeweils als Startbildschirm festzulegen.

Insgesamt ist die Kombination aus Android und Sense gelungen und ermöglicht eine schnelle und effiziente Bedienung des Smartphones. Besonders gut hat uns die Integration der sozialen Aktivitäten in den Homescreen gefallen. Sie macht das Gerät zum idealen Begleiter für das tägliche Networking .

Kamera und Bildfunktionen

In Sachen Kamera beschreitet HTC mit dem One einen „neuen“ Weg: Beim Hersteller hat man sich entschieden, aus dem Wettbewerb um immer mehr Pixel auszusteigen. Das One begnügt sich daher mit dem eher niedrigen Wert von 4,1 Megapixeln. Diese sind dafür aber besonders groß. Die sogenannten „Ultrapixel“ liefern auch bei schlechten Lichtverhältnissen recht gute Fotos ohne störendes Farbrauschen.

Die mitgelieferte Kamera Software „Zoe“ bietet dabei viele Möglichkeiten der kreativen Bildgestaltung und wartet mit einer ganzen Reihe von innovativen Funktionen auf. So nimmt das HTC One automatisch mit jeder Aufnahme direkt eine vollständige Bildserie auf, aus der man danach das beste Foto auswählen kann. Außerdem erstellt Zoe aus Videos und Fotos vertonte Kurzfilme mit interessanten Effekten, ermöglicht verschiedene Bildbearbeitungsfunktionen direkt am Smartphone und verfügt über das HDR-Feature. Hiermit werden Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungen automatisch zu einem optimierten Bild zusammengefügt.

Insgesamt liefert die integrierte Kamera zufriedenstellende Ergebnisse, die ausreichen, um zu Dokumentationszwecken Fotos zu schießen und Videos zu drehen. Die Entscheidung für nur 4,1 Megapixel führt allerdings beim Heranzoomen oft zu störenden Pixeln und begrenzt die Qualität von Bildern und Filmen deutlich.

Fazit: Das HTC One als Business Smartphone

Die meisten Smartphone-Tests taugen nur bedingt zur Einschätzung, ob sich ein Gerät für den harten Einsatz im Business-Alltag eignet. Tester und Kritiker lassen sich hier oft von Features und Funktionen beeindrucken, die zwar für den privaten Anwender wertvoll und interessant sein mögen, innerhalb der professionellen Nutzung aber kaum Vorteile mit sich bringen oder sogar stören.

Um im Business-Bereich zu punkten, muss ein Smartphone vor allem ein zuverlässiger und robuster Begleiter sein, sich schnell, intuitiv und leicht bedienen lassen, über alle wichtigen Anschlüsse und Erweiterungsmöglichkeiten verfügen und – last but not least – einfach ein gutes und hochwertiges Telefon sein.

Im Alltagstest haben uns beim HTC One vor allem die extrem gute Verarbeitung und die robuste Ausführung beeindruckt. Knirschenden Kunststoff, unpräzise Spaltmaße, Sollbruchstellen oder mindere Materialien sucht man hier vergeblich. Stattdessen hält man ein solides Stück Technik in der Hand, von dem man sich gut vorstellen kann, dass es in Sachen Technik und Design nicht schon nach wenigen Monaten hoffnungslos veraltet wirken wird.

Bedienung und Handhabung haben wir als überdurchschnittlich gut empfunden. Sieht man einmal von der weniger gelungenen Erreichbarkeit des Ein-/Aus-Schalters ab, dann kann das HTC One bezüglich Bedienkomfort und Bedienungssicherheit überzeugen. Rechenleistung und Ausstattung haben uns durchgängig gefallen, ebenso das gut ausgeleuchtete und sehr scharfe Display. Das Betriebssystem konnte HTC durch die gelungene Kombination mit Sense 5.0 deutlich aufwerten. Besonders zu schätzen gelernt haben wir das Konzept Blinkfeed, mit dem man alle Aktivitäten im eigenen Netzwerk ständig im Blick behält und das viele Anpassungs- und Einstellungsoptionen bietet. Auch im Hinblick auf die üppige Ausstattung und die umfangreiche Konnektivität bleiben keine wichtigen Wünsche offen.

Gänzlich überzeugt hat uns allerdings die hohe Qualität der eigentlichen Kernkompetenz aller Smartphones: Das HTC One ist ein hervorragendes Telefon. Neben einem sehr guten Empfang hat uns hier vor allem die ausgezeichnete Sprachqualität gefallen. Schlechte Verbindungen, unverständliche Gesprächspartner und nervtötende Störgeräusche gehören mit diesem Gerät endgültig der Vergangenheit an.

Ganz ohne kritische Anmerkungen wollen wir das HTC Flaggschiff aber nicht aus dem Rennen gehen lassen: Ein austauschbarer Akku wäre mehr als wünschenswert. Der nicht erweiterbare Speicher könnte zu Kapazitätsproblemen führen. Außerdem würde es im Alltag sinnvoll sein, komplette Datenbestände per zusätzlicher Karte verfügbar zu machen. Schließlich schränkt die Entscheidung für eine Kameraauflösung von nur 4,1 Megapixeln die Bildqualität deutlich ein und kann auch durch die Ultrapixel-Technologie nicht vollständig ausgeglichen werden.

Alles in allem können wir dem HTC One aber eindeutig die Business-Tauglichkeit attestieren. Selbst die kleineren Abstriche trüben die Gesamtperformance kaum und wir sind sicher, dass man dem Rekord-Smartphone aus Taiwan künftig häufiger in Meetings, in Lobbys und auf Chefetagen begegnen wird.

(Christian Weis)


 


 

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3 Kommentare

von FS
13.06.13 15:35 Uhr
iPhone

Ich werde immer bei meinem iphone bleiben.

von HTC ONE Fan
17.06.13 17:32 Uhr
Htc One Nummer 1

Leute, das HTC One ist wirklich top. Habe es nun seit einigen Tagen und muss sagen es macht Riesenspaß... Alles funktioniert einwandfrei. Null Bugs und fühlt sich sehr gut an. Hochwertig sowieso.
Also HTC One schlägt das Iphone um Längen....

von Anonym
18.06.13 10:28 Uhr
Handy

Ich würde das htc One gerne mal testen und in der Hand halten. Leider kenne ich keinen, der das Handy hat! Aber es muss nicht immer Apple sein. Die Zeiten haben sich anscheinend geändert.

 

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