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Innovationsprozess

Open Innovation – mit neuen Ideen mehr Unternehmenserfolg

Für Unternehmen wird es immer wichtiger, sich regelmäßig neu zu erfinden und innovative Wege zu beschreiten. Das Problem dabei: Prozesse müssen schlanker, effizienter und günstiger werden. Was sich zunächst wie ein Widerspruch anhört, hat in den vergangenen Jahren einen der wichtigsten neuen Methodenzweige eröffnet: die Open Innovation.

Was bedeutet Open Innovation?

Bei Open Innovation geht es darum, dass der Innovationsprozess geöffnet wird, sodass daran nicht länger nur interne Abteilungen beteiligt sind. Vielmehr kommen Kunden, Lieferanten, Startups, Partner, Forschungsinstitute und viele andere Beteiligte ins Spiel. Der Vorteil besteht dabei darin, dass Kreativität, neue Technologien und Know-How schnell in bestehende Prozesse eingebunden werden können.

Grundsätzlich unterscheidet man beim Thema Open Innovation zwei Ansätze –Inside-Out- und Outside-In.

Inside Out:

Bei diesem Prinzip verwertet man internes Wissen und Erfindungen an externe Partner. Hier gibt man beispielsweise eigene Patente gegen Lizenzen weiter. Damit können wiederum andere Unternehmen ihre Prozesse, Produkte und Dienstleistungen weiterentwickeln.

Outside In:

Bei diesem Prinzip gibt es zwei Schwerpunkte – zum einen die Gewinnung von Ideen, zum anderen die Einbindung von Partnern in den eigenen Entwicklungsprozess. Das kann z. B. durch Ideenwettbewerbe, Workshops mit Partnern, Lead-User-Workshops, Usertests und F&E-Kooperationen geschehen.

Vorteile

Würden Unternehmen bei der Entwicklung von Innovationen nur mit den eigenen Experten zusammenarbeiten, würde das den Lösungshorizont einschränken. Durch Open Innovation erhält man Zugang zu neuen Perspektiven, Ideen und Expertisen. Die bieten wiederum neue Ansatzpunkte für Problemlösungen. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Vorteile:

  • Schnellere Entwicklung, da Know-How nicht erst aufgebaut werden muss
  • Potential für öffentliche Förderung
  • Niedrigere Entwicklungsrisiken
  • Image-Gewinn
  • Stärkere Kunden- und Marktorientierung
  • Vermeidung von Betriebsblindheit

Ansätze zur Nutzung von Open-Innovation-Strategien

Open-Innovation-Konzepte lassen sich auf vielfältige Weise umsetzen. Zu den wichtigsten Vorgehensweisen gehören die folgenden.

Crowdsourcing:

Im Zuge der Entwicklung des Web 2.0 entwickelte sich das Konzept Crowdsourcing stetig weiter und eröffnete viele neue Chancen. Internetplattformen gaben Unternehmen die Möglichkeiten, Nutzer, Erfinder und viele andere Menschen in ihren Innovationsprozess einzubinden. Die Art und Weise der Zusammenarbeit konnte dabei ganz unterschiedlich ausfallen, vom bloßen Einreichen der Ideen über die Bewertung durch die Community bis hin zur Weiterentwicklung bestehender Ideen. Grundsätzlich unterscheidet man unternehmenseigene Plattformen; Plattformen, die Kreative und Unternehmen verbinden und unabhängige Plattformen.

Initiativen:

Vielfach setzen Unternehmen auch auf Initiativen. Dabei handelt es sich meistens um zeitbegrenzte Challenges, bei denen Lösungen zu bestimmten Problemen gesucht werden. Hier tun sich vor allem Unternehmen wie Procter & Gamble und BASF immer wieder aus. Auch das Unternehmen LiSEC bietet Kreativen mit seiner Initiative Glass Forum die Möglichkeit, Ideen beizusteuern.

Zusammenarbeit mit Kunden:

Eine große Rolle für Unternehmen spielt natürlich immer auch die Zusammenarbeit mit Kunden. Immerhin sind ihre Erfahrungen und Wünsche der zentrale Gradmesser, wenn es um Weiterentwicklungen des Sortiments geht. Hierbei geht es nicht nur um klassische Marktforschung, bei der sie nach ihren Bedürfnissen gefragt werden. Vielmehr werden Kunden hier gezielt in den Innovationsprozess integriert. Hierbei kommt beispielsweise die LEAD-User-Methode zum Einsatz. Auch das Design Thinking ist in diesem Spektrum zu verorten.

(Redaktion)


 


 

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